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Komponenten | 08 September 2009

Golfemirat mischt Chipbranche auf

Eine MilliardenĂŒbernahme des Emirats Abu Dhabi macht Hoffnung fĂŒr den Standort Dresden. Die Investmentgesellschaft Atic will den drittgrĂ¶ĂŸten Chipauftragsfertiger der Welt kaufen.
Das Emirat teilte am Montag der FTD mit, Atic biete 1,8 Mrd. $ fĂŒr Chartered Semiconductor aus Singapur. Eine Fusion mit dem Globalfoundries genannten Gemeinschaftsunternehmen mit dessen einzigem Produktionsstandort in Dresden wird nicht ausgeschlossen. Die Araber hatten Ende 2008 angekĂŒndigt, rund 2,1 Mrd. $ fĂŒr einen 56-prozentigen Anteil an einem Joint Venture mit Advanced Micro Devices (AMD) zu investieren. Das im MĂ€rz gestartete Gemeinschaftsunternehmen beschĂ€ftigt rund 2600 Mitarbeiter in Dresden und hat bislang mit ST Microelectronics erst einen weiteren Kunden nach AMD gewinnen können. Die Region hatte nach der Pleite von Qimonda einen RĂŒckschlag erlitten. Die Speicherchiptochter von Infineon meldete im April Insolvenz an. Von den einst 12.000 Mitarbeitern sind noch rund 250 ĂŒbrig geblieben, die einzelne Produktionsteile abwickeln. Mit dem Zukauf des defizitĂ€ren Auftragsfertigers Chartered sichern sich die Araber Zugang zu weiteren ProduktionskapazitĂ€ten und Kunden. Eine Fusion mit Globalfoundries wiederum wĂŒrde dem Joint Venture helfen, weitere Kunden zu gewinnen. Europas grĂ¶ĂŸter Halbleiterstandort in Sachsen hofft nun auf einen Zusammenschluss zwischen Chartered und Globalfoundries. Mit dem Engagement des Emirats Abu Dhabi seien langfristig angelegte Überlegungen verbunden, hieß es im sĂ€chsischen Wirtschaftsministerium.
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