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Elektronikproduktion | 14 Dezember 2011

Carl Zeiss: Erstmals über vier Milliarden Euro Umsatz

Carl Zeiss schloss das Gesch√§ftsjahr 2010/11 (Bilanzstichtag: 30. September 2011) mit deutlich gestiegenem Umsatz und Ergebnis gegen√ľber dem Vorjahr ab.
Der Umsatz lag mit 4,237 Milliarden Euro erstmals √ľber der Vier-Milliarden-Marke (Vorjahr: 2,981 Milliarden). Das Ergebnis (EBIT) erreichte 607 Millionen Euro (Vorjahr: 423 Millionen).

Die positive Entwicklung des Gesch√§fts, unterst√ľtzt von einer g√ľnstigen Konjunkturentwicklung zu Beginn des zur√ľckliegenden Gesch√§ftsjahrs, wurde getragen von einem kr√§ftigen organischen Umsatzwachstum (zehn Prozent gegen√ľber dem Vorjahr) besonders in Asien und Amerika, in der industriellen Messtechnik und in den Halbleiter- und Medizintechnikbereichen sowie von der Vollkonsolidierung des Unternehmensbereichs Augenoptik.

‚ÄěWir haben bei fast allen Kennzahlen neue Bestwerte erzielt“, sagte Dr. Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender von Carl Zeiss. ‚ÄěCarl Zeiss hat seinen profitablen und nachhaltigen Kurs fortgesetzt und seine Position als technologisch f√ľhrender, internationaler Konzern weiter gefestigt.“

International stark gewachsen

Der Auslandsanteil am Geschäft belief sich auf 87 Prozent. Besonders stark gewachsen ist der Umsatz in Asien: Das Unternehmen verbuchte hier währungsbereinigt ein Plus von zwölf Prozent und erzielte 626 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr: 542 Millionen). In Amerika legte der Konzern beim Umsatz währungsbereinigt um elf Prozent zu und erwirtschaftete einen Umsatz von 975 Millionen Euro (Vorjahr: 898 Millionen).

Das Gesch√§ft mit Kooperationspartnern entwickelte sich weiter positiv: Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 1,222 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,110 Milliarden). In Europa erzielte der Technologie- konzern ein w√§hrungsbereinigtes Wachstum von neun Prozent. Der Umsatz lag hier bei 1,301 Milliarden Euro ‚ÄĒ 485 Millionen Euro davon gehen auf das Gesch√§ft im Inland zur√ľck (Vorjahr: 1,190 Milliarden, davon 415 Millionen in Deutschland).

Das EBIT (Earnings before Interest and Taxes) lag zum Geschäftsjahresschluss bei 607 Millionen Euro (Vorjahr: 423 Millionen). Vor Steuern lag das Ergebnis bei 569 Millionen Euro (Vorjahr: 324 Millionen). Das Ergebnis nach Steuern betrug 386 Millionen Euro (Vorjahr: 208 Millionen).

Mitarbeiter am Erfolg beteiligt

Zum Stichtag 30. September 2011 beschäftigte Carl Zeiss weltweit 24.192 Mitarbeiter, davon 10.081 an den deutschen Standorten. Zudem bildete das Unternehmen rund 430 junge Menschen in Deutschland aus (Vorjahr: 445). Die Zahl der Beschäftigten ist im Vergleich zum Vorjahr durch die Vollkonsolidierung der Carl Zeiss Vision deutlich gestiegen (30. September 2010: 12.971 Mitarbeiter, davon 8.292 in Deutschland).

Durch die Eingliederung der international breit aufgestellten Augenoptik- sparte stieg der Anteil der Mitarbeiter im Ausland von rund 40 Prozent auf knapp 60 Prozent. Im Gesch√§ftsjahr schuf Carl Zeiss weltweit rund 1.200 neue Stellen. In Deutschland wurden so rund 250 Arbeitnehmer, die bisher √ľber eine Arbeitnehmer√ľberlassung bei Carl Zeiss be- sch√§ftigt waren, in ein direktes Arbeitsverh√§ltnis bei Carl Zeiss √ľbernommen.

