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© iFixit Elektronikproduktion | 12 Juli 2012

Google Nexus Q Teardown

Kommt es auf den Weiten des Alls? Hat es sich aus den Tiefen der verlorenen Stadt Atlantis erhoben? Und wieviel davon wurde in den USA produziert?

Als Google das Nexus Q auf der I/O Keynote -Ansprache am 27. Juni ankündigte, beschlossen wir sofort ein Teardown um zu sehen, was wir entdecken könnten. Begleiten Sie uns in unserem Bestreben, der oben erwähnten Zwickmühle zu entkommen! Google erwähnt, dass Teile des Gehäuses in den USA hergestellt wurden und wir glauben ihnen aufs Wort. Aber wir sind noch einen Schritt weitergegangen und haben das Ursprungsland (nach bestem Wissen und Gewissen) eines jeden ICs ermittelt. Wie die Liste zeigt, ist es fast unmöglich ein 'All-Made-In-America' Gerät auf den Markt zu bringen. Das Q zeigt jedoch auch, wie international die Lieferkette geworden ist. Nicht Alles kommt mit einem Boot aus China angeschippert. Der Nexus Q erreicht fantastische 8 von 10 Punkten auf unserer Reparatur-Skala. Die Demontage des kompletten Geräts ist ziemlich einfach - begrenzte Mengen von Kleber und 'un-exotische' Schrauben - tragen zu einer einfachen Reparatur bei. Abenteuerliche Benutzer sollten jedoch gewarnt sein: es gibt viele, viele kleine Teile im Inneren. Diese können schnell verloren gehen, was das Zusammensetzen des Gerätes etwas schwierig werden lässt.
Highlights:Beim Öffnen des Gerätes wurden wir mit einem Warnhinweis begrüßt. "Stromschlaggefahr. Nicht öffnen". Danke Google; ein großer Bruder könnte nicht besser auf uns aufpassen. Wir wurden auch von einer Zusatzplatine begrüßt: mit einem OMRON EE-SX1131 Photomicrosensor (hergestellt in Santa Clara, CA oder Schaumburg, IL). Mikrosensoren sind kleine photoelektrischen Sensoren, die eine zuverlässige Positionserfassung in einem platzsparenden und kostengünstigen Paket bieten. Der berührungsempfindliche mattschwarz Kuppel enthält das Status-LED. Die kleinen Clips an der Seite können in die Basis geklickt werden, um eine Drehung zu ermöglichen.Kurz darauf wurde uns eine weitere Zusatzplatine präsentiert. Hier befinden sich einige nennenswerte ICs:
  • Atmel ATMEGA328P (hergestellt in Colorado Springs, CO oderr Nantes, Frankreich)
  • NXP Semiconductors 44501 Near-Field Communications Controller (produziert in Deutschland, China, Großbritannien, den Niederlanden oder Singapore)
  • TXC 8.00 MHz Crystal Quartz Oscillator (hergestellt in Taoyuan, Taiwan oder Zhejiang, China)
Die innere Kuppel, eine Schlüsselkomponente des kugelförmigen Design des Q ist offenbar eines der Teile die in den USA gefertigt wurden. Heiliger Kondensator! Während wir in die Tiefen des Q vordringen, begegnen wir unzähligen Kondensatoren. Darunter auch ein 400 V, 82 Mikrofarad-Kondensator. Hände weg von diesem Kerl, wenn Sie mit einem Metallstab in der Gegend rumstochern. Nun macht auch die Warnung 'Gefahr: Stromschlag' deutlich mehr Sinn.
Stichwort: Leuchten! Rund um den 'Äquator' das Q liegen 32 RGB LEDs verteilt. Für eine erstklassige Light-Show. Die LED-Platine hat auch zwei Texas Instruments TLC5947 24-Kanal, 12-Bit-PWM-LED-Treiber mit internen Oszillatoren, die an einem von mehreren Standorten (USA, Deutschland, China, Japan oder die Philippinen) gefertigt worden sein könnten. Das Q wiegt 923 Gramm, heißt es auf Googles Webseite. Das integrierte 35 W Schaltnetzteil kommt mit einem weltweit einsetzbaren 50/60 Hz 85-265 V AC Input. Auf der Audio-Platine befindet sich der Texas Instruments TAS5713 25 watt digital audio power amplifier with EQ and DRC, der ebenfalls an mehreren Standorten (USA, Deutschland, China, Japan oder die Philippinen) hergestellt sein könnte. Halbleiter auf der Hauptplatine:
  • Samsung KLMAG4FEJA-A002 16 GB moviNAND Flash Memory (hergestellt in Hwaseong, South Korea, oder Austin, TX)
  • SMSC LAN95000A Hi-Speed USB 2.0 to 10/100 Ethernet Controller (produziert in Nordamerika, Taiwan, Japan, Korea, China, Indien oder Europa)
  • Elpida B8064B2PB 8 Gb DRAM und Texas Instruments OMAP4460 Application Processor SOC
  • Murata KM10L3002 (hergestellt in Japan, China, oder Taiwan)
  • SMSC USB3320C Highly Integrated Full Featured Hi-Speed USB 2.0 ULPI Transceiver (produziert in Nordamerika, Taiwan, Japan, Korea, China, Indien oder Europa)
  • Texas Instruments 6030B1A4 integrated power management (produziert in den USA, Deutschland, China, Japan oder den Philippinen)
Der Ethernet-Port ist als PulseJack J0011D0NL (hergestellt in China) gekennzeichnet. Der Optical-Out Port hat die Markierung Toshiba TX147APL (produziert in Japan). ----- Das komplette Teardown kann - wie immer - bei iFixit gefunden werden. / All3 Bilder © iFixit.
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