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© vinnstock dreamstime.com Komponenten | 12 November 2018

Passive treiben die Deutsche Bauelemente-Distribution an

Deutsche Bauelemente-Distribution (gemĂ€ĂŸ FBDi e.V.) wĂ€chst solide. AuftrĂ€ge weiterhin deutlich ĂŒber Umsatzwachstum. Passive und Stromversorgungen treiben den Markt.
Auch im dritten Quartal 2018 zeigte der deutsche Bauelemente-Distributionsmarkt ein solides aber wenig dynamisches Wachstum. Die im Fachverband Bauelemente-Distribution (FBDi e.V.) organisierten Distributionsunternehmen vermeldeten fĂŒr den Zeitraum Juli bis September 2018 einen Umsatzanstieg von 4,7% auf 980 Millionen Euro. Bei den AuftrĂ€gen setzte sich die Tendenz der letzten Quartale fort, die AuftrĂ€ge wuchsen deutlich schneller als der Umsatz: um 9,5% auf 1,08 Milliarden Euro. Die Book-to-Bill Rate (VerhĂ€ltnis Auftragseingang zu Umsatz) stieg auf 1,1. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Bei den großen Produktsegmenten wuchsen die passiven Komponenten mit 12,1% (auf 141 Millionen Euro) am stĂ€rksten, gefolgt von den Halbleitern (3,5% auf 682 Millionen Euro) und der Elektromechanik (2,4% auf 99 Millionen Euro). Stromversorgungen kletterten um 8% auf 27 Millionen Euro und Displays um 1,9% auf 21 Millionen Euro. In der Umsatzverteilung bleiben die Dimension gleich: Halbleiter 69,6%, Passive 14,4%, Elektromechanik 10,1%, Stromversorgungen 2,8%, der Rest 3,2%.

Damit ergibt sich fĂŒr den vom FBDi gemeldeten Umsatz in den ersten neun Monaten ein positives Bild: plus 5,5% Umsatzwachstum auf 2,9 Milliarden Euro und ein dickes Auftragspolster in allen Bereichen, vor allem aber bei den passiven Komponenten – hier summiert sich das Auftragswachstum auf 21,6%.

FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger: „Seit ĂŒber 2 Jahren sehen wir einen Zuwachs bei den AuftrĂ€gen der sich nur teilweise im Umsatz niederschlĂ€gt. Gerade in 2018 hĂ€ufen sich die Auftragsrekorde, aber es besteht die Gefahr, dass Stornierungen oder Verschiebungen das Auftragspolster wieder deutlich reduzieren. FĂŒr das vierte Quartal sind aufgrund der schlechten Liefersituation und langen Lieferzeiten keine großen SprĂŒnge mehr zu erwarten, sodass 2018 mit einem Umsatzplus von 5 bis 6% und vielen unerfĂŒllten Erwartungen auf der Kundenseite enden wird.“

Über die generellen Aussichten fĂŒr die Zukunft meinte Steinberger: „Allen makroökonomischen Stolpersteinen zum Trotz bleibt High-tech heiß. Wenn man bedenkt, wie wenig von den europĂ€ischen Regierungen derzeit tatsĂ€chlich in Richtung Digitalisiering, Smart Infrastructure und Energiewende unternommen wird und wie die Dringlichkeit dafĂŒr in den nĂ€chsten Jahren steigen wird, dann ist mir um die Wachstumsaussichten fĂŒr Komponenten nicht bange. Hinzu kommt, dass die Industrie sich gerade in einer neuen Revolution befindet – Robotics, Machine Learning, KĂŒnstlichen Intelligenz werden unser Leben und Arbeiten grundlegend verĂ€ndern, und dazu benötigt es auch die entsprechende Hardware.“
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2018.12.13 13:08 V11.10.14-2