Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Elektronikproduktion | 10 Februar 2012

Kapazitätsumbau bei Osram schreitet voran

Osram hat für den jüngst angekündigten Kapazitätsumbau in Deutschland nun die Gespräche zu Konzeptdetails mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen.

Dabei geht es unter anderem um den Großstandort Augsburg, wo über die nächsten drei Jahre ein Anpassungsbedarf von 350 Stellen besteht. In der Zwischenzeit sind die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern über die Umsetzung der Maßnahmen am Standort Berlin gut vorangekommen. Insgesamt erhalten bis zu 230 Mitarbeiter die Möglichkeit, zum Mutterkonzern Siemens in Berlin zu wechseln. „Der Auftakt ist gemacht. Ich wünsche mir im Sinne der Belegschaft, die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern möglichst zügig zu einem einvernehmlichen Abschluss zu bringen“, so Martin Goetzeler, Mitglied des Vorstands der Osram AG. Regulatorische Veränderungen und die weltweit gestiegene Kundennachfrage nach LED-Lösungen treiben das schrittweise Auslaufen traditioneller Lichttechnologien an. Dementsprechend ist eine Kapazitätsabsenkung für diese Produktgruppen im Inland bis 2014 erforderlich. Dabei plant das Unternehmen in den Augsburger Werken mittelfristig rund 350 Stellen abzubauen, unter anderem durch natürliche Fluktuation und Transfers zu anderen Standorten. In zentralen Funktionen plant Osram über die kommenden drei Jahre eine Anpassung von etwa 130 Stellen, vornehmlich am Standort in München. Die Umsetzung wird unter anderem über bereits feststehende Fluktuation, wie Renteneintritt oder Altersteilzeit, geregelt. Dagegen steht alleine im Geschäftsjahr 2011 dieselbe Anzahl an neu geschaffenen Stellen, bedingt durch die Verselbständigung und Gründung der Osram AG. Weitere rund 170 Stellen entfallen insgesamt auf die Standorte Schwabmünchen, Eichstätt und Wipperfürth, wo jeweils ein Anpassungsbedarf im zweistelligen Bereich besteht. Ein erheblicher Teil davon ist bereits über einvernehmliche Regelungen fest vereinbart. Im Januar hatte das Unternehmen angekündigt, in Berlin in den kommenden drei Jahren rund 400 Stellen abzubauen. Bereits im Vorjahr sind etwa 150 Vereinbarungen geschlossen worden. Siemens hatte sich zudem bereiterklärt bis zu 200 Mitarbeiter an Siemens-Standorte in Berlin zu übernehmen. Dieses Transferangebot wurde mittlerweile auf rund 230 erhöht. Bereits nach wenigen Wochen gibt es über 200 Interessenten. Die genannten Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit dem Umbau des Geschäfts von den traditionellen Technologien hin zu lichtemittierenden Dioden, kurz LED. Dafür hatte OSRAM im vergangenen Jahr weltweit rund 1.200 Mitarbeiter eingestellt. Bereits heute erwirtschaftet das Unternehmen etwa ein Viertel seiner Umsätze mit LED-basierter Beleuchtung.
Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
2019.05.21 21:58 V13.3.9-1