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© Universal robots - nur zu Illustrationszwecken Markt | 18 September 2018

Weltwirtschaftsforum stellt neue Studie zur Zukunft von Arbeitsplätzen vor

„Die Welt durchlĂ€uft eine Arbeitsplatzrevolution, die das Zusammenspiel von Menschen mit Maschinen und Algorithmen revolutioniert“. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des Weltwirtschaftsforums. Bis zum Jahr 2025 werden demnach mehr als die HĂ€lfte aller laufenden Aufgaben am Arbeitsplatz von Maschinen erledigt werden. Heute sind es rund 29 Prozent.
Ein solcher Wandel werde tiefgreifende Auswirkungen auf die globale Erwerbsbevölkerung haben, doch in Bezug auf die Gesamtzahl der neuen ArbeitsplĂ€tze seien die Aussichten positiv: Bis 2022 sollen 133 Millionen neue ArbeitsplĂ€tze geschaffen werden. Denen gegenĂŒber stehen rund 75 Millionen verdrĂ€ngte Posten.

Die Studie „Die Zukunft der ArbeitsplĂ€tze 2018“ kommt weiter zu dem Schluss, dass 54 Prozent der BeschĂ€ftigten großer Unternehmen erhebliche Umschulungs- und Fortbildungsmaßnahmen benötigen wĂŒrden, um die Wachstumschancen der Vierten Industriellen Revolution voll ausschöpfen zu können. Gleichzeitig gab etwas mehr als die HĂ€lfte der befragten Unternehmen aber an, nur diejenigen Mitarbeiter umschulen zu wollen, die in SchlĂŒsselpositionen tĂ€tig sind, wĂ€hrend nur ein Drittel die Umschulung gefĂ€hrdeter Mitarbeiter plant.

WĂ€hrend fast die HĂ€lfte aller Unternehmen erwartet, dass die Zahl ihrer VollzeitbeschĂ€ftigten bis 2022 aufgrund der Automatisierung zurĂŒckgehen wird, rechnen knapp 40 Prozent damit, dass ihre Belegschaft wachsen wird und mehr als ein Viertel geht davon aus, dass die Automatisierung neue Funktionen in ihrem Unternehmen schaffen wird. Zu den Funktionen, die in allen Branchen eine wachsende Bedeutung erlangen werden, gehören dem Bericht zufolge Datenanalysten und Wissenschaftler, Software- und Anwendungsentwickler sowie E-Commerce- und Social-Media-Spezialisten, die alle wesentlich auf Technologien basieren oder durch diese erweitert werden. Auch Funktionen, die ausgeprĂ€gte "menschliche FĂ€higkeiten“ erfordern, wie Verkaufs- und Marketingberufe, Innovationsmanager und Kundendienstmitarbeiter, wĂŒrden zunehmend nachgefragt.

Zu den Stellen, die voraussichtlich ĂŒberflĂŒssig werden, gehören die Routinejobs von BĂŒroangestellten wie beispielsweise Sachbearbeitern fĂŒr Datenerfassung, Buchhaltung und Lohnbuchhaltung.

Mit der sich zunehmend wandelnden Arbeitsteilung zwischen Mensch und Maschine werden die Arbeitnehmer neue FĂ€higkeiten benötigen. Befragte Unternehmen berichten, dass heute 71 Prozent der gesamten fĂŒr laufende Arbeiten aufgewandten Stunden von Menschen geleistet werden, 29 Prozent von Maschinen. Bis 2022 soll sich dieses VerhĂ€ltnis auf 58 Prozent auf Seiten der Menschen und 42 Prozent bei den Maschinen verschieben.

Der Studie nach wird die Zukunft der ArbeitsplĂ€tze sich nicht einheitlich entwickeln. Je nach Ausgangsbedingungen, verfĂŒgbaren Fertigkeiten, Technologieakzeptanz und AnpassungsfĂ€higkeit der ArbeitskrĂ€fte wĂŒrden unterschiedliche Auswirkungen auf die einzelnen Branchen zu spĂŒren sein. Das Ausmaß der VerdrĂ€ngung von Arbeitsstellen wird voraussichtlich stark variieren. Beispielsweise ist der Anteil der Unternehmen, die mit Arbeitsplatzverlusten rechnen, im Bergbau und in der Metall-, Verbraucher-, Informations- und Technologiebranche höher als bei Unternehmen im Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen.

Alle Branchen erwarten erhebliche Qualifikationsdefizite, wobei die Luftfahrt-, Reise- & Tourismusindustrie im Zeitraum 2018-2022 den grĂ¶ĂŸten Umschulungsbedarf haben dĂŒrfte. Qualifikationsdefizite machen auch den Branchen Informations- & Kommunikationstechnologie, Finanzdienstleistungen & Investoren sowie Bergbau & Metall große Sorgen. Der MobilitĂ€tssektor ist offenbar am wenigsten geneigt, seine derzeitigen Mitarbeiter umzuschulen, wĂ€hrend bei Unternehmen aus den Sektoren Global Health & GesundheitsfĂŒrsorge, Chemie, moderne Werkstoffe & Biotechnologie die Umschulungsbereitschaft am höchsten ist.

Der Bericht basiert auf einer Umfrage unter Personalchefs und FĂŒhrungskrĂ€ften aus Unternehmen aus 12 Branchen und 20 Industrie- und SchwellenlĂ€ndern, die zusammen 70 Prozent des globalen BIP ausmachen.
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2018.12.13 13:08 V11.10.14-2