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© abb Design Analysen | 28 Oktober 2020

ABB legt neue Quartalszahlen vor

Das Geschäftsumfeld ist bei ABB auch im dritten Quartal aufgrund der COVID-19-Pandemie herausfordernd geblieben. Die Nachfrage habe sich gegenüber dem Vorjahresquartal in allen Regionen abgeschwächt, wenngleich sich die kräftige Erholung in China positiv auf die Auftragslage auswirke, insbesondere im Bereich Robotik, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die positive Entwicklung im kurzzyklischen Produktgeschäft wurde durch rückläufige Grossaufträge und die anhaltenden Einschränkungen im Servicegeschäft aufgehoben. Die operativen Margen des Konzerns wurden durch Belastungen im Nichtkerngeschäft und einen Verlust im Geschäftsbereich Industrieautomation im Zusammenhang mit dem Kusile-Projekt in Südafrika beeinträchtigt. Ohne diese Effekte waren die Margen robust, gestützt auf die laufenden Kostensenkungsmassnahmen in allen Geschäftsbereichen und die deutlichen Fortschritte des Geschäftsbereichs Elektrifizierung bei der Integration von GEIS sowie dem Turnaround von Installation Products. Der Geschäftsbereich Antriebstechnik konnte seine solide Performance fortsetzen. Der Auftragseingang ging im Berichtsquartal gegenüber der Vorjahresperiode um 9 Prozent zurück (8 Prozent auf vergleichbarer Basis). Effekte aus der Währungsumrechnung wirkten sich neutral aus, während Portfolioänderungen zu einem negativen Nettoeffekt von 1 Prozent führten. Der Auftragsbestand lag zum Ende des Quartals bei 13.878 Millionen US-Dollar. In Europa sank der Auftragseingang bei uneinheitlichen Ergebnissen auf Länderebene um 9 Prozent (10 Prozent auf vergleichbarer Basis). Schweden, Norwegen und die Niederlande erzielten solide Zuwächse, während die Aufträge in den meisten anderen Ländern einschliesslich der Schweiz, Grossbritannien, Italien und Spanien gegenüber der Vorjahresperiode zurückgingen. In Deutschland verringerte sich der Auftragseingang um 11 Prozent (14 Prozent auf vergleichbarer Basis). Auf dem amerikanischen Kontinent, wo fast alle Länder rückläufige Aufträge meldeten, sank der Auftragseingang um 14 Prozent (11 Prozent auf vergleichbarer Basis). Die USA verzeichneten einen Rückgang um 13 Prozent (12 Prozent auf vergleichbarer Basis). In der Region Asien, Naher Osten und Afrika (AMEA) gab der Auftragseingang um 1 Prozent nach (2 Prozent auf vergleichbarer Basis). Indien, Japan und Singapur wiesen erhebliche Auftragseinbussen aus, während die Auftragsentwicklung in Südkorea robust war. In China legten die Aufträge um 7 Prozent zu (8 Prozent auf vergleichbarer Basis). In der Fertigungsindustrie war der Auftragseingang durchwachsen. Während der Konzern insbesondere von Aufträgen aus dem Automobil- und 3C-Sektor profitierte, war die Nachfrage in der Maschinenbaubranche schwach. Einige Absatzmärkte wie die Nahrungs- und Genussmittelbranche und Logistikindustrie erzielten dagegen kräftige Zuwächse. In der Prozess- und Energieindustrie schwächten sich die Aktivitäten im Berichtsquartal deutlich ab. Serviceaktivitäten wurden erneut durch Reisebeschränkungen und den kundenseitigen Aufschub von Serviceausgaben gebremst. Auch Investitionsprojekte werden weiter zurückgestellt, da die meisten Kunden sich auf die eingetrübten Nachfrageaussichten einstellen. Im Verkehrs- und Infrastruktursektor lagen Investitionen in den Segmenten Bahn, Elektromobilität, Windkraft und Rechenzentren auf solidem Niveau. Auch im Segment der Energieverteilerunternehmen war die Auftragslage robust. Im Schifffahrtssektor gingen die Aktivitäten dagegen stark zurück. Der Haus- und Gebäudesektor zeigte sich – abhängig von der Region – durchwachsen. Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit belief sich auf 71 Millionen US-Dollar. Das Quartalsergebnis beinhaltet eine Goodwill-Wertminderung von annähernd 311 Millionen US-Dollar und Belastungen in Höhe von 203 Millionen US-Dollar infolge geänderter Verpflichtungen im Zusammenhang mit verkauften Unternehmensteilen. Darüber hinaus spiegelt das Ergebnis regelmäßige nicht-operative Positionen einschliesslich Beträgen aus zeitlichen Bewertungsdifferenzen bei Rohstoffen und Devisen sowie Restrukturierungs- und Integrationskosten wider. Das operative EBITA sank um 2 Prozent (5 Prozent in Lokalwährungen) auf 787 Millionen US-Dollar. Die operative EBITA-Marge erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 30 Basispunkte auf 12,0 Prozent. Der Geschäftsbereich Elektrifizierung konnte seine Margen gegenüber der Vorjahresperiode verbessern, während die anderen Geschäftsbereiche rückläufige Margen verzeichneten, hauptsächlich bedingt durch geringere Absatzmengen. Konzernaufwand & Sonstiges verbesserte sich gegenüber dem dritten Quartal 2019 um 24 Millionen US-Dollar. Gründe hierfür waren der Wegfall von Stranded Costs und geringere laufende Corporate-Kosten, denen höhere Belastungen im Nichtkerngeschäft gegenüberstanden. Die operative EBITA-Marge von 12 Prozent umfasst eine Minderung um 80 Basispunkte aufgrund des vorgeschlagenen Vergleichs mit Eskom im Zusammenhang mit dem Kusile-Projekt in Südafrika, was zu einer weiteren Neubewertung des Projekts führte. Ebenfalls enthalten ist ein negativer Effekt von 130 Basispunkten aus den vorgenannten Belastungen im Nichtkerngeschäft. Der auf ABB entfallende Konzerngewinn lag bei 4.530 Millionen US-Dollar und beinhaltete den Gewinn der nichtfortgeführten Aktivitäten in Höhe von 5,0 Milliarden US-Dollar. Dieser umfasste einen Vorsteuer-Buchgewinn von 5,3 Milliarden US-Dollar aus dem Verkauf von Power Grids und den Ertragssteueraufwand im Zusammenhang mit der Veräußerung. Darüber hinaus wies ABB nicht-operative Pensionsaufwendungen in Höhe von 343 Millionen US-Dollar aus. In den fortgeführten Aktivitäten betrug der Ertragssteueraufwand 164 Millionen US-Dollar. Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit belief sich auf 408 Millionen US-Dollar, gegenüber 670 Millionen US-Dollar im dritten Quartal 2019. Im Cashflow-Ergebnis enthalten war eine Belastung in Höhe von 273 Millionen US-Dollar aus einem Mittelabfluss im Zusammenhang mit der Übertragung einiger Pensionspläne. Vorteilhafte Zeitpunkte von Steuerzahlungen und die günstige Entwicklung des Nettoumlaufvermögens wirkten sich positiv auf den Cashflow aus. Dadurch konnte der Effekt der schwächeren Geschäftsaktivitäten abgefedert werden. Das Nettoumlaufvermögen betrug zum Quartalsende 12,5 Prozent des Umsatzes. „Die Corona-Pandemie hat auch im dritten Quartal den Umsatz in allen Geschäftsbereichen beeinträchtigt. Gleichzeitig konnten wir jedoch eine starke zugrunde liegende Performance verzeichnen. Dazu haben die kräftige Erholung in China und unsere laufenden Massnahmen zur Kostensenkung beigetragen“, sagt Björn Rosengren, CEO von ABB. „Wir treiben die Dezentralisierung des Konzerns und die laufende Portfolioprüfung konsequent voran und führen unser Aktienrückkaufprogramm wie geplant durch“.
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