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Elektronikproduktion | 20 Februar 2012

FSM Elektronik arbeitet mit Siplace SX

Die FSM ElektronikGmbH in Kirchzarten hat sich in 22 Jahren einen hervorragenden Ruf als Systemlieferant für Akkutechnik, Druckmesstechnik und Trafoschaltrelais erarbeitet. Kennzeichen des Unternehmens: Qualität und Geschwindigkeit.

„In der Regel sind wir einfach viel schneller als unsere Wettbewerber. Das schätzen unsere Kunden. Wir applizieren für unsere Kunden in nur 4 Wochen Produkte und bringen sie in die Serienproduktion“ erklärt Andreas Schlegel, Gesellschafter und Leiter der Fertigung bei FSM. Bei derart eng gelegenen Terminen ist vor allem eines ausschlaggebend: FSM Elektronik muss immer 100 Prozent sicher gehen, dass das Material für die Produktion nicht nur theoretisch, sondern auch tatsächlich im Lager vorhanden ist. Bei der geplanten Neuinvestition in Bestückautomaten war deshalb eines ganz klar vorgegeben: „ein System, das keine Anbindung zu SAP hat, scheidet für uns aus“ legt Andreas Schlegel fest. Das Unternehmen arbeitet heute hochproduktiv mit einer neuen Siplace SX - Linie in Kombination mit Siplace Facts. Am 1. August 2011 feierte die FSM Elektronik ihr nun schon 22-jähriges Bestehen. Einst als kleine Garagenfirma für die Herstellung von Drucksensoren gegründet, wächst das Unternehmen seit 2006 jährlich durchschnittlich um 20 Prozent und beschäftigt heute gut 100 Mitarbeiter. Die Drucksensoren zur Messung extrem kleiner Differenzdrücke unter 1 bar, die also praktisch nur noch als Windhauch wahrzunehmen sind, werden zum Beispiel bei Klimaanlagen eingesetzt und sind immer noch ein Kerngeschäft. Heute sorgt jedoch ein anderer Bereich für das rasante Wachstum: mit der jetzt auch politisch gewünschten Trendwende hin zu alternativen Energiekonzepten ist auch die Nachfrage nach sog. Batterie-Management-Systemen stark angestiegen und macht heute bei FSM 60 Prozent des Umsatzes aus. Und es betrifft alle Bereiche: die Medizintechnik, die professionellen Werkzeugtechnik oder Konsumer- und Freizeitprodukte, wie zum Beispiel E-Bikes. Stets in Höchstgeschwindigkeit: Systemlieferant mit Datenvernetzung „Wir liefern nicht einfach nur Boards, wir sind Systemlieferant für unsere Kunden. FSM Elektronik entwickelt die Baugruppe und produziert sie im eigenen Haus. Unser Entwicklungsteam arbeitet sehr eng mit der Fertigung zusammen – so gibt es keine Probleme in der Produktion. Bei nur wenigen Wochen Zeit vom Funktionsmuster bis zur Serie können wir uns das auch gar nicht leisten“, erklärt Andreas Schlegel. Auch in der Entwicklung setzt FSM auf Daten-Vernetzung. „In unseren Datenbanken sind alle prozessrelevaten Daten hinterlegt, die standardmäßig verwendet werden. Nur Sonderlösungen werden innerhalb der Teams abgesprochen. Das spart Zeit!“ Vernetzung und IT sind auch beim Bestückprozess entscheidend für die FSM Elektronik. Das war Bedingung, als das Unternehmen sich 2010 nach einer neuen Bestücklösung umsah. Die bisher eingesetzten Bestücker funktionierten einwandfrei, allerdings reichte die Leistung nicht mehr aus. Da eine Ausweitung der Fläche nicht möglich war, suchte FSM gezielt nach einer Bestücklösung mit höherer Flächenleistung, die flexibel ist und die Anbindung an das bereits bestehende SAP System bietet. „Nach einigen Gesprächen mit verschiedenen