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© otnaydur dreamstime.com Markt | 30 Januar 2019

OHB und Israel Aerospace Industries arbeiten gemeinsam an Mondlandesystem

Die OHB System AG, ein Tochterunternehmen des Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE, und Israel Aerospace Industries (IAI) haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht vor, dass die beiden Unternehmen Europa ein Mondlandesystem (Lunar Surface Access Service - LSAS) fĂŒr Nutzlasten von bis zu 150 kg Gewicht anbieten.
Im Rahmen der Vereinbarung wird die OHB System AG als Generalunternehmer die Zusammenarbeit mit der ESA und den Entwicklern der wissenschaftlichen Nutzlasten fĂŒr das Mondlandefahrzeug koordinieren. IAI stellt eine Version ihres Mondlandefahrzeugs zur VerfĂŒgung, das man fĂŒr das SpaceIL-Projekt mitentwickelt und gebaut hat - flugbereit fĂŒr den Start im nĂ€chsten Monat von den USA aus. OHB werde die Vermarktung der Flugdienste ĂŒbernehmen und gemeinsam mit potenziellen Kunden die Aufgabenstellung der Mission definieren. Außerdem koordiniert OHB das Projekt und die Mission von der Nutzlastenauswahl und ‑integration bis hin zum Start und Missionsbetrieb. Perspektivisch sei auch eine UnterstĂŒtzung fĂŒr das Mondlandefahrzeug vorgesehen, heißt es in einer Pressemitteilung. IAI wird das Mondlandefahrzeug bauen, fĂŒr die vorgesehenen Nutzlasten anpassen, mit der TrĂ€gerrakete integrieren, die LEOP-Phase & die Außerbetriebnahme unterstĂŒtzen sowie technische UnterstĂŒtzung in allen Missionsphasen leisten. Die ISRU-Initiative der ESA (Initiative zur Untersuchung der In-Situ-Ressourcennutzung) sieht Landungen auf dem Mond vor, um Technologien zur Herstellung von Sauerstoff, Wasser und anderen Rohstoffen aus Mondboden zu testen sowie Proben von der MondoberflĂ€che zu nehmen und zu analysieren. Diese Technologien werden fĂŒr die kĂŒnftige menschliche Besiedlung anderer Planeten benötigt. Jan Wörner, Generaldirektor der EuropĂ€ischen Raumfahrtagentur ESA: „Das ist ein weiterer Baustein fĂŒr das Moon Village. Die Erforschung des Mondes und ihn als Basis zu nutzen, ist fĂŒr mich der logische nĂ€chste Schritt, der viele Vorteile und Möglichkeiten bietet. Die Landung auf dem Mond ist jedoch immer noch eine besondere Herausforderung“. „IAI ist stolz darauf, mit einem weltweit fĂŒhrenden Satellitenhersteller sowie der europĂ€ischen Weltraumorganisation als auch dem Deutschen Zentrum fĂŒr Luft- und Raumfahrt zusammenzuarbeiten. Dies ist eine besondere Auszeichnung fĂŒr die israelische Raumfahrtindustrie“, so Nimrod Sheffer von IAI abschließend.
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2019.02.15 09:57 V12.1.1-1