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Elektronikproduktion | 22 Juli 2011

Markante Zunahme von Bestellungen und Umsatz für Mikron

Verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode hat die Mikron Gruppe den Bestellungseingang, den Umsatz und den Auftragsbestand im ersten Semester 2011 deutlich erhöht.
Erfreulich sind auch die Produktivit√§tsgewinne, die Mikron in den vergangenen zw√∂lf Monaten erzielt hat. Nach einem Verlust in der Vorjahresperiode verzeichnet die Gruppe damit wieder einen positiven EBIT. Ohne die ung√ľnstige W√§hrungsentwicklung h√§tte die Mikron Gruppe im ersten Halbjahr 2011 noch deutlich gr√∂ssere Ertragsfortschritte erzielt.

Im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode hat die Mikron Gruppe im ersten Halbjahr 2011 den Bestellungseingang um 16% auf CHF 127.4 Mio., den Umsatz um 29% auf CHF 104.2 Mio. und den Auftragsbestand um 40% auf CHF 109.8 Mio. gesteigert. In lokalen Währungen der Kunden liegen diese Steigerungsraten um nochmals rund 10% höher. Mikron Machining und Mikron Automation haben beide zum markanten Umsatzwachstum beigetragen.

Geografisch konnte die Mikron Gruppe den Bestellungseingang insbesondere im Hauptmarkt Europa (+8%) und in der Schweiz erhöhen.

Die Entwicklung des Schweizer Frankens im Vergleich zum Euro und zum US-Dollar hat beim Ergebnis deutliche Spuren hinterlassen. Trotzdem konnte die Gruppe den EBIT von CHF -0.3 Mio. auf CHF 3.9 Mio. und das Unternehmensergebnis von CHF -2.0 Mio. auf CHF 2.6 Mio. steigern.

Mikron Machining

Das wirtschaftliche Umfeld f√ľr Mikron Machining war im ersten Halbjahr 2011 grunds√§tzlich gut. Die bereits gegen Ende 2010 stark erholten Absatzm√§rkte haben weiter an Dynamik gewonnen, und die Division hat die Erwartungen beim Bestellungseingang mit CHF 87.4 Mio. deutlich √ľbertroffen (Vorjahr: CHF 58.0 Mio., +51%). Der Umsatz ist breit abgest√ľtzt und hat mit CHF 59.6 Mio. im ersten Halbjahr 2011 ein insgesamt gutes Niveau erreicht (Vorjahr: CHF 47.0 Mio., +27%).

Die im ersten Halbjahr 2011 sehr gut ausgelasteten Kapazit√§ten sind von Mikron Machining gezielt ausgebaut worden. Der deutlich verbesserte EBIT von CHF 2.6 Mio. f√ľr das erste Halbjahr 2011 (Vorjahr: CHF 0.2 Mio.) entspricht den Erwartungen. Negativ ins Gewicht gefallen sind die W√§hrungseffekte. Verbesserungen der Produktivit√§t und das straffe Kostenmanagement haben diese teilweise kompensiert.

Mikron Automation

Neben unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Absatzmärkten prägte im ersten Halbjahr 2011 der starke Franken das wirtschaftliche Umfeld von Mikron Automation. Unter diesen Voraussetzungen war die erwartete Erhöhung des Bestellungseingangs nicht zu erreichen.

Die massive Aufwertung des Schweizer Frankens im Vergleich zum Euro und zum US-Dollar hat der Wettbewerbsfähigkeit des Hauptstandortes in der Schweiz im wichtigsten Absatzmarkt, Deutschland, arg zugesetzt. Während das Investitionsverhalten in der Pharma- und Medizinalindustrie bei grösserem Preisdruck relativ stabil geblieben ist, hat die Automobilzulieferindustrie in Europa wieder kräftig in neue Anlagen investiert.

Der Bestellungseingang liegt mit CHF 40.3 Mio. (Vorjahr: CHF 52.8 Mio., -24%) f√ľr das erste Halbjahr 2011 hinter den guten Vorjahreswerten und den Erwartungen zur√ľck. Der Umsatz lag im ersten Halbjahr 2011 mit CHF 44.9 Mio. (Vorjahr: CHF 34.5 Mio., +30%) trotz negativem W√§hrungseinfluss deutlich √ľber dem noch von der Krise gepr√§gten Wert der entsprechenden Vorjahresperiode.

Der EBIT liegt mit CHF 0.1 Mio. (Vorjahr: CHF -1.0 Mio.) klar hinter den Erwartungen zur√ľck. Die massive und schnelle Aufwertung des Schweizer Frankens war f√ľr Mikron Automation mit einer Verlagerung von Eink√§ufen in den Euro-Raum und mit diversen Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmassnahmen nur ungen√ľgend zu kompensieren.

Ausblick

Die Entwicklung im zweiten Halbjahr ist schwierig abzusch√§tzen. Netto mit Finanzverm√∂gen und mit einer Eigenkapitalquote von 67.7% ist die Mikron Gruppe solide finanziert. Verwaltungsrat und Gruppenleitung halten trotz der W√§hrungssituation am Ziel fest, f√ľr das gesamte Gesch√§ftsjahr 2011 einen Umsatz von gut CHF 200 Mio. und eine EBIT-Marge von 3-4% zu erreichen.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-1