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Komponenten | 10 Juli 2009

Wiederaufbau des BMZ kostet über €3 Mio.

Knapp ein Jahr, nachdem in der Nacht von 21. zum 22. August 2008 ein Brand einen Großteil der Produktions- und Lagerhallen des Batterien-Montage-Zentrum (BMZ) in Karlstein zerstört hat, erfolgte nun der offizielle Spatenstich für den Wiederaufbau eines der modernsten Batterienentwicklungszentren in Europa.
Auf dem BMZ-Gelände werden in den nächsten fünf Monaten 1800 m² Lager- und Produktionsflächen sowie 1400 m² Büroflächen neu entstehen, wobei bei der Planung der drei Gebäude vor allem auf hohen Nutzwert und modernste brandschutztechnische Eigenschaften geachtet wurde. Zu letzteren zählt neben anderen umfangreichen Brandschutzmaßnahmen auch das Flachdach des neuen BMZ-Zentrums, das sich durch mindestens 90 Minuten Widerstandskraft gegen Feuer auszeichnet.

„Das Thema Sicherheit hat in einem auf die Entwicklung und Fertigung von Akkusystemen spezialisierten Unternehmen natürlich höchste Priorität. Wir wollten beweisen, dass Sicherheit, Funktionalität und Ästhetik nicht im Widerspruch stehen müssen, und ich denke, dass uns dies geradezu beispielhaft gelungen ist“, erklärt die Bauingenieurin Dipl.-Ing. Ute Schmitt, die als BMZ-Projektleiterin in enger Zusammenarbeit mit der Firma Deutsche Projektbau den neuen Gebäudekomplex geplant hat.

Zusammen mit dem noch vorhandenen und in das Gesamtkonzept architektonisch einfühlsam integrierten Bestandsgebäude werden dem BMZ nach Fertigstellung der Neubauten am Standort Karlstein insgesamt rund 6000 m² Nutzfläche zur Verfügung stehen. Platz, den man dringend benötigt, denn dass 1994 von Sven Bauer, Thorsten Gotthardt und Claudia Reimer gegründete und nach wie vor inhabergeführte Unternehmen wird nach Aussagen des Managements auch dieses Jahr wieder mindestens 20 Prozent wachsen.

„Unsere Auftragsbücher sind trotz der Wirtschaftskrise bis weit in das nächste Jahr gut gefüllt; so gut, dass wir nach Fertigstellung der neuen Werksgebäude mit Sicherheit nicht ohne Neueinstellungen auskommen werden“, freut sich Geschäftsführer Thorsten Gotthardt, beim BMZ für die Bereiche Produktion, Lager und Versand verantwortlich.

Allein mit baulichen und personellen Maßnahmen sei so ein rasantes Wachstum auf Dauer laut Gotthardt allerdings nicht zu bewältigen. „Dank unserer langjährigen Erfahrung in der Entwicklung und Konfektionierung komplexer Akku-Systeme konnten wir bereits im Vorfeld des Neubaus die Verfahren und Abläufe so optimieren, dass nach der Fertigstellung größtmögliche Effizienz in der Entwicklung, der Lagerhaltung und der Produktion gewährleistet ist. Das neue Batterien-Montage-Zentrum wird nach seiner Fertigstellung definitiv zu den modernsten und innovativsten Einrichtungen seiner Art in Europa zählen“, ist sich Gotthardt sicher.

Der Neubau erfolgt gerade zur rechten Zeit, denn mit der Verfügbarkeit neuartiger Batterie-Zellen gewinnen Akkusysteme in der mobilen Stromversorgung immer mehr an Bedeutung. So erschließen zum Beispiel High Power Lithium Mangan Zellen durch ihre hohe Energiedichte, die extrem geringe Selbstentladung, ihre Unempfindlichkeit gegen niedrige Temperaturen, ihre Langlebigkeit und einer Stromfestigkeit von bis zu 30 A völlig neue Anwendungen in Bereichen wie Bohrhämmer, Schiffsantriebe, tragbare Staubsauger, motorgetriebene Fahrräder, mobile Beleuchtungskörper etc. Thorsten Gotthardt sieht denn für das BMZ auf absehbare Zeit auch beste Voraussetzungen für weiterhin deutlich zweistellige Wachstumsraten per anno: „Solange wir für unseren Standort Karlstein noch genügend geeignete Mitarbeiter finden, gibt es nichts, was unser Wachstum in den nächsten Jahren nachhaltig bremsen könnte“, so der BMZ-Manager.

Die vollständige Rückkehr der Belegschaft aus den Produktionsstätten im hessischen Rödermark ist für Ende diese Jahres geplant, in der Endausbauphase sollen dann in der BMZ-Zentrale in Karlstein bis zu 300 hochmoderne Arbeitsplätze entstehen.


Gaben mit ihrem gemeinsamen Spatenstich das offizielle Startsignal für den Neubau eines der modernsten Akku-Entwicklungs- und -Fertigungszentren Europas (v.l.): Dipl.-Ing. Helmut Brückner, Niederlassungsleiter Deutsche Projektbau und Architekt des BMZ-Bauprojekts, Karlsteins Bürgermeister Winfried Bruder, BMZ-Geschäftsführer Thorsten Gotthardt, Dr. Ullrich Reuter, Landrat des Landkreises Aschaffenburg und Dipl.-Ing. Ute Schmitt , Bauingenieurin & Projektleiterin beim BMZ.

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