Anzeige
Anzeige
© ESA Markt | 10 Mai 2021

Arktis-Wettersatellit der ESA fliegt mit Energiesystem von RUAG Space

RUAG Space hat den Auftrag erhalten, das Energiesystem für den Prototyp des Radiometer-Instruments des Arctic Weather Satellite (AWS) zu liefern. Der Auftrag beinhaltet eine Option für 16 weitere Flugmodelle für die geplante AWS-Konstellation.

Der Prototyp für die Mission "Arctic Weather Satellite" (AWS), die derzeit von der ESA mit OHB Schweden als Mission Prime entwickelt wird, ist der Vorläufer einer möglichen Satellitenkonstellation, die einen nahezu konstanten Strom von Temperatur- und Feuchtigkeitsdaten von jedem Punkt der Erde aus liefern würde. Damit wären erstmals sehr kurzfristige Wettervorhersagen – das so genannte "Nowcasting" – in der Arktis möglich und könnten Stürme oder extreme Wetterbedingungen besser vorhersagen. OHB Schweden leitet das Industriekonsortium für die AWS-Mission. Omnisys Instruments in Schweden ist der Hauptauftragnehmer für das Instrument, von dem RUAG Space in Tampere nun den Auftrag erhalten hat, das Stromversorgungssystem für das Radiometer-Instrument des Prototyps zu liefern, einschliesslich Konstruktion, Fertigung, Tests und Lieferung. Anders Linder, Leiter der Produktgruppe Elektronik bei RUAG Space, kommentiert: "Was AWS als ESA-Projekt auszeichnet, ist, dass es den New Space Arbeitsansatz verfolgt. Das bedeutet, dass kostengünstige Komponenten in Automobilmanier verwendet und agile Entwicklungsmethoden angewandt werden. Unser Team ist fest entschlossen, zu zeigen, was durch die Anwendung eines hochmodernen Ansatzes hier erreicht werden kann. Wir freuen uns darauf, die Herausforderung mit unserem Kunden Omnisys Instrument Sweden anzupacken und mit dem gesamten AWS-Konsortium für eine erfolgreiche Mission zusammenzuarbeiten." Das Power System von RUAG Space soll im vierten Quartal 2022 ausgeliefert werden. Der Start des etwa 120 Kilogramm schweren Prototypsatelliten ist für 2024 geplant. Auf den jetzt bestellten Prototyp soll eine Konstellation von 16 AWS-Satelliten folgen. Vorbehaltlich einer Folgeentscheidung nach dem Prototyp würde die Konstellation mit EUMETSAT, der europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten, nach dem bei Meteosat und MetOp bewährten Kooperationsmodell umgesetzt werden.
Weitere Nachrichten
2021.05.27 14:20 V18.18.11-1