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Komponenten | 09 Mai 2008

Jenoptik steigerte Quartalsergebnis deutlich

Der Jenoptik-Konzern hat das Q1/08 mit 129,2 Mio Euro Umsatz und damit einem leichten Zuwachs abgeschlossen (i.Vj. 128,8 Mio Euro).
Der Anteil des Auslandsumsatzes reduzierte sich auf 45% (i.Vj. 60%), da dem Q1/08 ein veränderter Umsatzmix zugrunde lag: Während das Segment Verteidigung & zivile Systeme den Umsatz deutlich steigerte, blieben die Umsatzbeiträge des Segments Messtechnik erwartungsgemäß unter dem sehr guten Vorjahresniveau.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit des Konzerns (Konzern-EBIT) lag mit 9,2 Mio Euro leicht über dem des Vorjahreszeitraums (i.Vj. 9,0 Mio Euro) - trotz deutlich niedrigerer Ergebnisbeiträge des Segments Messtechnik und einer gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund ein Drittel geringeren Aktivierung von F+E-Leistung. Diese belastete das Ergebnis kurzfristig, vermindert langfristig jedoch das Risiko ungeplanter Abschreibungen. Im Konzern-EBIT enthalten ist ein im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum positiver EBIT-Beitrag der Sonstigen (Holding, Immobilien, Konsolidierung) in Höhe von 0,6 Mio Euro (i.Vj. minus 1,8 Mio Euo), zurückzuführen auf einen mit knapp 1,8 Mio Euro positiven Effekt aus der Auflösung des Finanzierungsleasings für eine Immobilie.

Das Finanzergebnis des Konzerns verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum infolge der Entlastung des Zinsergebnisses um 1,4 Mio Euro auf minus 4,8 Mio Euro (i.Vj. minus 6,2 Mio Euro). Es zeigte sich wie angekündigt der deutlich geringere Saldo zwischen Zinserträgen und -aufwendungen und damit die positiven Effekte aus der vorfristigen Anleihetilgung im Herbst 2007. Im Zuge dessen verbesserte sich das Vorsteuerergebnis auf 4,4 Mio Euro, was einem Zuwachs um rund 57% gegenüber den nur 2,8 Mio Euro im 1. Quartal des Vorjahres entsprach. Damit wies der Jenoptik-Konzern ein positives Ergebnis nach Steuern aus, das mit 3,2 Mio Euro das Vorjahresniveau um 18,5 überstieg (i.Vj. 2,7 Mio Euro).

Der Auftragseingang des Konzerns belief sich in den ersten drei Geschäftsmonaten 2008 auf 138,8 Mio Euro und lag damit nahezu auf Vorjahresniveau (i.Vj. 140,9 Mio Euro). Die Segmente Laser & Optische Systeme sowie Messtechnik steigerten den Auftragseingang leicht, im Segment Verteidigung & zivile Systeme lag er etwas unterhalb des hohen Vorjahresniveaus. Hier kamen Ende 2007/ Anfang 2008 zwei Großaufträge, die größtenteils aber schon der Auftragseingang des 4. Quartals enthielt. Der Auftragsbestand des Gesamtkonzerns lag per 31. März 2008 bei 448,7 Mio Euro und damit knapp 10 Mio Euro über dem Niveau vom Jahresende 2007 (per 31.12.2007: 439,5 Mio Euro).

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen verzeichneten mit 7,6 Mio Euro einen Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum (i.Vj. 8,2 Mio Euro), was auf die konsequente Bereinigung des Konzernportfolios mit der Beendigung von einzelnen F+E-Themen im Verlauf des Jahres 2007 zurückzuführen ist.

Per 31. März 2008 waren 3.437 Mitarbeiter im Jenoptik-Konzern beschäftigt (per 31.12.2007: 3.436 Mitarbeiter). Insgesamt blieb die Mitarbeiterzahl damit gegenüber Ende 2007 nahezu konstant, da sich Veränderungen der Mitarbeiterzahl der Segmente im Saldo nahezu ausglichen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (vor Steuern) betrug 8,1 Mio Euro (i.Vj. 10,6 Mio Euro). Dabei lag das operative Ergebnis vor Working-Capital-Veränderungen mit 16,9 Mio Euro auf Vorjahresniveau (i.Vj. 16,8 Mio Euro). Der Aufbau von Working Capital in Höhe von 2,3 Mio Euro fiel infolge eines aktiven Working-Capital-Managements im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Mio Euro niedriger aus. Wesentliche Ursache für den im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Cashflow sind Auszahlungen für Steuerverbindlichkeiten, besonders von Umsatzsteuerzahlungen infolge des umsatzstarken 4. Quartals 2007.

Der Jenoptik-Konzern hält an den Ende März 2008 gegebenen Prognosen für das Gesamtjahr 2008 fest. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sich das konjunkturelle Umfeld nicht signifikant verschlechtert.

Auf Basis der neuen Konzernstruktur, mit der der Jenoptik-Konzern seit 1. Januar 2008 auftritt, optimieren alle Sparten und Geschäftsbereiche aktuell ihre Strukturen und Prozesse. Dieser umfassende Prozess, der durch ein aktives Change Management begleitet wird, startete mit Auftaktveranstaltungen Anfang 2008 in den Sparten Verteidigung & zivile Systeme sowie Verkehrssicherheit. Im Shared Service Center hat die Zusammenfassung der konzernweiten und bisher höchst unterschiedlich strukturierten IT- und Beschaffungsaktivitäten begonnen. Der 2007 implementierte rollierende Strategieprozess wird 2008 auf die Sparten übertragen. Ein konzernweites Innovationsmanagementsystem wird im 2. Halbjahr 2008 starten.

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