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© Airbus SE Markt | 28 November 2018

Rendezvous im Weltall: Alexander Gerst und ein elektronischer Astronauten-Assistent

Der von Airbus im Auftrag des Deutschen Zentrums fĂŒr Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelte und gebaute Astronauten-Assistent CIMON (Crew Interactive Mobile CompanioN) hat seine Feuertaufe im All bestanden. Er und der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst haben rund 90 Minuten im Columbus-Modul der Internationalen Raumstation ISS miteinander gearbeitet.
Zu den Aufgaben von Alexander Gerst gehört auch eine Versuchsreihe mit CIMON. Die medizinballgroße, fĂŒnf Kilogramm schwere, 3D-gedruckte Kunststoffkugel ist der erste mit KI ausgestattete Astronauten-Assistent im Weltraum. 90 Minuten lang dauerte die Weltpremiere, das erste „Rendezvous“ zwischen dem deutschen ESA-Astronauten und dem sich autonom fortbewegenden robotischen Crew-Assistenten.

So war CIMON beispielsweise in der Lage, das Gesicht von Alexander Gerst zu suchen und Augenkontakt aufzunehmen. Als Demonstration seiner AssistenzfĂ€higkeiten zeigte CIMON auf seinem „Gesicht“ - einem Display in der Mitte der Kugel - die Anleitung fĂŒr ein SchĂŒler-Experiment zur Kristallisation, ein Video mit dem Rubik-ZauberwĂŒrfel und spielte einen Musiktitel ab. Er testete seine Ultraschallsensoren, die bei ihm eine Ă€hnliche Funktion wie die Einparkhilfe beim Auto haben, und nahm mit seinen integrierten Kameras ein Video und ein Foto von Alexander Gerst auf.



„Mit CIMON haben wir eine Airbus-Vision in die RealitĂ€t umgesetzt. Es ist ein sehr großer Schritt fĂŒr die bemannte Raumfahrt, den wir hier gemeinsam gehen konnten. Durch CIMON haben wir den Grundstein fĂŒr soziale Assistenzsysteme gelegt, die unter extremen Bedingungen zum Einsatz kommen sollen“, erlĂ€utert Till Eisenberg, CIMON-Projektleiter bei Airbus.

Zur DatenĂŒbertragung nutzt CIMON das WLAN auf der Internationalen Raumstation und stellt ĂŒber Satellitenverbindung per Bodenstationen eine Internetverbindung zur IBM Cloud her. Was dann in CIMONs „Gehirn“ ablĂ€uft, erklĂ€rt Matthias Biniok, IBM-Projektleiter: „Wird CIMON eine Frage gestellt oder mit ihm gesprochen, wandelt die Watson KI dieses Audiosignal zunĂ€chst in Text um, der von der KI verstanden beziehungsweise interpretiert wird. Dabei kann IBM Watson die Inhalte nicht nur in ihrem Kontext verstehen, sondern ebenso die damit verbundene Intention. Das Resultat ist eine passgenaue Antwort, die wiederum in Sprache umgewandelt und wieder an die ISS zurĂŒckgeschickt wird“.

Die Datenverbindung zur Erde lĂ€uft via Satellit zur NASA/ESA und zum Columbus Kontrollzentrum beim DLR in Oberpfaffenhofen. Von dort aus geht das Signal zu der CIMON Bodenstation BIOTESC in Luzern. Die reine Signallaufzeit ĂŒber die Satelliten betrĂ€gt 0,4 Sekunden in eine Richtung. Zur Datensicherheit sind viele Firewalls und VPN Tunnel aktiv.

Copyright: © Airbus SE
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