Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
© leoni ag Markt | 16 November 2016

Leoni nach drei Quartalen 2016 operativ im Plan

Leoni entwickelte sich in den ersten neun Monaten 2016 operativ im Rahmen der Erwartungen: Das Unternehmen erzielte ein leichtes organisches Wachstum, das aber durch negative Effekte aus Kupferpreis- und Wechselkursveränderungen überkompensiert wurde.

Der Konzernumsatz lag deshalb mit 3.309 Mio. Euro rund 2 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert (Vorjahr: 3.376 Mio. Euro). Davon entfielen 1.071 Mio. Euro auf das dritte Quartal (Vorjahr: 1.112 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war durch einen im August 2016 aufgedeckten Betrugsfall mit rund 40 Mio. Euro belastet und ging deshalb im dritten Quartal auf -12,7 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 29,8 Mio. Euro). In den ersten neun Monaten enthielt das EBIT darüber hinaus hohe Restrukturierungsaufwendungen von 23,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro) und belief sich auf 49,2 Mio. Euro (Vorjahr: 115,3 Mio. Euro); der Konzernüberschuss nahm auf 11,6 Mio. Euro ab (Vorjahr: 67,5 Mio. Euro). Rein operativ entsprach die Ertragsentwicklung den Erwartungen: Das bereinigte EBIT nahm von Januar bis September 2016 leicht auf 125,6 Mio. Euro (Vorjahr: 124,7 Mio. Euro) und im dritten Quartal auf 34,8 Mio. Euro (Vorjahr: 32,2 Mio. Euro) zu. Die internen Untersuchungen zum Betrugsfall sind inzwischen weit fortgeschritten. Die externen Ermittlungen laufen noch. Leoni prüft weiterhin die Geltendmachung von Ersatzansprüchen, wobei eine Klärung im laufenden Geschäftsjahr nicht zu erwarten ist. WSD: Neunmonats-Umsatz wächst leicht auf 2 Mrd. Euro Im Unternehmensbereich Wiring Systems (WSD) stieg der Umsatz in den ersten drei Quartalen 2016 um rund 1 Prozent auf 2.005 Mio. Euro (Vorjahr: 1.987 Mio. Euro), wozu das dritte Quartal 638 Mio. Euro (Vorjahr: 650 Mio. Euro) beitrug. Dank der anhaltend guten Bordnetz- und Kabelsatz-Nachfrage der europäischen und asiatischen Automobilhersteller sowie der internationalen Zulieferindustrie konnte das Segment WSD im gesamten Berichtszeitraum aus eigener Kraft um rund 4 Prozent zulegen. Allerdings wurde der Zuwachs durch negative Kupferpreis- und Währungsumrechnungseffekte geschmälert. Außerdem war der Umsatz des chinesischen Joint Ventures in Langfang, das seit Dezember 2015 at equity in den Konzernabschluss einbezogen wird, im Gegensatz zum Vorjahr nicht mehr im Geschäftsvolumen enthalten. Das Bereichs-EBIT belief sich von Januar bis September 2016 auf 26,6 Mio. Euro (Vorjahr: 58,7 Mio. Euro). Es beinhaltete hohe Restrukturierungsaufwendungen von 22,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro) für die umfassende Reorganisation der Division. Im dritten Quartal lag das EBIT bei 4,5 Mio. Euro (Vorjahr: 5,8 Mio. Euro). WCS: EBIT legt bis Ende September um 11 Prozent zu Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions (WCS) verzeichnete sowohl im dritten Quartal als auch in den ersten neun Monaten 2016 ein organisches Wachstum, das jedoch durch die negativen Kupferpreis- und Währungsumrechnungseffekte überkompensiert wurde. Deshalb lag der Segment-Umsatz von Juli bis September 2016 mit 433 Mio. Euro (Vorjahr: 462 Mio. Euro) und in den ersten drei Quartalen mit 1.304 Mio. Euro (Vorjahr: 1.389 Mio. Euro) jeweils unter den 2015er Vergleichswerten. Das gute Geschäft mit Fahrzeugspezialleitungen und Kabellösungen für Medizintechnik- und Robotikanwendungen führte in den ersten neun Monaten zu einer deutlichen Verbesserung des Bereichs-EBIT um rund 11 Prozent auf 62,5 Mio. Euro (Vorjahr: 56,5 Mio. Euro). Hiervon entfielen 22,8 Mio. Euro (Vorjahr: 24,1 Mio. Euro) auf das dritte Quartal. Umsatz- und EBIT-Prognose für das Gesamtjahr bestätigt Der Vorstand der Leoni AG geht weiterhin davon aus, im Gesamtjahr 2016 einen Konzernumsatz von rund 4,4 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,5 Mrd. Euro) und ein EBIT von circa 65 Mio. Euro (Vorjahr: 151,3 Mio. Euro) zu erreichen. Das Ergebnis beinhaltet geplante Restrukturierungsaufwendungen von rund 30 Mio. Euro und die Belastung aus dem Betrugsfall von circa 40 Mio. Euro, während der Vorjahreswert einen positiven Sondereffekt von 19,6 Mio. Euro aus dem Verkauf der Anteile der Gesellschaft in Langfang, China, enthielt.
Weitere Nachrichten
2019.08.21 15:49 V14.1.4-1