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Komponenten | 29 August 2006

OLED-Displays werden zum Standard bei Mobiltelefonen

Mit dem BenQ-Siemens S88 mit Aktivmatrix Farb-OLED wurde vor wenigen Monaten das erste Mobiltelefon mit OLED-Anzeige (organische Leuchtdiode) vorgestellt. Samsung produziert inzwischen ebenfalls Mobiltelefone mit Farb-OLEDs. Dies zeigt, dass die Technologie sich nun langsam zum Standard bei kurzlebigen KonsumgĂŒtern entwickelt.
OLED gelten bereits seit einiger Zeit als die perfekte Anzeige, da sie dĂŒnner und leistungseffizienter als LCDs sind, eine bessere FarbsĂ€ttigung erreichen und keine Hintergrundbeleuchtung benötigen. Zudem sind die Materialkosten normalerweise 20 Prozent geringer als bei LCDs. Sobald hohe Fertigungsausbeuten erreicht werden, sollten OLEDs damit deutlich billiger werden als LCDs.

Allerdings hatte die OLED-Technologie bislang durch die kurze Lebensdauer der Materialien ein großes Manko. Besonders kritisch ist die unterschiedliche Alterung bei farbigen OLEDs (rot, blau und grĂŒn). So kann sich ein weißer Bildschirm im Lauf einer relativ kurzen Zeit einen krĂ€nklichen GrĂŒnstich aufweisen.

Die zunehmende Verbreitung in Mobiltelefonen verdeutlicht, dass die OLEDs nun eine ausreichende Lebensdauer fĂŒr derartige Anwendungen erreicht haben.

"Die Lebensdauer blauer OLEDs hat ĂŒber die letzten Jahre deutlich verbessert und erreicht jetzt eine Halbwertzeit von ĂŒber 20.000 Stunden (bei 100cd/m2)", sagt Myrddin Jones, CEO von OLED-T, ein Materialzulieferer der OLED-Hersteller. "Das ist zwar noch kĂŒrzer als bei Rot und GrĂŒn, wo ĂŒber 100.000 Stunden erreicht werden, reicht aber fĂŒr einen Dauerbetrieb von ungefĂ€hr 2,5 Jahren. Die meisten Mobiltelefone sind die meiste Zeit im Stand-by-Betrieb, so dass dies problemlos ausreichen sollte."
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