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Komponenten | 09 Mai 2007

ZVEI erwartet leichte Erholung der Bauelemente-Märkte

Nach Einschätzung des ZVEI-Fachverbands Electronic Components and Systems wächst der deutsche Markt für elektronische Bauelemente im laufenden Jahr um gut drei Prozent auf 17,9 Mrd. Euro (2006: 17,4 Mrd. Euro, minus 1,5 Prozent).

„Damit wird wohl das im vergangenen Herbst vorhergesagte Wachstum von fünf Prozent für 2007 nicht ganz erreicht, aber die Zahl ist deutlich positiv“, so Peter Bauer, Vorsitzender des Fachverbands Electronic Components and Systems. Der Zuwachs im laufenden Jahr beruht vor allem auf der deutlich anziehenden Nachfrage nach elektronischen Bauelementen in der Datentechnik sowie der Kfz- und Industrieelektronik. Im Jahr 2006 musste noch ein Umsatzrückgang des Inlandsmarktes gemeldet werden. Ursache waren rückläufige Halbleitermärkte um 4,2 Prozent. Halbleiter dominieren mit einem Anteil von 65 Prozent den Gesamtmarkt für elektronische Bauelemente. Nachdem 2006 bei Halbleitern ein Umsatzrückgang von über vier Prozent (11,1 Mrd. Euro) hingenommen werden musste, rechnen die ZVEI-Experten im Jahr 2007 mit knapp vier Prozent höheren Umsätzen. Getrieben wird dieses Wachstum auf 11,6 Mrd. Euro von der Kfz-Elektronik mit plus fünf Prozent, der Daten¬technik mit plus acht Prozent und der Industrie-Elektronik mit plus sechs Prozent. Für das folgende Jahr geht die Branche aufgrund jüngster Marktschätzungen eher von rückläufigen Umsätzen der Halbleiterbauelemente aus. Die Märkte der Passiven Bauelemente schlossen das vergangene Jahr mit einem Plus von 8,4 Prozent (1,48 Mrd. Euro) ab. Für das laufende Jahr erwarten die Marktexperten ein Umsatzwachstum von 4,4 Prozent (über 1,5 Mrd. Euro). Trotz der anhaltenden Produktionsverlagerungen und dem erhöhten Preisdruck aufgrund der nach wie vor hohen Rohstoff- und Energiepreise wird der Markt der Passiven Bauelemente auch im kommenden Jahr um 2,5 Prozent auf knapp 1,6 Mrd. Euro Umsatz wachsen. Vor allem die weiter steigende Nachfrage nach Piezo-Bauelementen für die Kraftstoffeinspritzung im Kfz führt zu positiven Effekten. Die Elektromechanischen Bauelemente wie Schalter, Steckverbinder und Geräteschutz¬sicherungen schlossen das vergangene Jahr mit einem Umsatzplus von 2,7 Prozent (2,7 Mrd. Euro). Für 2007 erwartet der ZVEI ein leichtes Wachstum von 1,5 Prozent auf einen Umsatz von 2,8 Mrd. Euro. Dabei wiesen die stärksten Bereiche wie die Kfz-, die Industrie-Elektronik und die Telekommunikation unterschiedliche Wachstumsraten auf. So wird für das laufende Jahr damit gerechnet, dass die Industrie-Elektronik um gut drei Prozent und die Kfz-Elektronik um gut zwei Prozent wachsen, während die Telekommunikation einen Rückgang von fast drei Prozent wird hinnehmen müssen. Für 2008 rechnet die Branche mit einem leichten Wachstum von knapp zwei Prozent. Seit Jahren liegt der Anteil der Automobilindustrie am Umsatz stabil bei 43 Prozent. Während der Verband der Leiterplattenindustrie beim ZVEI für das vergangene Jahr auf dem inländischen Leiterplattenmarkt ein Plus von knapp fünf Prozent auf einen Umsatz von über 1,4 Mrd. Euro meldete, erwartet er für 2007 plus 2,5 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro. Ein Drittel des Umsatzes wird inzwischen in der Kfz-Elektronik erzielt, dicht gefolgt von der Industrie-Elektronik (knapp 30 Prozent) und der Telekommunikation (knapp 22 Prozent). Das vergangene Jahr schloss bei Integrierten Schichtschaltungen mit einem Minus von 4,2 Prozent auf einen Umsatz von 0,6 Mrd. Euro. Die