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© TUV SUD Markt | 24 Oktober 2022

TÜV SÜD und EIT InnoEnergy gemeinsam gegen Fachkräftemangel

TÜV SÜD und EIT InnoEnergy wollen in Deutschland dem Fachkräftemangel im Zukunftssektor Batterien gemeinsam entgegenwirken. Hierzu wird die TÜV SÜD Akademie, einer der nach eigenen Angaben führenden Anbieter beruflicher Aus- und Weiterbildung im deutschsprachigen Raum, zahlreiche Trainingsinhalte der EBA-Akademie in ihr Kursprogramm aufnehmen, vermarkten und durchführen. Das berichten die Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Die 2021 von EIT InnoEnergy ins Leben gerufene Lernplattform der Europäischen Batterieallianz (EBA) deckt die gesamte Themenbandbreite der Batterieindustrie ab. Im Zusammenspiel mit nationalen Bildungspartnern wie der TÜV SÜD Akademie sollen so bis 2025 hunderttausende Fachkräfte qualifiziert werden. EIT InnoEnergy wird vom Europäischen Institut für Innovation und Technologie (EIT), einer Körperschaft der Europäischen Union, unterstützt.

Europaweit befinden sich nach aktuellem Stand 37 Gigafabriken in unterschiedlichen Stadien der Entstehung. Allein in Deutschland sollen in den nächsten Jahren zehn dieser Großfabriken an den Start gehen, darunter Teslas Batteriefabrik in Grünheide, die von Volkswagen in Salzgitter, Northvolt 3 in Heide und CATLs Werk in der Nähe von Erfurt. Laut Benchmark Minerals werde bereits 2024 der europäische Anteil an der Batteriezellfertigung bei rund 15 Prozent und damit weltweit an zweiter Stelle hinter China liegen – noch vor den USA und dem Rest Asiens. Aus heutiger Perspektive sei so eine jährliche Wertschöpfung von 250 Milliarden Euro in Europa ab 2025 realistisch. Dadurch könnten bis zu 4 Millionen Arbeitsplätze im Batteriesektor entstehen.

„EIT InnoEnergy hat über viele Jahre enorme Batterie-Expertise aufgebaut und in hochwertige Bildungsinhalte gegossen. Und wir haben exzellente Hebel und etablierte Formate, diese in die Breite zu tragen“, sagt Jörg Schemat, Sprecher der Geschäftsführung der TÜV SÜD Akademie.


Für eine Fabrik mit einer angestrebten Produktionsmenge von 30 GWh würden von der Planung bis zur Volumenfertigung im Schnitt rund 3.300 Mitarbeiter benötigt. Und die Zellfertigung sei dabei nur ein Ausschnitt der gesamten Wertschöpfungskette. 

„Dass sich die überaus positive Entwicklung in der deutschen und europäischen Batterieindustrie in gleicher Weise fortsetzt, ist kein Selbstläufer. Neben kritischen Rohstoffen wie Lithium, Kobalt oder Nickel ist die Verfügbarkeit gut ausgebildeter Fachkräfte der derzeit größte Flaschenhals auf dem Weg zu dem anvisierten 250 Milliardenmarkt. Mit TÜV SÜD und seiner Akademie haben wir einen der renommiertesten Bildungsanbieter Deutschlands als Partner für unsere EBA-Akademie gewonnen“, so Christian Müller, Mitglied des Vorstands von EIT InnoEnergy.


Nach Schätzungen der Europäischen Batterieallianz wird im europäischen Batteriesektor bis 2025 eine Angebotslücke von bis zu 800.000 Fachkräften klaffen. In Deutschland werden laut Prognose der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität bis 2030 rund 65.000 Fachkräfte fehlen, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird. 

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