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© Meyer burger Markt | 06 Mai 2020

Meyer Burger denkt über schwimmenden Solarpark in Nordrhein-Westfalen nach

Meyer Burger prüft den Bau einer Fabrik für hocheffiziente Solarzellen und Module in Deutschland. In dem Werk sollen nach Willen von CEO Gunter Erfurt Heterojunction-Solarmodule produziert werden, die in schwimmenden Solarparks im Rheinischen Revier verbaut werden.

Damit könne ein Photovoltaik-Kraftwerk mit zehn Gigawatt Leistung entstehen und Nordrhein-Westfalen als Energieregion erhalten bleiben, sagte Erfurt in einem Interview mit Radio Rur. Im vergangenen Jahr hatte Meyer Burger mit REC und Oxford PV zwei strategische Partnerschaften abgeschlossen, um seine Hocheffizienz-Technologie weiter zu entwickeln und in die Produktion zu bringen. Nun erwägt der Schweizer Photovoltaik-Anlagenbauer selbst eine Fertigung in Deutschland hochzuziehen. Derzeit werde der Aufbau einer Produktion für hocheffiziente Solarzellen und Solarmodule basierend auf der Heterojunction-Technologie in Deutschland evaluiert. Der genaue Standort sei jedoch noch offen – auch ob Meyer Burger die Pläne tatsächlich umsetzen könne. Erfurt hat allerdings schon konkrete Vorstellungen, wo die hocheffizienten Solarmodule verbaut werden sollen. Im Tagebauloch Hambach könnten sie für einen riesigen schwimmenden Solarpark installiert werden. Mit der Hocheffizienz-Technologie könnte ein Photovoltaik-Kraftwerk mit rund zehn Gigawatt Leistung entstehen, was den dort derzeit betriebenen Kohlekraftwerken Weisweiler, Neurath, Niederaußem und Frimmersdorf entspreche. Nordrhein-Westfalen werde so auch nach dem Kohleausstieg in Deutschland als wichtige Energieregion Deutschlands erhalten, sagt Erfurt weiter. Zugleich ließe sich mit dem geplanten Werk und dem schwimmenden Photovoltaik-Kraftwerk ein Teil der rund 10.000 wegfallenden Arbeitsplätze in der Kohleindustrie in der Region kompensieren. Einen weiteren Pluspunkt sieht er darin, dass der schwimmende Solarpark während der auf 30 Jahre angelegten Flutung des Tagebaulochs weniger Wasser verdunsten lasse, bis der dann größte See Nordrhein-Westfalens entstanden sei.
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