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© cumypah dreamstime.com Markt | 27 MĂ€rz 2014

SMA Solar Technology: starker Umsatz- und Ergebnisrückgang

Die SMA Solar Technology AG (verkaufte im GeschÀftsjahr 2013 Solar-Wechselrichter mit einer Leistung von 5,4 Gigawatt (2012: 7,2 GW).
Die weltweite Nachfrage nach Solarstromsystemen ist 2013 um rund 25 Prozent auf ĂŒber 40 Gigawatt (GW) gestiegen. Die Halbierung des europĂ€ischen Marktes wurde durch die außerordentlich starke Nachfrage in China und Japan mehr als kompensiert. Rund die HĂ€lfte der weltweit neu installierten Photovoltaikleistung entfĂ€llt allein auf diese beiden MĂ€rkte. 2012 vereinten Japan und China noch rund 20 Prozent des Weltmarkts auf sich. Als Spezialist fĂŒr PV-Systemtechnik ist SMA von der starken regionalen Nachfrageverschiebung besonders betroffen. Durch den starken NachfragerĂŒckgang in Europa und den hohen Preisdruck reduzierte sich der Umsatz von SMA im Berichtszeitraum um 36,3 Prozent auf 932,5 Mio. Euro (2012: 1,5 Mrd. Euro). Die Umsatzerlöse liegen innerhalb des vom Vorstand prognostizierten Umsatzkorridors von 0,9 Mrd. Euro bis 1,0 Mrd. Euro. Der Auslandsanteil erhöhte sich auf 71,0 Prozent (2012: 56,3%). SMA konnte in so kurzer Zeit den Nachfrageeinbruch in Europa nicht durch die seit vielen Jahren verfolgte Internationalisierung kompensieren. Insbesondere in den WachstumsmĂ€rkten China und Japan, die hohe Eintrittsbarrieren aufweisen, steht SMA noch am Anfang der Markterschließung. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) betrug -89,1 Mio. Euro. Die EBIT-Marge lag bei -9,6 Prozent (2012: 7,0 Prozent). Im operativen Ergebnis sind Sondereffekte fĂŒr Wertberichtigungen auf Forderungen und VorrĂ€te von 41 Mio. Euro, fĂŒr die im August 2013 begonnenen Personalmaßnahmen von 25,1 Mio. Euro sowie fĂŒr Anlaufverluste bei der chinesischen Tochtergesellschaft Zeversolar von 15 Mio. Euro enthalten. Das Konzernergebnis belief sich im Berichtszeitraum auf -66,9 Mio. Euro (2012: 75,1 Mio. Euro). Die Bilanzsumme reduzierte sich um 5 Prozent auf 1,26 Mrd. Euro (2012: 1,33 Mrd. Euro). Trotz des hohen Verlusts bleibt SMA mit einer NettoliquiditĂ€t von mehr als 308 Mio. Euro und einer Eigenkapitalquote von fast 58 Prozent finanziell solide. "Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte mussten wir aufgrund des dramatischen Markteinbruchs in Europa einen hohen Jahresfehlbetrag verbuchen. Der SMA Vorstand hat trotz dieser schwierigen Situation nicht die Investitionen in die Technologieentwicklung reduziert. Die Ausgaben fĂŒr die Entwicklung zukĂŒnftiger Produkte lagen erneut bei ĂŒber 100 Mio. Euro, weil wir nur so unsere technologische FĂŒhrerschaft in einem hart umkĂ€mpften Markt verteidigen können. Außerdem haben wir unsere globale PrĂ€senz durch neue Gesellschaften im Ausland und die Akquisition des chinesischen Wechselrichter-Herstellers Zeversolar erhöht. Damit wir unsere WettbewerbsfĂ€higkeit mittelfristig weiter verbessern können, strebt SMA eine strategische Partnerschaft mit Danfoss an. Insgesamt können wir mit dem finanziellen Ergebnis natĂŒrlich nicht zufrieden sein. Wir sind aber ĂŒberzeugt, dass wir die strategischen Weichen fĂŒr eine nachhaltige Ergebnisverbesserung gestellt haben", erklĂ€rt SMA Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. FĂŒr das erste Quartal 2014 erwartet der SMA Vorstand in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld einen Umsatz von 170 Mio. Euro bis 200 Mio. Euro (Q1 2013: 212 Mio. Euro). Der RĂŒckgang im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere auf das ProjektgeschĂ€ft zurĂŒckzufĂŒhren. SMA wird im ersten Quartal voraussichtlich ein negatives operatives Ergebnis (EBIT) von -20 Mio. Euro bis -25 Mio. Euro (2012: -8 Mio. Euro) erwirtschaften. Der SMA Vorstand bestĂ€tigt die erstmals im November 2013 veröffentlichte Umsatz- und Ergebnisprognose fĂŒr das Gesamtjahr 2014. Diese sieht einen Umsatz von 1,0 Mrd. Euro bis 1,3 Mrd. Euro und im besten Fall ein operatives Ergebnis von bis zu 20 Mio. Euro vor. Die Prognose setzt ein stabiles regulatorisches Umfeld voraus, insbesondere in Europa.
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