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© Siemens Markt | 25 September 2018

Bei Siemens fallen 2'900 Stellen weg

GegenĂŒber dem bereits im November vergangenen Jahres avisierten Abbau von rund 3'400 Stellen in Deutschland fallen nun rund 2'900 Stellen weg. Der niedriger ausfallende Stellenabbau liegt vor allem an der WeiterfĂŒhrung des Standortes in Görlitz und dem Erhalt einer Fertigung im Berliner Dynamowerk.
Siemens und der Gesamtbetriebsrat des Unternehmens haben auf Basis der im Mai vereinbarten Eckpunkte einen Interessenausgleich unterzeichnet. Ziel ist die Steigerung der WettbewerbsfĂ€higkeit der Divisionen Power and Gas (PG) sowie Process Industries and Drives (PD). So sollen – wie ursprĂŒnglich geplant – allein bei PG die Kosten weltweit um rund 500 Millionen Euro gesenkt werden, davon 270 Millionen Euro in Deutschland.

Es geht aber nicht nur um KapazitĂ€tsanpassungen, sondern vor allem auch um strukturelle Verbesserungen und gezielte Fokussierung auf Zukunftstechnologien, heißt es in einer Pressemitteilung.

"In den vergangenen Monaten haben sich die Marktprognosen noch einmal deutlich verschlechtert. Der mit den Arbeitnehmervertretern vereinbarte Arbeitsplatzabbau ist aber nur eine Maßnahme zur dringend notwendigen Verbesserung unserer Kostenposition. Mit dem Interessenausgleich haben wir auch strukturelle VerĂ€nderungen und neue Chancen fĂŒr einige Standorte vereinbart", sagte Janina Kugel, Chief Human Resources Officer und Mitglied des Vorstands der Siemens AG.

So bleibt der Standort in Görlitz erhalten und wird zur weltweiten Zentrale fĂŒr das IndustriedampfturbinengeschĂ€ft ausgebaut. Um die WettbewerbsfĂ€higkeit zu verbessern und die bestehende KostenlĂŒcke zu schließen, ist ein Abbau von rund 170 Stellen vorgesehen.

Das Gasturbinen- und das Dynamowerk in Berlin sowie das Werk fĂŒr große Dampfturbinen in MĂŒlheim sind besonders vom Strukturwandel des Marktes betroffen. Preisdruck und Wettbewerbssituation haben sich drastisch verschĂ€rft, so dass erhebliche ÜberkapazitĂ€ten und hohe Fixkosten bestehen. Deshalb werden die Werke restrukturiert und die Kompetenzen jeweils gebĂŒndelt. Weltweites Kompetenzzentrum fĂŒr große Gasturbinen wird Berlin. MĂŒlheim wird Kompetenzzentrum fĂŒr große Dampfturbinen und spezialisiert sich auch auf die Fertigung großer Elektromotoren. Wie geplant bleiben im Berliner Dynamowerk die Engineering-AktivitĂ€ten erhalten und es erfolgt eine Konzentration auf Innovationsthemen wie z. B. 3D Wickelkopfdruck, HV SprĂŒhisolierung und PhasenwechselkĂŒhlung. Die dort bisher produzierten kleinen Generatoren werden kĂŒnftig in Erfurt gefertigt. Insgesamt entfallen in Berlin rund 270 Stellen im Gasturbinenwerk und 430 Stellen im Dynamowerk sowie in MĂŒlheim rund 600 Stellen.

Der Standort Erfurt wird grundlegend restrukturiert. Um ein zukunftsfĂ€higes Portfolio zu schaffen, erfolgt eine Konzentration auf kleine Generatoren. Andere Produktlinien werden eingestellt oder abgegeben. Insgesamt fĂŒhren die Maßnahmen zu einem Wegfall von rund 200 ArbeitsplĂ€tzen.

FĂŒr das Werk in Leipzig ist ein Verkauf mittlerweile die prĂ€ferierte Option.

Duisburg wird als Europa-Zentrale fĂŒr die Dresser-Rand-AktivitĂ€ten etabliert und zum zentralen Servicestandort aufgebaut. Dennoch mĂŒssen aufgrund des schwierigen Marktumfelds Teile des Engineerings und der Fertigung verlagert werden. Insgesamt fĂŒhrt dies zu einem Wegfall von rund 220 ArbeitsplĂ€tzen.

Das LösungsgeschÀft von PG in Erlangen und Offenbach wird aufgrund der schlechten Marktlage verkleinert. Der Standort in Offenbach wird aufgegeben, wesentliche Kernfunktionen werden jedoch weiter im Rhein-Main-Gebiet verbleiben. Insgesamt entfallen dadurch an beiden Standorten rund 870 ArbeitsplÀtze, davon etwa 370 in Offenbach.

Die beschlossenen Maßnahmen werden jetzt in Deutschland umgesetzt.
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