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© TSMC Markt | 21 April 2021

TSMC prüft Auswirkungen des Stromausfalls

Nachdem es in der TSMC-Fabrik Fab14 P7 im Southern Taiwan Science Park am 14. April zu einem Stromausfall gekommen war, werden nun die weiteren Auswirkungen geprüft. Das hat das Unternehmen jetzt mitgeteilt.

Bei Bauarbeiten in der Nähe war versehentlich ein unterirdisches Stromkabel durchtrennt worden. Nach neuesten Untersuchungen von TrendForce macht die Anlage etwa 4 Prozent der gesamten 12-Zoll-Wafer-Foundry-Kapazität von TSMC und etwa 2 Prozent der weltweiten 12-Zoll-Wafer-Foundry-Kapazität aus. TSMC ermittele derzeit noch die genauen Zahlen für die Wafer, die aussortiert werden müssen und die Wafer, die nachbearbeitet werden können. Nach letzten Informationen wurde die Stromversorgung des Werksgeländes am 14. April umgehend wiederhergestellt. Obwohl die unterbrechungsfreie Diesel-Stromversorgung der Anlage sofort ansprang als das Stromkabel durchtrennt wurde, gab es dennoch eine kurze Phase der Stromunterbrechung und des Spannungsabfalls. Infolgedessen kam es bei einigen Anlagensystemen vorübergehend zu Unregelmäßigkeiten im Betrieb oder zu Fehlfunktionen. Aufgrund früherer Erfahrungen mit ähnlichen Vorfällen geht TrendForce davon aus, dass es 2 bis 7 Tage dauern wird, bis die Anlagensysteme neu kalibriert sind, so dass sie wieder in den Normalbetrieb übergehen können. Für TSMC hat dieser Stromausfall Auswirkungen auf den Umsatz und die Produktion. In Bezug auf den Umsatz zeigt die Analyse von TrendForce, dass die Entsorgung der Wafer, die für eine Nachbesserung zu stark beschädigt sind, eine Umsatzeinbuße von 10 bis 25 Millionen US-Dollar zur Folge haben wird. Dieser Betrag entspricht weniger als 0,1 Prozent des jährlichen Gesamtumsatzes von TSMC. In Bezug auf die Produktion enthalten die Fab14 P7-Anlagen 45/40nm- und 16/12nm-Produktionslinien. Der Ausfall werde in erster Linie Endprodukte wie Smartphones und Automobile beeinträchtigen, da Automobilchips, die derzeit extrem knapp sind, auf den 45/40nm-Nodes hergestellt werden und 45/40nm-Kapazitäten zu den unzureichendsten unter allen Foundry-Kapazitäten gehören. Weiter heißt es bei TrendForce, dass Kunden wie NXP, Renesas und Sony die Hauptlast der Auswirkungen des Ausfalls tragen. Die CIS-40nm-CIS-Logic-Products von Sony werden hauptsächlich für High-End-Smartphones geliefert. Da Sony diese Produkte jedoch auch in seinen eigenen Anlagen fertigt, würden die Lieferungen von Sony kurzfristig vergleichsweise unbeeinflusst bleiben, selbst wenn TSMC diese Charge von Wafern vollständig ausrangieren würde. Nachdem sich der Automobilmarkt in 2H20 allmählich erholt hatte, war es zu Engpässen bei MCUs für die Automobilindustrie gekommen, da die Autohersteller nicht genügend Lagerbestände hatten. Darüber hinaus brach am 19. März in der 12-Zoll-Fertigung von Renesas in Naka ein Feuer aus, in dessen Folge die Reinräume der Fabrik schwer beschädigt wurden. Bis jetzt wurde die Produktion in der Fabrik in Naka noch nicht wieder aufgenommen. Da TSMC einen Teil seiner Produktionskapazitäten in Fab14 als Ersatz für die Naka-Fab für diese Produkte verwendet, glaubt TrendForce, dass der Stromausfall den Mangel an MCUs für die Automobilindustrie in Zukunft wahrscheinlich noch verschärfen wird.
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2021.05.12 10:24 V18.17.4-2