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© ermess dreamstime.com Markt | 25 MĂ€rz 2014

Leoni tritt in nächste Wachstumsphase ein

FĂŒr Leoni, einem europĂ€ischen Anbieter von Kabeln und Kabelsystemen fĂŒr die Automobilbranche und weitere Industrien, war das GeschĂ€ftsjahr 2013 wie angekĂŒndigt ein Jahr des Übergangs.
Das Unternehmen hat im Berichtszeitraum die Grundlage fĂŒr die nĂ€chste Wachstumsphase geschaffen. Der Konzernumsatz erreichte mit 3,92 Mrd. Euro (2012: 3,81 Mrd. Euro) einen neuen Höchst-wert. Grund fĂŒr die ĂŒber den Planungen liegenden Einnahmen war die anhaltend hohe Nachfrage der weltweiten Automobilindustrie. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 163,1 Mio. Euro wie erwartet deutlich unter dem Vorjahreswert von 237,9 Mio. Euro, welcher durch den Verkauf der Tochtergesellschaft Leoni Studer Hard AG positiv beeinflusst worden war. Zudem wirkten sich im GeschĂ€ftsjahr 2013 unter anderem Restrukturierungaufwendungen von 21 Mio. Euro, hohe Vor-leistungen fĂŒr 16 neue Bordnetz-Projekte sowie fehlende Deckungs-beitrĂ€ge durch nicht ausgelastete Industriekabel-Werke gewinnbelastend aus. Der KonzernĂŒberschuss belĂ€uft sich auf 105,9 Mio. Euro (2012: 157,0 Mio. Euro). Das Unternehmen beabsichtigt, eine Dividende von 1 Euro (Vorjahr: 1,50 Euro) auszuschĂŒtten. "Leoni hat 2013 seine langfristige Strategie weiterentwickelt und eine Vielzahl zukunftsorientierter Maßnahmen ergriffen", sagt Dr. Klaus Probst, Vorstandsvorsitzender der Leoni AG, anlĂ€sslich der Bilanzpressekonferenz der Unternehmensgruppe. "Trotz der schwachen Konjunktur in unserem Heimatmarkt Europa ist es gelungen, einen neuen Umsatzrekord zu erzielen. Dies war nur möglich, weil Leonis internationale PrĂ€senz wĂ€chst und sich unser GeschĂ€ft in Amerika und Asien sehr gut entwickelt hat." WSD: Wachstum mit Premiumherstellern Der Unternehmensbereich Wiring Systems (WSD) konnte den Umsatz im Berichtsjahr um gut 5 Prozent auf 2.321,0 Mio. Euro (2012: 2.206,4 Mio. Euro) steigern. Ausschlaggebend fĂŒr den Zuwachs war vor allem die Nachfrage der exportstarken deutschen Automobilindustrie, insbesondere der Premium-hersteller. Deutlich zugelegt hat auch der Absatz an KabelsĂ€tzen und Bordnetz-Systemen, die in den chinesischen Werken produziert und dort grĂ¶ĂŸtenteils an internationale Hersteller geliefert wurden. In Amerika, wo bislang fast ausschließlich der Nutzfahrzeugmarkt bedient worden war, gelang zum einen der Start in das Bordnetz-GeschĂ€ft mit Pkw. Zum anderen hat sich das junge GeschĂ€ftsfeld Power Sports erfolgreich etabliert. Auf die Ertragslage wirkten sich vor allem Restrukturierungsaufwendungen von 12,6 Mio. Euro sowie hohe Vorleistungen fĂŒr ĂŒberdurchschnittlich viele neue Projekte negativ aus. ErwartungsgemĂ€ĂŸ verringerte sich das Bereichs-EBIT auf 116,1 Mio. Euro (2012: 136,4 Mio. Euro). WCS: Plus bei Automobilleitungen, RĂŒckgang im IndustriegeschĂ€ft Die AbsatzmĂ€rkte des Unternehmensbereichs Wire & Cable Solutions (WCS) entwickelten sich auch im GeschĂ€ftsjahr 2013 uneinheitlich. Die GeschĂ€ftseinheiten, die den Industriesektor mit Kabeln und Kabelsystemen beliefern, hatten wegen ihres noch stark auf das zuletzt konjunkturschwache Europa fokussierten GeschĂ€fts mit einer rĂŒcklĂ€ufigen Nachfrage zu kĂ€mpfen. Dagegen konnten die Einnahmen mit Automobilleitungen gesteigert werden: Bei gleichbleibenden UmsĂ€tzen in Europa legten Asien und Amerika deutlich zu. Entsprechend wurden die KapazitĂ€ten in diesen beiden