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© Continental Markt | 11 Januar 2019

Continental und AAI arbeiten künftig bei virtuellen Fahrzeugsimulationen zusammen

Continental setzt durch die Zusammenarbeit mit der deutschen Start-up-Firma Automotive Artificial Intelligence (AAI) verst├Ąrkt auf den virtuellen Entwicklungsansatz f├╝r die Funktionen von Fahrerassistenzsystemen (ADAS) und automatisiertem Fahren (AD). Die virtuelle Entwicklung sei bereits jetzt ein wesentlicher Bestandteil der aktuellen Produktentwicklung bei Continental.
Ausgereifte Funktionen f├╝r das automatisierte Fahren erforderten komplexere virtuelle Entwicklungs- und Testumgebungen, die echten Bedingungen nicht nachstehen. Ganz besonders gelte das f├╝r die komplexe Simulation des dynamischen Verhaltens der Verkehrsteilnehmer. Dies liege daran, dass die Simulation mit verschiedenen Fahrstilen, beispielsweise aggressiv oder defensiv, wichtig ist, um die Realit├Ąt besser abzubilden und unrealistisch monotone und vorhersehbare Abl├Ąufe zu vermeiden. Zu diesem Zweck entwickelt Continental eine hoch skalierbare und modulare Entwicklungs- und Testumgebung, die diesen neuen Anforderungen entspricht.

AAI bringe die Fachkenntnisse zur Erstellung virtueller Umgebungen auf Grundlage von HD-Karten und KI-betriebenen Verkehrsteilnehmern mit. Ziel sei es, dem zunehmend wachsenden Validierungsumfang im Bereich des automatisierten Fahrens gerecht zu werden. Die im Rahmen dieser Zusammenarbeit entwickelten Simulationstools w├╝rden der gesamten Automobilindustrie zur Verf├╝gung gestellt werden.

ÔÇ×Unser Ziel ist stets absolute Sicherheit. Das gilt ganz besonders f├╝r das automatisierte Fahren,“ so Karl Haupt, Leiter des Gesch├Ąftsbereichs Fahrerassistenzsysteme von Continental. Die Ressourcen f├╝r echte Fahrzeugtests seien begrenzt und virtuelle Tests k├Ânnten den Entwicklern schnelles Feedback liefern. W├Ąhrend ein reales Fahrzeug im physischen Test rund 10.000 Kilometer pro Monat zur├╝cklegen kann, seien derzeit in virtuellen Simulationen bereits 8.000 Kilometer in einer Stunde m├Âglich. Und die Zahl werde noch steigen.

Reale Tests seien zwar weiterhin unerl├Ąsslich f├╝r Funktionspr├╝fungen, weil es nicht ausreiche, diese nur in virtuellen Umgebungen durchzuf├╝hren. Virtuelle Tests k├Ânnten allerdings dazu beitragen, die Risiken zu reduzieren, bevor die Versuche unter echten Stra├čenverh├Ąltnissen ├╝berhaupt beginnen. Continental und AAI forschen und arbeiten bereits gemeinsam an innovativen L├Âsungen.

Die Zusammenarbeit definiert eine klare Trennlinie zwischen Fahrzeugsimulation und Umgebungssimulation. AAI ist f├╝r die Umgebung verantwortlich und stellt die Software zur Verf├╝gung, die die Bewegung von Fahrzeugen in einer virtuellen Welt erm├Âglicht. Individuelle Parameter k├Ânnen angepasst werden, um Wetterlage, Verkehrsinfrastruktur, Stra├čenmarkierungen und Objekte wie Stra├čenschilder und Schlagl├Âcher festzulegen. Der zweite Beitrag von AAI ist die Verwendung k├╝nstlicher Intelligenz, um Verkehrsteilnehmer in Form virtueller Agenten in die Simulationsumgebung zu integrieren. Deren Verhalten wird mithilfe von Machine-Learning-Algorithmen trainiert.

Continental ist verantwortlich f├╝r die Fahrzeugsimulation und die Erstellung eines virtuellen Fahrzeugs mithilfe einer Software, die diverse Fahrfunktionen auf verschiedenen Automatisierungsstufen meistert. Die Aufgabe von Continental besteht in der ganzheitlichen Wiedergabe des eigenen Fahrzeugs und aller darin enthaltenen Softwarekomponenten.


ÔÇ×Durch die Zusammenarbeit werden unsere Entwicklungszyklen k├╝rzer und sicherer“, erkl├Ąrt Dr. Gunnar J├╝rgens, Leiter f├╝r Fahrfunktionen innerhalb des Gesch├Ąftsbereichs Fahrerassistenzsysteme bei Continental. Ein Vorteil der virtuellen Simulation sei die Reproduzierbarkeit der Tests sowie die Tatsache, dass virtuell weitaus mehr Anwendungsf├Ąlle getestet werden k├Ânnen als in der Realit├Ąt.


Auch Bai AAI sieht man der Zusammenarbeit mit Continental optimistisch entgegen. ÔÇ×F├╝r unser junges Unternehmen ist die Partnerschaft mit einem Technologieunternehmen wie Continental ein Qualit├Ątssiegel“, so Isabel Metz, Leiterin Business Development von AAI abschlie├čend.
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