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© ESA S3MPC ACRI ST Markt | 21 Juni 2018

OHB Schweden und OHB Italien an Copernicus-Programm beteiligt

OHB Schweden und OHB Italia haben von der EuropĂ€ischen Weltraumorganisation ESA den Zuschlag fĂŒr zwei Studien der möglichen Erweiterungsmissionen von„Copernicus“ erhalten.
Damit belĂ€uft sich das gesamte Auftragsvolumen fĂŒr den OHB Konzern aus dem Copernicus-Programm auf rund 24 Millionen Euro. Die Zwei-Grad-Grenze ist der wichtigste Beschluss des Pariser Klimagipfels von 2015, bei dem sich die Regierungen von 197 LĂ€ndern darauf verstĂ€ndigten, den Anstieg der ErderwĂ€rmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen. Um die notwendigen Schritte hin zu diesem Ziel ĂŒberwachen zu können, sind jedoch geeignete Mess- und Beobachtungssysteme nötig. Systeme wie Copernicus. Der Name steht fĂŒr das Erdbeobachtungsprogramm der EuropĂ€ischen Union. Es besteht aus sechs Satellitenfamilien, den sogenannten Sentinels (WĂ€chter). Sie messen den Zustand unseres Planeten sowohl an der ErdoberflĂ€che als auch in GewĂ€ssern und in der Luft. Dazu sammeln sie Daten, mit denen Entwicklung bzw. Zustand des Klimas, der Vegetation, der Böden und der Meere verfolgt werden kann. Mit dem Start von Sentinel-1A im Jahr 2014 begann die Copernicus-Mission; bis 2030 sollen rund 20 Satelliten als WĂ€chter den Zustand der Erde vom All aus beobachten. OHB Schweden wurde fĂŒr die Studie zur Mission 'PIST' (Polar Ice and Snow Topography) mit einem Auftragsvolumen von 5 Millionen Euro als Hauptauftragnehmer ausgewĂ€hlt. Das Ziel der Studie ist es, durch Höhenmessungen des Meeresspiegels mittels Messungen der polaren Eiskappe, der Meereisvariation und der Schneehöhen, die Folgen des Klimawandels berechnen zu können. Zudem wurde das OHB-Tochterunternehmen OHB Italia als Unterauftragnehmer einer Studie zur Mission 'CIMR' (Copernicus Imaging Microwave Radiometer) von der ESA ausgewĂ€hlt. Der Auftrag belĂ€uft sich auf 2 Millionen Euro. OHB Italia wird aufgrund ihrer Erfahrung als Hauptauftragnehmer des Metop-SG Microwave Imagers fĂŒr die Nutzlast des Passive Microwave Imagers verantwortlich sein. So kann unter anderem die Konzentration des Eis auf dem Meer beobachtet werden. Die Mission soll die KontinuitĂ€t der Meereseis-KonzentrationsĂŒberwachung verbessern und eventuell durch zusĂ€tzliche Messungen der MeeresoberflĂ€chentemperatur in den Polarregionen weitere Erkenntnisse bringen. Die technologische Herausforderung besteht laut Andreas Lindenthal, Vorstandsmitglied der OHB System AG, darin, dass es sich bei Copernicus um ein operatives System handelt. Das bedeutet, dass es fĂŒr die stĂ€ndige, tĂ€gliche Nutzung ausgelegt ist. "Es werden fortlaufend Daten produziert, gesendet, ausgewertet. Das System muss folglich ĂŒber Wochen, Monate, Jahre einwandfrei und zuverlĂ€ssig funktionieren.“ Denn das ĂŒbergeordnete Ziel von Copernicus ist ein politisches: das System soll die Anstrengungen belegen, die vor allem die EuropĂ€er in Sachen Klimaschutz an den Tag legen. Anders formuliert: Copernicus dient auch als Spiegel, den sich die Regierungen der Welt vorhalten können, wenn es um die Rettung der Erde geht. Anderseits helfe die FĂŒlle der Daten natĂŒrlich auch dabei, falsche Entscheidungen möglicherweise noch rechtzeitig korrigieren zu können, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. 17 Millionen Euro Auftragsvolumen gehen an die OHB System AG Drei weitere Studien zu den möglichen Erweiterungsmissionen von 'Copernicus' wurden von der ESA an die OHB System AG als Hauptauftragnehmer vergeben. Diese europaweit ausgeschrieben Studien haben einen Wert von 17 Millionen Euro. Insgesamt belĂ€uft sich das in Aussicht gestellte Volumen der EuropĂ€ischen Kommission fĂŒr die Copernicus-Mission auf 5,9 Milliarden Euro.
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2019.02.22 14:26 V12.2.6-1