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© Infineon Komponenten | 18 Mai 2018

Infineon investiert EUR 1,6 Milliarden in neue Chipfabrik in Österreich

Die Infineon Technologies AG wird eine neue Fabrik fĂŒr Leistungshalbleiter errichten, um in diesem Bereich die Grundlage fĂŒr langfristiges, profitables Wachstum zu schaffen.
Am Standort Villach in Österreich wird neben der bestehenden Fertigung eine vollautomatisierte Chipfabrik fĂŒr die Fertigung auf 300 Millimeter-DĂŒnnwafern gebaut. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz, Dr. Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender von Infineon, und Dr. Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende von Infineon Austria, stellten das Projekt in Wien vor. Über einen Zeitraum von sechs Jahren sind Investitionen von insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro geplant. Durch die neue Fabrik werden rund 400 neue, insbesondere hochqualifizierte ArbeitsplĂ€tze entstehen. Der Baubeginn ist geplant fĂŒr die erste JahreshĂ€lfte 2019, die Fertigung soll Anfang 2021 starten. Bei vollstĂ€ndiger Auslastung liegt das geschĂ€tzte zusĂ€tzliche Umsatzpotenzial durch die neue Fabrik bei cirka 1,8 Milliarden Euro pro Jahr. „Die globale Nachfrage nach Leistungshalbleitern steigt rasant. Infineon ist als Markt- und TechnologiefĂŒhrer bei unseren Kunden besonders gefragt und wĂ€chst dadurch sogar noch stĂ€rker als der Markt“, sagt Dr. Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender von Infineon. „Das Wachstum wird getragen durch globale Megatrends wie Klimawandel, demographischen Wandel und zunehmende Digitalisierung. Elektrofahrzeuge, vernetzte, batteriebetriebene GerĂ€te, Rechenzentren oder die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen benötigen effiziente und zuverlĂ€ssige Leistungshalbleiter. Diesen Trend haben wir frĂŒh erkannt und bauen deshalb bereits zĂŒgig die FertigungskapazitĂ€ten fĂŒr die 300 Millimeter-Technologie am Standort Dresden aus. Mit der neuen Fertigung in Villach werden wir den zunehmenden Bedarf, den unsere Kunden erwarten, bedienen und unseren Erfolgskurs auch im kommenden Jahrzehnt fortsetzen. Dank der einzigartigen Expertise, die wir an unseren Standorten in Europa aufgebaut haben, können wir als globaler Konzern unsere Stellung auf dem Weltmarkt langfristig stĂ€rken.“ „Diese Großinvestition ist wirtschaftlich, technologisch aber auch gesellschaftlich ein Meilenstein fĂŒr Infineon Austria und stellt einen bedeutenden Schritt fĂŒr die Zukunftssicherung unseres Hochtechnologie-Standorts in Villach dar“, sagt Dr. Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria. „In der wettbewerbsintensiven Halbleiterbranche ist die Errichtung der neuen Fertigung ein wichtiges Signal, dass wir mit dem ausgezeichneten Knowhow unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie fĂŒhrenden Technologien die Chancen der Digitalisierung nutzen und als Hochlohnregion global wettbewerbsfĂ€hig sind – heute und morgen.“ Villach ist das Kompetenzzentrum fĂŒr Leistungshalbleiter im Konzern und seit langem ein wichtiger Innovationsstandort im Fertigungsverbund von Infineon. Hier wurde die Fertigung von Leistungshalbleitern auf 300 Millimeter-DĂŒnnwafern entwickelt, die dann am Standort Dresden in den vergangenen Jahren zur vollautomatisierten Volumenfertigung ausgebaut wurde. Dresden ist der grĂ¶ĂŸte Standort von Infineon zur Wafer-Verarbeitung (Frontend), und es wird erwartet, dass die dortige 300 Millimeter-Fertigung bis 2021 ausgelastet ist. Infineon wird in der neuen Villacher Fabrik auf den Automatisierungs- und Digitalisierungskonzepten aus Dresden aufsetzen und diese im Verbund weiterentwickeln, um die ProduktivitĂ€t zu erhöhen und um Synergien bei Systemen und Prozessen an beiden Standorten sicherzustellen, heißt es in einer Pressemitteilung.
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