Ursache sieht der ZVEI in der Einführung einer neuen Gerätegeneration. Für das Jahr 2007 wird mit einem etwa gleich bleibenden Markt gerechnet. Erst im Jahr 2008 soll sich die Entwicklung mit einem erwarteten Plus von gut vier Prozent zum Positiven wenden. Diese Schichtschaltungen werden als Träger für elektronische Bauelemente eingesetzt. Der Anteil der Automobilelektronik beträgt hier derzeit 85 Prozent. Die nächst höhere Wertschöpfungsstufe der Bauelemente, die Elektronischen Baugruppen, konnten das vergangene Jahr mit einem Plus von 3,2 Prozent auf 22,3 Mrd. Euro Umsatz abschließen. Für das laufende Jahr wird mit einem Marktwachstum von gut vier Prozent gerechnet, das sich im Jahr 2008 auf gleichem Niveau fortsetzen dürfte. Die Änderungen des Wechselkurses des Euro gegenüber dem US-Dollar bedingen wie bereits in den vergangenen Jahren unterschiedliche Wachstumsraten. Daher fällt das internationale Wachstum in Euro berechnet geringer aus. Weltmarkt: Solides Wachstum im Jahr 2006 Der europäische Markt für elektronische Bauelemente schloss das vergangene Jahr mit einem Umsatzplus von 1,4 Prozent auf 52,2 Mrd. Euro (65,6 Mrd. US-Dollar). Die Marktexperten des ZVEI sehen für 2007 ein Umsatzwachstum von zwei Prozent auf ein Marktvolumen von 53,3 Mrd. Euro (68,7 Mrd. US-Dollar), das sich im kommenden Jahr verstärkt fortsetzen wird (plus sechs Prozent). Die sich erholende Wirtschaft und eine weiter steigende Nachfrage nach Konsumgütern sind Ursache für das Wachstum. Der Weltmarkt für Elektronische Bauelemente erreichte 2006 einen Umsatz von 376 Mrd. US-Dollar, das entspricht einem Plus von 8,4 Prozent. Im laufenden Jahr wird er um knapp sieben Prozent auf ein Volumen von rund 400 Mrd. US-Dollar wachsen. Für 2008 prognostizieren die Marktexperten im ZVEI sogar ein Wachstum von gut neun Prozent. Als Triebfeder wird das solide gesamtwirtschaftliche Wachstum der Weltwirtschaft gesehen, das die Nachfrage nach elektronischen Endgeräten und damit nach elektronischen Bauelementen wachsen lässt. Industrie- und Kfz-Elektronik sind Wachstumstreiber Die Kfz-Elektronik stellte unter den verschiedenen Produktsegmenten im vergangenen Jahr auf dem inländischen Markt mit einem Umsatz von gut sechs Mrd. Euro (plus 6,7 Prozent) den dominierenden Markt der Bauelemente-Industrie in Deutschland dar. Es folgt die Datentechnik mit einem Umsatzvolumen von 3,8 Mrd. Euro (minus 13,5 Prozent), gefolgt von der Industrie-Elektronik, die einen deutlichen Umsatzsprung von knapp zehn Prozent (3,3 Mrd. Euro) verbuchen konnte. Deren Nachfrage kommt im Wesentlichen aus dem Boom beim Maschinenbau, während die Datentechnik unter dem Preisverfall bei Mikroprozessoren gelitten hat. Die Telekommunikation schloss dagegen das vergangene Jahr – wie bereits 2005 – schwach mit einem Minus von zehn Prozent. Dies ist nach wie vor auf Produktionsverlagerungen von Mobiltelefonen nach Osteuropa zurückzuführen. Das laufende Jahr werden nach den Prognosen des ZVEI alle Bereiche – mit Ausnahme der Telekommunikation – mit einem Plus abschließen können. Kfz-Elektronik (6,6 Mrd. Euro), Industrie-Elektronik (3,4 Mrd. Euro) und die Datentechnik (4,1 Mrd. Euro) werden ihre Anteile am Gesamtmarkt der Bauelemente weiter steigern. „Unübersehbar war im vergangenen Jahr, dass der deutsche Inlandsmarkt der Motor des europäischen Absatzes war. Dieser Trend wird voraussichtlich auch in der laufenden Periode anhalten und dem europäischen Markt entscheidende Impulse liefern“, so die Prognose des Fachverbands-Vorsitzenden Bauer.
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