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© Leoni Design Analysen | 30 März 2020

Leoni bleibt bei Umsatz, Ergebnis und Free Cashflow im Rahmen der Prognose

Leoni hat im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 4,8 Milliarden Euro (2018: 5,1 Milliarden Euro) erreicht. Das Unternehmen erzielte dabei ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vor Sondereffekten sowie vor VALUE 21- Kosten von ‑66 Millionen Euro (2018: 157 Millionen Euro) und einen Free Cashflow von ‑308 Millionen Euro (2018: ‑140 Millionen Euro, angepasst). Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

„Unser wichtigster Erfolg aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr war die fortlaufende Stabilisierung unserer Geschäftsentwicklung. Dazu haben insbesondere die wesentlichen Fortschritte bei der Umsetzung des Performance- und Strategieprogramms VALUE 21 beigetragen. Die positive Entwicklung des Free Cashflow zeigt, dass wir uns grundsätzlich auf dem richtigen Kurs befinden“, sagt Aldo Kamper, Vorstandsvorsitzender der Leoni AG. „Trotzdem erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr wesentliche Herausforderungen im Zusammenhang mit der rapiden Ausbreitung von Covid-19. Wir haben darauf schnell reagiert und in den vergangenen Wochen bereits eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, die zur Sicherung des Fortbestands des Geschäftsbetriebs beitragen“, fügt Kamper hinzu. Der rückläufige Umsatz von 4,8 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2019 sei vor allem auf die schwächere Nachfrage aus der Automobilindustrie zurückzuführen, die sowohl bei Bordnetz-Systemen als auch bei Fahrzeugleitungen zu Volumeneinbußen führte. Das Geschäft mit Spezialkabeln und Kabelsystemen für die Industrie entwickelte sich ebenfalls rückläufig. Das berichtete Konzern-EBIT belief sich auf - 384 Millionen Euro (2018: 144 Millionen Euro). Neben Kosten für VALUE 21 in Höhe von 86 Millionen Euro (2018: 2 Millionen Euro) sind hier ebenfalls nicht liquiditätswirksame Abwertungen von Anlagevermögen enthalten sowie Rückstellungen für künftig erwartete Verluste aus bestehenden Aufträgen, die über einen mehrjährigen Zeitraum liquiditätswirksam werden könnten. Weitere Sondereffekte ergaben sich aus Maßnahmen im Zusammenhang mit der Refinanzierung und der Vorbereitung der Abspaltung des Unternehmensbereichs Wire & Cable Solutions. Das Performance- und Strategieprogramm VALUE 21 stärkte das Unternehmen im Jahresverlauf und liegt nach wie vor im Plan, ab 2022 jährliche Brutto-Kosteneinsparungen von 500 Millionen Euro zu erzielen. Der Fortschritt in der Umsetzung des Programms belastete einerseits 2019 das Unternehmen durch höhere Kosten. Andererseits führten Maßnahmen wie das deutlich verbesserte Forderungs- und Vorratsmanagement zu einer positiven Free Cashflow Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte. Für das Jahr 2020 erwartet das Unternehmen Kosten im Zusammenhang mit VALUE 21 in Höhe von ungefähr 35 Millionen Euro. Der Umsatz des Unternehmensbereichs Wiring Systems Division (WSD) reduzierte sich 2019 um rund 4 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro (2018: 3,2 Milliarden Euro). Ursächlich für den Rückgang war das insgesamt schwächere Automobilumfeld, das bei verschiedenen großen Kunden zu geringeren Abrufen führte, sowie das Auslaufen eines größeren Projekts im ersten Halbjahr. Das EBIT vor Sondereffekten sowie vor VALUE 21- Kosten betrug -118 Millionen Euro (2018: 92 Millionen Euro). Das berichtete EBIT der Bordnetzsparte lag bei -370 Millionen Euro (2018: 80 Millionen Euro). Dabei ergaben sich durch die Umsetzung eines großen Teils der Initiativen aus dem Performance- und Strategieprogramm VALUE 21 Kosten in Höhe von 50 Millionen Euro. Zu den wesentlichen Sondereffekten zählten Drohverlustrückstellungen in Höhe von 119 Millionen Euro, davon im vierten Quartal rund 80 Millionen Euro für ein Großprojekt, sowie außerplanmäßige Wertberichtigungen von 57 Millionen Euro. Die Wire & Cable Solutions Division (WCS) erzielte 2019 einen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro (2018: 1,9 Milliarden Euro). Im Automotive- und im Industriegeschäft nahm das Geschäftsvolumen organisch etwas ab. Angesichts der sich zuspitzenden wirtschaftlichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Ausbreitung von Covid-19 und den daraus resultierenden Herausforderungen insbesondere für die Automobilindustrie würden sich Belastungen für Umsatz, Ergebnis und Liquidität von Leoni abzeichnen. „Die tatsächliche Auswirkung der Ausbreitung auf unsere Geschäftsentwicklung lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich ermitteln, da sich täglich neue Entwicklungen ergeben. Der weitere Verlauf des Geschäftsjahres wird wesentlich davon abhängen, wie lange die Produktionseinschränkungen bei unseren Kunden andauern und mit welcher Geschwindigkeit die Produktion im Anschluss wieder auf das erwartete Niveau hochgefahren wird“, sagt Ingrid Jägering, Finanzvorständin von Leoni. Ohne die Belastungen durch die Covid-19-Pandemie hat der Vorstand für das Geschäftsjahr 2020 ursprünglich aufgrund mehrerer Projekthochläufe einen Konzernumsatz moderat über dem Wert des Vorjahres (2019: 4,8 Milliarden Euro), eine Verbesserung des Konzern-EBIT vor Sondereffekten sowie vor VALUE 21-Kosten auf einen mittleren zweistelligen positiven Millionen Euro Betrag (2019: - 66 Millionen Euro) und beim Free Cashflow einen negativen hohen zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Millionen Euro Betrag (2019: -308 Millionen Euro) erwartet. Durch eine Reihe von Maßnahmen hat Leoni Schritte eingeleitet, um den Fortbestand des Geschäftsbetriebs vor dem Hintergrund der durch die Covid-19-Pandemie bedingten Absatzrückgänge bei vielen Kunden und Produkten zu sichern. Dazu zählen vorübergehende Werkschließungen in Europa, Nordafrika und Amerika und die Einführung von Kurzarbeit in Deutschland sowie vergleichbare Maßnahmen an weiteren europäischen Standorten.
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