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Elektronikproduktion | 22 Mai 2012

Vorläufige Ausgleichszölle auf Solarimporte aus China

US Handelsministerium gibt vorläufige Ausgleichszölle auf Solarimporte aus China bekannt – Experten rechnen mit Gegenreaktionen.
Das US-amerikanische Handelsministerium gab am vergangenen Donnerstag die Entscheidung über vorläufige Antidumping-Zölle für Solarimporte aus China bekannt. Abhängig vom Hersteller, müssen diese Ausgleichszölle zwischen 31% und 250% zahlen. Damit fallen sie höher aus, als erwartet. Experten rechnen nun mit entsprechenden Gegenreaktionen aus China.

Der Handelsstreit zwischen den USA und China um Solarimporte in die USA geht in die nächste Runde. Am 17. Mai gab das US Handelsministerium (U.S. Department of Commerce) vorläufige Ausgleichszölle zwischen 31% und 250% bekannt.

Für die Hersteller betragen diese:
  • Suntech Power: 31,22%
  • Trina Solar: 31,14%
  • 59 weitere Hersteller, darunter Canadian Solar, Hanwha SolarOne, Yingli Solar, LDK Solar und Jinko Solar: 31,18%
  • alle anderen Hersteller/ Exporteure: 249,96%


Gelten sollen die Ausgleichszölle rückwirkend für 90 Tage und für Importe von Solarerzeugnissen, die Solarzellen beinhalten, die in China gefertigt wurden. Die Entscheidung ist allerdings vorläufig. Erst in der ersten Oktoberwoche, will sich das Ministerium endgültig festlegen. Die jetzige Bekanntgabe versteht sich zusätzlich zu den Ende März festgelegten Zöllen für unfaire Subventionen. Diese liegen zwischen 2,9% und 5%.

Der Grund für die Entscheidung über die Zölle sind Preisdumping-Vorwürfe gegenüber den chinesischen Unternehmen, die durch staatliche Förderprogramme bevorteilt worden sein sollen. Dadurch sei es ihnen möglich, ihre Produkte unter Herstellungskosten anzubieten. Auslöser war eine Klage der Solarworld Industries Americas Inc., die US-amerikanische Tochterfirma des deutschen Solarunternehmens Solarworld.

Gegenreaktion oder einvernehmliche Lösung?

Während einige Experten nun entsprechende Gegenreaktionen von der chinesischen Regierung erwarten, setzen Vertreter der chinesischen Unternehmen auf einvernehmliche Lösungen. Auf der Messe und Konferenz SNEC 2012 in Shanghai, sprachen sie sich dafür aus, den Handelsstreit nicht zu einem Handelskrieg eskalieren zu lassen. Die chinesische und amerikanische Regierung sollten nun gemeinsam nach einer entsprechenden Lösung suchen.

Daniela Schreiber, Executive Vice President der Hoehner Research and Consulting USA Corporation (HRCC), warnt vor den Konsequenzen dieser Entscheidung: „Die Solarindustrie, und insbesondere asiatische Hersteller, haben in den vergangenen Jahren konsequent die Preise für Solarmodule unter anderem durch Skaleneffekte senken können. Die Ausgleichszölle werden die Preise für Solarmodule verteuern und damit eine sinkende Nachfrage in einem ohnehin schwierigen Marktumfeld, etwa in Europa, nach sich ziehen“, so Daniela Schreiber.

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