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Top Ten der führenden IC-Designunternehmen
TrendForce hat eine Statistik zu den Umsätzen der zehn weltweit führenden IC-Designunternehmen veröffentlicht. Broadcom, Qualcomm und NVIDIA belegen dabei die ersten drei Plätze.
Unter den Top Ten erlitt Qualcomm den größten Rückgang aufgrund der schwachen Smartphone-Nachfrage mit einem Umsatzrückgang von 3,9 Prozent. MediaTek war ebenfalls von der unbefriedigenden Smartphone-Nachfrage betroffen und verzeichnete einen Rückgang des Jahresumsatzes um 0,7 Prozent in US-Dollar.
Chia-Yang, Senior Industry Analyst von TrendForce, Yao, erläutert, dass die Produktstrategie von Qualcomm für 2018 zwar proaktiv war, die Telefonchips jedoch einen Rückgang der Lieferungen hinnehmen mussten und sich weiter auf die Umsatzentwicklung auswirkten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Qualcomm den Auftrag von Apple für 2018 über die neuen LTE-Modems verloren hat und Huawei seinen Anteil an Kirin-Prozessoren kontinuierlich erhöht. Im Gegensatz dazu hat MediaTek sein Produktportfolio und seine Kostenstruktur weiter angepasst, was den Umsatzrückgang deutlich verminderte.
Betrachtet man die Gesamtsituation der Top Ten der IC-Designunternehmen im Jahr 2018, so zeigt sich, dass acht davon ein positives Wachstum des Jahresumsatzes im Vergleich zu 2017 verzeichnen konnten. Dies ist vor allem auf die stetige Wachstumsdynamik in den Endmärkten wie Telekommunikationsinfrastruktur, Rechenzentrum und TVs zurückzuführen. Zu den Unternehmen, die von der Dynamik des Marktwachstums profitiert haben, gehören Broadcom, NVIDIA, Advanced Micro Devices (AMD), Xilinx, Novatek und Realtek.
AMD entwickelte sich 2018 sehr gut und lag beim Wachstum nach NVIDIA an zweiter Stelle. Der Hauptgrund dafür war die Entwicklung der AMD-Produkte für Computing und Grafik mit einem Umsatz von 4,13 Milliarden US-Dollar (3,6 Milliarden Euro) und einem Wachstum von 38,6 Prozent.
Dennoch blieb eine Vielzahl von Unternehmen im vierten Quartal 18 unter den ursprünglichen Prognosen - darunter NVIDIA, Marvell und Dialog Semiconductor. Im Falle von NVIDIA stammen mindestens 50 Prozent der Einnahmen aus Spielen, aber die Einnahmen sind hier stark zurückgegangen.
Mit Blick auf 2019 prognostiziert Chia-Yang, Yao, dass die Top Ten der IC-Designunternehmen durch zahlreiche Faktoren belastet werden, wie zum Beispiel den weiteren Rückgang des Smartphone-Wachstums. Das Wachstum auf der Serverseite wird voraussichtlich unter das von 2018 fallen, was vor allem auf die Einrichtung der Rechenzentren aller großen CSP-Unternehmen zurückzuführen ist, die ihren Bedarf an Servern schrittweise reduzieren. Auch die Nachfrage auf dem Automobilmarkt ist durch den amerikanisch-chinesischen Handelsstreit schwächer. Daher sehe man bei TrendForce die Umsatzentwicklung der zehn größten IC-Designunternehmen für 2019 vergleichsweise zurückhaltend.