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© NASA Markt | 09 Oktober 2018

Bemannte Basis im Mondorbit

Die EuropĂ€ische Weltraumorganisation (ESA) hat Airbus mit zwei Studien fĂŒr eine mögliche europĂ€ische Beteiligung an der zukĂŒnftigen bemannten Basis im Mondorbit beauftragt.
Das Gateway frĂŒher als Deep Space Gateway (DSG) oder Lunar Orbital Platform-Gateway (LOP-G) bezeichnet, ist ein Projekt der amerikanischen, russischen, kanadischen, japanischen und europĂ€ischen Raumfahrtagenturen (NASA, Roscosmos, CSA, JAXA und ESA).

In den nĂ€chsten 15 Monaten entwickele Airbus in der ersten Studie ein Konzept fĂŒr ein Wohn- und Forschungsmodul (Habitat, ca. 6.5 x 4.5 Meter, Gewicht ca. 9 Tonnen). In der zweiten Studie wird das Unternehmen ein Konzept fĂŒr ein Infrastrukturelement zum Auftanken, Docken und zur Telekommunikation, das auch als Schleuse fĂŒr wissenschaftliche GerĂ€te (Esprit genannt, GrĂ¶ĂŸe ca. 3 x 3 Meter, Gewicht ca. 4 Tonnen) fungieren soll entwickeln. Beide Studien werden im Zuge weitgehender europĂ€ischer Partnerschaften erarbeitet, heißt es in einer Meldung.

Unter der Leitung der NASA fĂŒr das Gesamtdesign werden weitere Elemente – wie ein zweites Habitat, eine Luftschleuse fĂŒr wissenschaftliche Nutzlasten und ein Logistikmodul – durch internationale und kommerzielle Partner definiert. Die NASA plant das erste Modul – das zentrale Power Propulsion Element (PPE) –bereits Anfang der 2020er in eine Mondumlaufbahn zu starten.

„Die Erfahrungen und das Know-how der ESA und Airbus bei den Leuchtturmprojekten des Weltraumlabors Columbus, des Raumtransporters ATV und dem EuropĂ€ischen Servicemodul fĂŒr Orion bilden die Grundlage fĂŒr die Studien“, sagte Oliver Juckenhöfel, Leiter von On-Orbit Services and Exploration bei Airbus. „Bei den nun zu entwickelnden lunaren Plattformen gehen robotische und astronautische Weltraumerforschung Hand in Hand. Europa verfĂŒgt in beiden Bereichen ĂŒber eine fantastische Erfolgsbilanz, die durch diese beiden Studien eine starke europĂ€ische Rolle in der zukĂŒnftigen Erkundung des Weltraums sichern kann.“

David Parker, Direktor Human and Robotic Exploration bei der ESA, sagte: „Mit diesen Studien und weiteren Vorbereitungen möchte die ESA auch kĂŒnftig im Zentrum der bemannten Weltraumerkundung stehen. Das Gateway wird der am weitesten entfernte Forschungs-Außenposten der Menschheit sein, und wir hoffen, dass Europa von den vor uns liegenden Innovationen, Entdeckungen und spannenden Erfahrungen profitieren wird.“

Das Gateway soll anders als die Internationale Raumstation (ISS) nicht durchgĂ€ngig bemannt sein. Es ist geplant, dass die Mond-Plattform als Zwischenstation fĂŒr bemannte Missionen zum Mond oder zum Mars dienen soll, und auf ihr eine Reihe von dafĂŒr erforderlichen Technologien und Verfahren erprobt werden sollen.
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2018.12.13 13:08 V11.10.14-2