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Markt |

Neue High-Performance Parabolantennen übergeben

Schwarze Löcher soll es unter anderem aufspüren, schnell rotierende Neutronensterne erkennen und einen Blick zurückwerfen, in eine Zeit, in der Sterne und Galaxien noch nicht geboren waren: Das MeerKAT-Radioteleskop mit seinen 64 Parabolantennen in der südafrikanischen Karoo-Halbwüste wird jetzt um 14 neue Antennen erweitert.

Wie es in einer Mitteilung von OHB heißt, werden die Radioschüsseln schrittweise in das „Square Kilometre Array“ (SkA) integriert, ein internationales Projekt zum Aufbau des größten Radioteleskops der Welt mit Standorten im südlichen Afrika und in Australien. Die erste der neuen High-Performance Parabolantennen konnte die OHB Digital Connect GmbH, ein Tochterunternehmen des Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE, jetzt an das Max-Planck-Institut für Radioastronomie und die südafrikanischen Betreiber übergeben.

„Es ist fantastisch zu sehen, dass diese erste SKA-Antenne fertiggestellt wurde. Dies ist eine Leistung von Partnern aus Wissenschaft und Industrie, national und international. Und ich kann es kaum erwarten, die ersten Daten von der Antenne zusammen mit dem Rest des Arrays zu sehen,“ so Prof. Dr. Michael Kramer, Direktor am Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn.

„Die neuen Antennen sind explizit mit Blick auf ihre Integrierbarkeit in das SKA entwickelt worden. Diese technische Herausforderung zu meistern und die Entwicklung des Designs der neuen Antennen, war nur möglich durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem MPI für Radioastronomie“, ergänzt Fabrice Scheid, Geschäftsführer des Mainzer Standortes von OHB Digital Connect.

Die neuen High-Performance Antennen für die MeerKAT-Erweiterung haben einen Durchmesser von rund 15,5 Metern, der Antennenturm ist 8 Meter hoch. Zusammengebaut ergibt sich eine Gesamthöhe von 24 Metern. 

Die einzelnen Segmente der Radioschüssel werden per Schiff nach Kapstadt geliefert, mit schwerem Gerät in die Wüste transportiert und vor Ort zusammengebaut. Bei OHB Digital Connect in Mainz wird vorab das Servo-System gebaut, also die Elektronik, die sicherstellt, dass sich der Motor bewegt, um die Antenne später sehr genau auszurichten. Um eine Observation mit der Antenne durchführen zu können, sei eine sehr genaue Positionierung an einen Punkt notwendig, aber auch während sich die Schüssel bewegt, müsse eine Genauigkeit von nur wenigen Bogensekunden erreicht werden und das bei unterschiedlichen Windverhältnissen, heißt es in der Mitteilung.

„Das Servo-System-Design der Antennen muss sicherstellen, dass es selbst nur extrem wenig RF-Störsignale emittiert, da dieses Signal im ähnlichen Frequenzbereich liegt wie die Signale, die aus dem All empfangen werden. Durch aufwendige Schirm-Maßnahmen und Zusatzfilter haben wir dies erreicht“, so Fabrice Scheid.


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2024.04.15 11:45 V22.4.27-2
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