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© Pixabay Markt | 07 MĂ€rz 2018

ESA-Studie zur Ressourcennutzung auf dem Mond

OHB Italia wurde von der EuropĂ€ischen Weltraumorganisation ESA beauftragt, eine Definition der Nutzlast fĂŒr die Lunar ISRU Demonstration Mission (ISRU DM) zu erstellen, die fĂŒr 2025 geplant ist.
Die Mission ist Teil des European Exploration Envelope Programme (E3P) der ESA. Sie soll zeigen, welche ISRU-Technologien (In-Situ Resource Utilization) fĂŒr die Umwandlung von Ressourcen des Mondbodens in atembaren Sauerstoff und Trinkwasser erforderlich sind. Diese Technologien spielen eine SchlĂŒsselrolle bei der nachhaltigen Bereitstellung von VerbrauchsgĂŒtern, die fĂŒr zukĂŒnftige EinsĂ€tze von Menschen auf der MondoberflĂ€che benötigt werden.

Mit Hilfe chemischer Verfahren kann mineralisch gebundener Sauerstoff aus dem Mondboden extrahiert werden; man geht auch davon aus, dass in den Polarregionen des Mondes Volatile vorhanden sind und dass diese durch physikalische Verfahren dem Boden direkt entzogen werden können. Diverse Organisationen haben zwar schon ISRU-Methoden und -systeme untersucht, aber bisher hat es noch kein Demonstrationsexperiment bei einer Weltraummission gegeben.

OHB federfĂŒhrend bei der Definition der Demonstrator-Nutzlast

Bei der ISRU DM Mission wird die ESA durch die Einbeziehung innovativer kommerzieller Partnerschaften die Entwicklung der Mission beschleunigen. Dabei wird ein vom Hauptauftragnehmer OHB Italia SpA geleitetes Team zusammen mit den Unterauftragnehmern OHB System AG, Deutschland, Politecnico di Milano und dem OHB-Spin-Off BlueHorizon, Luxemburg, fĂŒr die Definition der Technologie-Demonstratornutzlast verantwortlich sein.

Die Technologie-Demonstratornutzlast wird aus einer auf dem Lander angebrachten Anlage und einem Roboterarm bestehen; der Roboterarm entnimmt Bodenproben von der MondoberflĂ€che (Regolith) und transferiert diese in die Anlage. Der Boden wird bei Temperaturen im Bereich von 900°C mit Hilfe entsprechender Reaktionsmittel chemisch verarbeitet, um den Sauerstoff zu extrahieren; die Endprodukte sind Wasser oder Sauerstoff. Dies wird das allererste Mal sein, dass chemische Substanzen außerhalb der Erde und unter Verwendung von nichtirdischen Stoffen erzeugt werden.

"OHB Italia arbeitet bereits seit mehreren Jahren im Bereich Weltraumforschung und ist fĂŒr seine Erfahrung bezĂŒglich der erforderlichen ISRU-Technologien bekannt. Es ist uns deshalb eine große Freude, dass wir zum Erfolg der Studie beitragen können", sagt Roberto Aceti, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von OHB Italia.

Das OHB-Team wird eng mit zukĂŒnftigen Anbietern von Mondlande-Fluggelegenheiten (PartTime Scientists) bzw. von DatenĂŒbertagungs-Diensten vom Mond zur Erde (SSTL mit Goonhilly Earth Station in Großbritannien), zusammen arbeiten, wobei die Gesamtkoordination der Studie der ESA obliegt. Auf diese Weise wird, basierend auf dem ISRU-Verfahrens-Knowhow, wie es zuvor von OHB Italia (seinerzeit Carlo Gavazzi Space) und Politecnico di Milano entwickelt wurde, ein Konzept der ISRU-Demonstrationsmission erstellt, das den technischen und programmatischen Erfordernissen der ESA entspricht.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-1