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© Jakub Jirsak Dreamstime.com Design Analysen | 06 November 2018

Umsatz bei Fresenius Medical Care in Q3 zurückgegangen

Der Umsatz von Fresenius Medical Care ist im dritten Quartal um 6 Prozent auf 4,058 Milliarden Euro zur√ľckgegangen (-6 Prozent w√§hrungsbereinigt). Dies sei vor allem auf die h√∂here Vergleichsbasis zur√ľckzuf√ľhren, die den Umsatzbeitrag von Sound Inpatient Physicians im dritten Quartal 2017 von 253 Millionen Euro sowie den Effekt aus der Einf√ľhrung von IFRS 15 von 117 Millionen Euro enthielt, teilt Fresenius mit.
‚ÄěUnser drittes Quartal war von mehreren Entwicklungen beeinflusst, die sich insgesamt st√§rker als erwartet in unseren Gesch√§ftsergebnissen niedergeschlagen haben. Deshalb sind wir weniger stark gewachsen als zun√§chst angenommen“, erl√§utert Rice Powell, Vorstandsvorsitzender von Fresenius Medical Care.

Ohne diese beiden Effekte habe sich der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 2 Prozent (3 Prozent w√§hrungsbereinigt) erh√∂ht. Grund f√ľr die Verbesserung sei haupts√§chlich ein Anstieg der Behandlungszahlen in Nordamerika um 3 Prozent. Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen sank um 8 Prozent auf 3,258 Milliarden Euro.

In den ersten neun Monaten 2018 ging der Umsatz von Fresenius Medical Care aufgrund der Effekte von Sound und IFRS 15 um 8 Prozent (-2 Prozent w√§hrungsbereinigt) auf 12,274 Milliarden Euro zur√ľck. Das operative Ergebnis (EBIT) belief sich im dritten Quartal 2018 auf 527 Millionen Euro. Der R√ľckgang von 13 Prozent (-20 Prozent w√§hrungsbereinigt) ist durch die h√∂here Vergleichsbasis durch den EBIT-Beitrag von Sound in H√∂he von 20 Millionen Euro im dritten Quartal 2017 begr√ľndet.

Das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Konzernergebnis ging im dritten Quartal 2018 um 8 Prozent (-17 Prozent w√§hrungsbereinigt) auf 285 Millionen Euro zur√ľck. Auf vergleichbarer Basis stieg das Konzernergebnis um 20 Prozent (+19 Prozent w√§hrungsbereinigt) auf 364 Millionen Euro.

Der Umsatz in Nordamerika, der 70 Prozent des Gesamtumsatzes im dritten Quartal 2018 ausmacht, sank um 9 Prozent auf 2,843 Milliarden Euro (-11 Prozent w√§hrungsbereinigt) und stieg auf vergleichbarer Basis um 4 Prozent (+1 Prozent w√§hrungsbereinigt). Das organische Wachstum in Nordamerika betrug 2 Prozent. Das operative Ergebnis in Nordamerika lag im dritten Quartal bei 525 Millionen Euro, was einem Anstieg von 9 Prozent (w√§hrungsbereinigt +2 Prozent) entspricht. Auf vergleichbarer Basis betrug das EBIT 538 Millionen Euro, was einer Steigerung von 16 Prozent entspricht. Die operative Marge stieg auf 18,5 Prozent (18,9 Prozent auf vergleichbarer Basis). Der Anstieg der operativen Marge auf vergleichbarer Basis ist im Wesentlichen auf geringere Personalkosten sowie die positiven Ergebniseffekte aus einer Vereinbarung f√ľr bestimmte Medikamente in den USA zur√ľckzuf√ľhren.

Der Umsatz in der Region Europa, Naher Osten, Afrika (EMEA) sank im dritten Quartal 2018 um 2 Prozent (+1 Prozent w√§hrungsbereinigt) auf 620 Millionen Euro, was vor allem auf das Wachstum des Umsatzes mit Gesundheitsdienstleistungen um w√§hrungsbereinigt 4 Prozent zur√ľckzuf√ľhren ist. Das Wachstum bei Gesundheitsdienstleistungen ist haupts√§chlich begr√ľndet durch organisches Behandlungswachstum und Akquisitionen.

Das operative Ergebnis lag im dritten Quartal 2018 bei 88 Millionen Euro, was einem R√ľckgang von 18 Prozent (w√§hrungsbereinigt -16 Prozent) entspricht. Die EBIT-Marge sank von 16,8 Prozent auf 14,1 Prozent, was haupts√§chlich auf die positiven Effekte im Vorjahr aus einer gerichtlichen Einigung, h√∂heren Personalkosten in einigen L√§ndern, einen Dialysetag weniger und ung√ľnstige Wechselkurseffekte zur√ľckzuf√ľhren ist.

In den ersten neun Monaten 2018 stieg der Umsatz in der Region EMEA um 1 Prozent auf 1,908 Milliarden Euro (+4 Prozent währungsbereinigt). Das operative Ergebnis sank im gleichen Zeitraum um 10 Prozent auf 302 Millionen Euro (-9 Prozent währungsbereinigt).

Der Umsatz in der Region Asien-Pazifik stieg im dritten Quartal 2018 um 3 Prozent auf 421 Millionen Euro (+4 Prozent währungsbereinigt). Das Produktgeschäft entwickelte sich erneut solide mit einem Umsatzwachstum von 4 Prozent auf 227 Millionen Euro (währungsbereinigt +6 Prozent). In den ersten neun Monaten 2018 stieg der Umsatz in der Region Asien-Pazifik um 2 Prozent auf 1,235 Milliarden Euro (währungsbereinigt +8 Prozent). Das operative Ergebnis sank um 8 Prozent auf 218 Millionen Euro (-5 Prozent währungsbereinigt).

In Lateinamerika lag der Umsatz im dritten Quartal 2018 bei 171 Millionen Euro, was einem R√ľckgang von 2 Prozent, aber einem w√§hrungsbereinigten Anstieg von 27 Prozent entspricht. Das w√§hrungsbereinigte Wachstum ist haupts√§chlich auf ein starkes Wachstum des Gesch√§fts mit Gesundheitsdienstleistungen zur√ľckzuf√ľhren. Gr√ľnde hierf√ľr waren h√∂here Ums√§tze je Behandlung, Akquisitionen und organisches Behandlungswachstum.

Der Mittelzufluss aus laufender Gesch√§ftst√§tigkeit (operativer Cash Flow) lag im dritten Quartal 2018 bei 609 Millionen Euro nach 612 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der leichte R√ľckgang ist vor allem auf h√∂here Steuerzahlungen und freiwillige Zuzahlungen zum Pensionsplanverm√∂gen in den USA zur√ľckzuf√ľhren. Der operative Cash Flow entsprach 15 Prozent des Umsatzes.

Fresenius Medical Care erwartet ein Umsatzwachstum von währungsbereinigt 2 bis 3 Prozent. Der währungsbereinigte Anstieg des Konzernergebnisses auf vergleichbarer Basis wird bei 11 bis 12 Prozent erwartet und bereinigt bei 2 bis 3 Prozent.
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