Carl Zeiss beteiligte seine Mitarbeiter am Erfolg des Gesch√§ftsjahrs 2010/11. Vollzeitbesch√§ftigte in Deutschland erhielten eine Jahrespr√§mie von 2.000 Euro (brutto) und Genussscheine in H√∂he von 360 Euro. Die Genussscheine sind eine besondere Form der Ergebnisbeteiligung. Die nicht √ľbertragbaren Wertpapiere werden w√§hrend ihrer f√ľnfj√§hrigen Laufzeit verzinst und danach ausgezahlt. F√ľr Mitarbeiter in ausl√§ndischen Konzerngesellschaften gibt es lokale Gewinn- beteiligungsmodelle.

Entwicklung der Unternehmensbereiche

Der Unternehmensbereich Halbleitertechnik erreichte im Gesch√§ftsjahr 2010/11 einen Umsatz von 1,378 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,187 Milliarden). Damit √ľbertraf der Bereich den sehr guten Vorjahreswert um 16 Prozent.

Mit einem Umsatzwachstum von 35 Prozent schloss der Unternehmensbereich Industrielle Messtechnik das Geschäftsjahr ab. Der Umsatz erreichte 394 Millionen Euro (Vorjahr: 292 Millionen Euro).

Der Unternehmensbereich Mikroskopie erzielte im Gesch√§ftsjahr 2010/11 ein Umsatzplus von sieben Prozent gegen√ľber dem Vorjahr. Der Umsatz lag bei 423 Millionen Euro (Vorjahr: 397 Millionen Euro).

Mit einem Umsatz in H√∂he von 854 Millionen Euro schloss der Unternehmensbereich Medizintechnik das Gesch√§ftsjahr 2010/11 ab. Das entspricht einem Zuwachs von 13 Prozent gegen√ľber dem Vorjahr (Vorjahr: 754 Millionen Euro). Aufgrund unterschiedlicher Konsoli- dierungskreise weichen die Werte von den ver√∂ffentlichten Zahlen der Carl Zeiss Meditec AG ab.

Der Unternehmensbereich Augenoptik erzielte einen Umsatz von 849 Millionen Euro. Das entspricht einem leichten R√ľckgang gegen√ľber dem Vorjahr (Vorjahr: 881 Millionen). Im Ge- sch√§ftsjahr 2010/11 wurde der Unternehmens- bereich Augenoptik voll konsolidiert. Im Vorjahr war das Gesch√§ft der Carl Zeiss Vision im Beteiligungsergebnis der Carl Zeiss Gruppe noch anteilig (‚Äěat equity“) ber√ľcksichtigt worden.

Der Unternehmensbereich Markenoptik/Optronik, der das Gesch√§ft mit Ferngl√§sern, Planetarien, Foto- und Film- objektiven sowie optronischen Produkten umfasst, erzielte im Gesch√§ftsjahr 2010/11 einen Umsatz in H√∂he von 316 Millionen Euro (Vorjahr: 312 Millionen). Das entspricht einem Zuwachs von zwei Prozent gegen√ľber dem Vorjahr.

Ausblick

F√ľr das Gesch√§ftsjahr 2011/12 geht Carl Zeiss davon aus, dass sich das Wachstum aus dem abgeschlossenen Gesch√§ftsjahr nicht in der- selben Breite fortsetzen wird. Das Unternehmen geht von einem leicht reduzierten Umsatz aus. ‚ÄěFehlende konjunkturelle Impulse und die um sich greifende Unsicherheit in der globalen Wirtschaft, hervorgerufen unter anderem durch das Problem der hohen Staatsverschuldung, d√§mpfen derzeit den Optimismus“, sagte Kaschke.

Carl Zeiss blickt dennoch zuversichtlich in die Zukunft. Der Konzern ist davon √ľberzeugt, dass mittel- und langfristig insbesondere die asiatischen und lateinamerikanischen M√§rkte weiter sp√ľrbar an Bedeutung gewinnen und sich positiv entwickeln werden. Mit seiner internationalen und breiten Aufstellung, dem ausbalancierten Portfolio, seiner Innovationskraft und seiner Flexibilit√§t ist Carl Zeiss darauf eingestellt.

‚ÄěWir haben uns ein sehr gutes Fundament erarbeitet, um auch weiter- hin unseren langfristig ausgerichteten Wachs- tumskurs verfolgen zu k√∂nnen“, so Kaschke.
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