Herstellern stellte sich ziemlich schnell heraus, dass das Siplace System mit Siplace Facts hier einen entscheidenden Vorteil bietet“. Das System gewährleistet eine direkte Anbindung an das ERP-System. An der Maschine werden die Materialverbräuche über Siplace Setup Center erfasst und mittels Siplace Facts im SAP System abgeglichen. Es war sogar möglich, die bestehende Bestücklinie mit in das Siplace System zu integrieren. Andreas Schlegels Vision geht weiter: „in 2012 möchte ich keine Inventur mehr machen müssen!“ Und die Zeichen dafür stehen gut. Höhere Leistung, bessere Qualität Seit Mai 2011 ist die Siplace Lösung mit drei Siplace SX1, Siplace Setup Center und Siplace Facts im Einsatz. „Die Linie mit einem 20-Segement Collect&Place Kopf und zwei Siplace Multistar Bestückköpfen läuft und bringt den Durchsatz, den wir uns erwartet hatten, und dabei haben wir die Linie sicherlich noch nicht ausgereizt. Auf der gleichen Fläche produzieren wir heute deutlich mehr als vorher. Die Leistungs- steigerung verdanken wir zum einen den schnelleren Maschinen, aber auch die spürbaren Qualitätsverbesserungen leisten ihren Beitrag. Bei der AOI Prüfung stellten wir eine massive Fehlerreduktion fest. Und mit den drei Siplace SX1 haben wir über drei weitere nachrüstbare Portale zudem auch zusätzliches Leistungs-Potenzial, das wir noch heben können. So sind wir für die Zukunft bestens gerüstet“, erklärt Andreas Schlegel. Neben einigen Optimierungen, die heute an der Linie laufen, steht nun das Thema Rüstkonzept auf der Prioritätenliste von FSM ganz oben. „Wir haben jetzt fast alle Produkte in Siplace Pro programmiert und einen Überblick, wie oft welches Produkt gefertigt wird. Jetzt können wir uns an das beste Rüstkonzept machen.“ Das richtige Rüstkonzept macht den Unterschied Bei FSM gibt es vier bis fünf Rennerprodukte, von denen 2000-4000 Stück pro Woche produziert werden. Diese Produkte werden fest gerüstet. Zusätzlich fertigt das Unternehmen weitere 450 bis 500 Produkte in kleineren Stückzahlen. 50 Prozent der Produkte haben Losgröße 200 bis 1000 pro Quartal, der Rest hat oft nur Losgröße 50 pro Quartal. Diese Produkte werden momentan extern an einer Dockingstation vorgerüstet und dann werden BE-Wagen getauscht. „Im nächsten Schritt prüfen wir, welches Rüstkonzept für unsere Produktvielfalt ideal ist. Wir können uns gut eine Kombination aus konstanten Tischen und fließendem Rüstwechsel vorstellen, allerdings müssen wir uns das erst genauer ansehen“, erläutert Schlegel. Ganz aktuell werden verschiedene Rüstmodelle analysiert und Lösungsvorschläge mit dem Kunden diskutiert. „Das Siplace Team war für uns immer sehr schnell und flexibel. In unserer Zusammenarbeit mit allen Lieferanten sind uns ein partnerschaftlicher Umgang und schnelle Reaktionszeiten wichtig. Das Software Team, das uns mit Siplace Facts tatkräftig unterstützt hat, aber auch das Applications Center, in dem wir uns vorher die Bestücklösung angesehen haben, und der Service haben immer umgehend reagiert und gemeinsam mit uns an Lösungen gearbeitet. Die Sonderpipette, die wir für ein Bauteil gebraucht haben, war zum Beispiel innerhalb von nur 2 Wochen entwickelt und einsatzbereit. Ich habe das Siplace Team immer als zuverlässigen und schnellen Partner erlebt", erklärt Herr Schlegel abschliessend.
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