Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
© daniel schweinert dreamstime.com Komponenten | 07 August 2013

Schnelle Fehlerbehebung im Fahrzeug

Ab 2015 k√∂nnten sich die Werkstattaufenthalte f√ľr Fahrzeuge betr√§chtlich verk√ľrzen. M√∂glich wird dies durch die gemeinsame Forschungsarbeit der Unternehmen AUDI, Continental, Infineon Technologies und ZMDI.
Im Projekt DIANA haben sie daran geforscht, wie sich die Analyse- und Diagnosefähigkeiten in elektronischen Steuergeräten im Fahrzeug verbessern lassen. In dreijähriger Arbeit sind unter der Leitung von Infineon Verfahren entstanden, mit denen eine differenzierte Fehlererkennung und damit die schnellere Fehlerbehebung in der Werkstatt möglich werden.

Mit Unterst√ľtzung von Forschungseinrichtungen und Universit√§ten wurde der Weg bereitet f√ľr die "Durchg√§ngige Diagnosef√§higkeit in Halbleiterbauelementen und √ľbergeordneten Systemen zur Analyse von permanenten und sporadischen Fehlern im Gesamtsystem Automobil" (DIANA).

Die Fahrzeugelektronik ist heute √ľberaus komplex. Durchschnittlich 80 elektronische Steuerger√§te gibt es im Auto; im Premiumfahrzeug k√∂nnen es hundert und mehr sein. Erfahrungsgem√§√ü ist in der Fahrzeugelektronik die eigentliche Ursache vieler gemeldeter Fehler nicht einwandfrei feststellbar. H√§ufig blieb der Werkstatt nur die M√∂glichkeit, einen Fehler anhand der Fehlerbeschreibung systematisch durch Austausch von Systemkomponenten einzugrenzen und so zu beheben.

Auf Basis der in DIANA erarbeiteten Verfahren werden sich Elektronikst√∂rungen im Automobil in Zukunft schneller und deutlich effizienter erkennen und beheben lassen. Entscheidende Grundlage hierf√ľr sind Verfahren der Qualit√§tskontrolle aus der Produktion der Halbleiterindustrie. Diese Verfahren wurden von den DIANA-Forschungspartnern so weiterentwickelt, dass die im Fahrzeug verbauten Chips unmittelbar f√ľr die Eigendiagnose des Fahrzeugs genutzt werden k√∂nnen.

Als Ergebnis daraus k√∂nnen sich vor und w√§hrend der Fahrt auch die elektronischen Steuerger√§te des Fahrzeugs fortlaufend selbst √ľberpr√ľfen. Auf Basis dieser in kontinuierlicher Eigendiagnose gewonnenen Daten lassen sich Fehlfunktionen fr√ľhzeitig erkennen, denn die Diagnosedaten werden vorverarbeitet an √ľbergeordnete Systemkomponenten des Steuerger√§ts √ľbergeben.

Davon profitieren die Mechatroniker in der Werkstatt dann bei der Fehlerdiagnose. Eine solche durchgängige Diagnosefähigkeit im Fahrzeug ist erst durch die konzertierten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der DIANA-Forschungspartner realisierbar geworden.

Bewähren sich die Diagnosetechniken im Fahrzeug, bieten sich weitere sicherheitsrelevante Anwendungsfelder an, z.B. in anderen Verkehrssystemen wie Bahn oder Flugzeug oder auch in der Medizintechnik.

Das Projekt DIANA wurde vom Bundesministerium f√ľr Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung und des Programms "Informations- und Kommunikationstechnologie 2020" (IKT 2020) mit einem Beitrag von etwa 4,8 Millionen Euro gef√∂rdert. Schwerpunkte des IKT 2020-Programmes sind unter anderem Automobil und Mobilit√§t; Ziel ist es, die Robustheit der Fahrzeugelektronik ma√ügeblich zu verbessern.

Weitere Projektbeteiligte

Unterst√ľtzt wurden die vier Projektpartner von dem Fraunhofer-Institut f√ľr Integrierte Schaltungen Dresden, der Universit√§t der Bundeswehr M√ľnchen und den Universit√§ten Cottbus, Erlangen-N√ľrnberg und Stuttgart.
Weitere Nachrichten
2019.01.17 14:20 V11.11.0-1