Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
© Siemens Markt | 13 MĂ€rz 2019

Siemens mit 2'493 Einreichungen der aktivste Anmelder beim EPA

Im vergangenen Jahr sind beim EuropÀischen Patentamt (EPA) 4,6 Prozent mehr Patentanmeldungen eingereicht worden als 2017. Das sei ein neuer Höchststand von 174.317 Anmeldungen (2017: 166.594), teilt das europÀische Patentamt mit.
Der EPA-Jahresbericht 2018 verzeichnet aus allen großen Industrieregionen mehr Patentanmeldungen. EuropĂ€ische Unternehmen bleiben dabei in ihrem Heimatmarkt an der Spitze: Aus den 38 EPO-Mitgliedsstaaten stammten erneut 47 Prozent aller Patentanmeldungen beim EPA. Auch asiatische Unternehmen zeigten sich gut positioniert, wenngleich sich das kombinierte Anmeldeaufkommen aus China, Japan und der Republik Korea nur moderat auf 22,6 Prozent von 22,1 Prozent in 2017 steigerte. Die USA bleiben mit 25 Prozent der Gesamtanmeldungen das anmeldeaktivste Land, gefolgt von Deutschland, Japan, Frankreich und China. Das EPA veröffentlichte schließlich 127.625 europĂ€ische Patente (+21 Prozent). „Die Ergebnisse des aktuellen Jahresberichts sind fĂŒr die europĂ€ische Wirtschaft gute Neuigkeiten. Die Nachfrage nach Patentschutz steigt weiter, was bedeutet, dass Erfinder und Unternehmen Europa als einen attraktiven und wichtigen Technologiemarkt ansehen, in dem sich Innovationen und Investitionen lohnen", sagt EPA PrĂ€sident AntĂłnio Campinos. Europa brauche daher ein wettbewerbs- und leistungsfĂ€higes Patentsystem. Die fĂŒnf anmeldestĂ€rksten Regionen - Europa, die USA, Japan, China und die Republik Korea - verzeichneten 2018 ein Wachstum. Fast 40 Prozent des Gesamtanstiegs der Anmeldungen entfallen auf europĂ€ische Unternehmen - mehr als China, Japan und die Republik Korea zusammen. Anmeldungen aus China stiegen nur um 8,8 Prozent - die niedrigste Rate seit fĂŒnf Jahren. Unternehmen aus den USA und Japan reichten 2,7 beziehungsweise 3,9 Prozent mehr Patentanmeldungen ein. Die Republik Korea konnte den Abschwung von 2017 umkehren (-3,4 Prozent) und verzeichnete ein Wachstum von 13 Prozent. Der Gesamttrend fĂŒr europĂ€ische LĂ€nder ist positiv, wurden aus den meisten dieser Staaten 2018 doch mehr Anmeldungen beim EPA eingereicht als im Vorjahr. Mit der Ausnahme Frankreichs und Finnlands verzeichneten alle Top 20 der EPA-AnmeldelĂ€nder ein Wachstum. Die Anmeldungen aus Deutschland als Europas anmeldeaktivstem Land stiegen erheblich (+4,7 Prozent). Dies ist in erster Linie auf einen AufwĂ€rtstrend im Automobilsektor und in den angrenzenden Bereichen wie Sensoren und MessgerĂ€te zurĂŒckzufĂŒhren. In der Gruppe der LĂ€nder mit großen Anmeldevolumina setzten außerdem die Schweiz (+7,8 Prozent), Großbritannien (+7,8 Prozent) und Schweden (+7,1 Prozent) ihre AufwĂ€rtstendenz fort. Die Medizintechnik bleibt auch 2018 das Technologiefeld mit der grĂ¶ĂŸten Anzahl Patentanmeldungen beim EPA (+5 Prozent), gefolgt von der Digitalen Kommunikation und der Computertechnologie. Mit einem kombinierten Wachstum von 13 Prozent in den Sektoren Arzneimittel und Biotechnologie legte der Bereich Life Sciences innerhalb der Top 10-Gruppe der technischen Gebiete am stĂ€rksten zu. Die Anmeldezahlen in den fĂŒhrenden Technologiesegmenten zeigen, dass China und die Republik Korea in den Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) besonders stark wachsen. In beiden LĂ€ndern ist die Industrie hier hoch spezialisiert. Die meisten EPO-Mitgliedsstaaten sowie die USA und Japan sind dank einer großen Zahl an Patentanmeldungen in verschiedenen Technologiefeldern jedoch breiter aufgestellt. Transport (Autos, Flugzeuge, ZĂŒge, Schiffe) war erneut der Bereich mit dem grĂ¶ĂŸten Anteil an Patentanmeldungen (59 Prozent) aus europĂ€ischen LĂ€ndern: Sieben der zehn fĂŒhrenden Unternehmen in diesem Feld kommen aus Europa. Eine kĂŒrzlich vom EPA durchgefĂŒhrte Studie zum Thema Patentanmeldungen fĂŒr selbstfahrende Fahrzeuge bestĂ€tigt diese Dominanz. Die Studie zeigt auch, dass viele der Top 25 Patentanmelder - darunter etliche europĂ€ische Unternehmen - nicht aus der klassischen Automobil- und Transportbranche, sondern dem IKT-Bereich beziehungsweise Telekommunikationssektor stammen. Siemens war 2018 mit 2.493 Einreichungen der aktivste Anmelder beim EPA und steht zum ersten Mal seit 2011 wieder an der Spitze des Unternehmensrankings. Huawei als Nummer eins des Vorjahres liegt auf dem zweiten Platz, gefolgt von Samsung, LG und United Technologies. Zur Top 10-Gruppe gehören vier europĂ€ische Unternehmen, drei aus den USA, zwei aus der Republik Korea sowie eines aus China.
Weitere Nachrichten
2019.03.19 17:29 V12.5.8-2