Regionen im Berichtszeitraum ausgebaut. In Summe blieb der Außenumsatz des Segments mit 1.596,9 Mio. Euro (2012: 1.602,6 Mio. Euro) nahezu konstant. Wie erwartet lag das EBIT des Unternehmensbereichs mit 47,1 Mio. Euro markant unter dem Vorjahreswert von 101,3 Mio. Euro, der von dem Einmaleffekt von 28,3 Mio. Euro aus dem Verkauf der Tochtergesellschaft Leoni Studer Hard AG ĂŒberzeichnet war. Zudem wurde das Ergebnis im Berichtsjahr durch Restrukturierungen von 8,9 Mio. Euro, die schwache KapazitĂ€tsauslastung im Industriebereich sowie einen ungĂŒnstigen Produktmix bei Automobilkabeln belastet. Kapitalfluss: Investitionssumme auf Rekordhöhe Leoni investierte im GeschĂ€ftsjahr 2013 insgesamt die Rekordsumme von 168,4 Mio. Euro (2012: 154,2 Mio. Euro) in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, was einer Zunahme um 9 Prozent entspricht. Das Unternehmen baute zum Beispiel seine Automotive-KapazitĂ€ten in China und Mexiko aus und installierte eine Spritzgussfertigung in der Slowakei. Investiert wurde auch in die Modernisierung der Bordnetz-Zentrale in Kitzingen, um insbesondere die Bereiche Engineering und Entwicklung weiter vergrĂ¶ĂŸern zu können. Trotz der erneut gestiegenen Investitionssumme erwirtschaftete Leoni einen Mittelzufluss aus laufender GeschĂ€ftstĂ€tigkeit von 187,4 Mio. Euro (2012: 211,7 Mio. Euro). Der Free Cashflow erreichte mit 36,7 Mio. Euro (2012: 63,5 Mio. Euro) nicht ganz das angestrebte Niveau. Finanzlage: Verschuldungsgrad abermals gesunken Seit der Überwindung der Wirtschafts- und Finanzkrise konnte Leoni seine Vermögenslage stetig verbessern. 2013 stieg das Eigenkapital auf nunmehr 827,6 Mio. Euro (2012: 784,0 Mio. Euro). Auch die Eigenkapitalquote erhöhte sich und lag zum 31. Dezember 2013 bei 34,5 Prozent (31.12.2012: 32,9 Prozent) - dem höchsten Wert seit 2006. Die Nettofinanzschulden wuchsen zum Jahresende leicht auf 257,0 Mio. Euro nach 249,2 Mio. Euro im Vorjahr. Der Verschuldungsgrad (Gearing) konnte erneut leicht gesenkt werden und betrug 31 Prozent (2012: 32 Prozent). Die Gesamtkapitalrendite (ROCE) erreichte am 31. Dezember 2013 mit 13,2 Prozent (31.12.2012: 20,9 Prozent) und lag damit unter der Zielmarke von 15 Prozent. Prognose: Langfristig ausgeglichene regionale UmsĂ€tze Leoni tritt 2014 plankonform in die nĂ€chste Wachstumsphase ein, die das Unternehmen bis zum Jahr 2016 auf einen Konzernumsatz von 5 Mrd. Euro und eine EBIT-Marge von 7 Prozent bringen wird. FĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr werden Erlöse von ca. 4,1 Mrd. Euro und ein ĂŒberproportional steigendes Ergebnis vor Zinsen und Steuern von mindestens 200 Mio. Euro erwartet. Das Unternehmen hat ein Investitionsvolumen von 200 Mio. Euro veranschlagt. Leoni erwartet 2014 einen Free Cashflow von etwa 30 Mio. Euro. Das Eigenkapital sollte sich durch den erwarteten JahresĂŒberschuss weiter erhöhen und die Eigenkapitalquote damit auf rund 36 Prozent ansteigen. Die Kapitalrendite wird voraussichtlich ca. 16 Prozent betragen. Die regionale Verschiebung des GeschĂ€ftsvolumens wird sich bei Leoni fortsetzen. Hat Europa im Berichtsjahr noch rund zwei Drittel zum Konzernumsatz beigesteuert, so wird der Anteil 2018 auf voraussichtlich knapp 60 Prozent zurĂŒckgehen. Langfristig ist eine Gleichverteilung zwischen den WirtschaftrĂ€umen Europa, Asien und Amerika angestrebt, wobei das GeschĂ€ft im Heimatmarkt Europa weiter wachsen soll.
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2019.02.15 09:57 V12.1.1-1