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Komponenten | 14 Februar 2012

'Energy for a Green Society' nimmt Form an

Die Partner eines aus öffentlichen Mitteln finanzierten europäischen Forschungsprojekts gaben Einzelheiten zu einem multinationalen und interdisziplinären Programm namens ,Energy for a Green Society' (ERG) - zu Deutsch sinngemäß: ,Energie für eine umweltfreundliche Gesellschaft' - bekannt.

Das im Rahmen des ENIAC JU initiierte Projekt mit einer Laufzeit von drei Jahren hat das Ziel, substanzielle Fortschritte in der Lieferkette für Sonnenenergie zu erreichen - von der nachhaltigen Gewinnung bis zur intelligenten Verteilung. Zu diesen Fortschritten gehört das Anheben des Solarzellen-Wirkungsgrads auf 25% und die Senkung der Umwandlungsverluste um 20%. Die Notwendigkeit, die Sonnenenergieproduktion exponentiell zu steigern, wie es die Klimaziele Europas für 2020 und die allgemeine Energiepolitik vorsehen, bringt immense technologische Herausforderungen mit sich. Das ERG-Programm will diesen Anforderungen gerecht werden, indem die Solarzellen in ihrer Effizienz gesteigert, innovative Gewinnungstechniken entwickelt, die Umwandlungsverluste reduziert und die Energiemanagement-Strategien verbessert werden. In der ersten Phase werden sich die europäischen Forscher auf das Design und die Entwicklung innovativer Solarzellen konzentrieren und dabei neuartige Architekturen, Vorgehensweisen und Werkstoffe erkunden. Zu den Zielsetzungen des Programms gehört dabei die Demonstration kommerziell tragbarer Anwendungen für druckbare Farbstoff-Solarzellen, die eine vielversprechende und kostengünstige Alternative zu Silizium-Lösungen darstellen. Parallel dazu werden die Projektpartner nach Möglichkeiten Ausschau halten, die Nutzung der per Photovoltaik (PV) generierten Energie zu optimieren. Das Hauptaugenmerk gilt dabei der Power-Management-Elektronik für siliziumbasierte Solarzellen-Panels und den MEMS-Lösungen für konzentrierte PV-Zellen. Die Partner werden hierzu Techniken ausloten, die das Maximum Power Point Tracking nutzen, um den Energieertrag von Solarzellen-Arrays zu steigern, und die außerdem die Umwandlungs-Effizienz auf der Modul- und Segment-Ebene verbessern. Das ERG-Programm wird ferner Verhaltensmodelle für einzelne Komponenten des Smart Grid hervorbringen, die die Entwicklung optimaler Energiezuteilungs- und Batterielade-Algorithmen ermöglichen - basierend auf Daten aus über das gesamte Netz verteilter drahtloser Sensorknoten. Ein weiterer Bestandteil des Projektplans ist die Ausarbeitung innovativer Lösungen, um lokale intelligente Netze in Bezug auf Power-Management, Kraft-Wärme-Kopplung, Energieverbrauch und globale Effizienz zu optimieren und dabei von der Echtzeit-Energiezählung und Rechnungsstellung Gebrauch zu machen. "Die ERG-Initiative wird zur Schaffung einer soliden Elektronikdesign-Basis für Europa beitragen und eine Reihe von Technologiestandards für den Bereich der Solarenergie hervorbringen", erklärte Dr. Francesco Gennaro, ERG-Projektkoordinator und Staff Engineer bei STMicroelectronics. "Ziel des ERG-Programms ist es, über die gesamte Lieferkette vom PV-Panel bis zur Einspeisung ins Netz signifikante Effizienzsteigerungen zu erzielen, die allen Beteiligten zur Verfügung gestellt werden." Das Projekt ,Energy for a Green Society' ist in mehrere Arbeitspakete unterteilt, die eine Zeitspanne von insgesamt 36 Monaten abdecken. Das Projekt, dessen Kosten mit insgesamt 25,7 Million Euro beziffert werden, wird teils durch eine Kombination europäischer und nationaler Fördergelder nach den Regeln des ENIAC JU 2010 finanziert. Die beteiligten Staaten sind Italien, Belgien, Deutschland, Spanien, Irland, die Niederlande, die Slowakische Republik und das Vereinigte Königreich. Die 27 Projektpartner sind: Applied Materials Italia Boschman Technologies Technische Universität Chemnitz Compel Electronics Elec-Con technology GmbH Enecsys Fraunhofer Gesellschaft Infineon Technologies Italian University NanoElectronics Consortium (IUNET) LEITAT Technological Center National Research Council (CNR) NXP Semiconductors, Niederlande ON Semiconductor Belgien Politecnico di Torino POWERTEC RWTH Aachen Sincrotrone Trieste Slovak University of Technology Bratislava SMA Solar Technology SolarPrint STMicroelectronics, Italien (Projektkoordinator) Telefunken Semiconductors Tyndall National Institute, University College Cork Universität Bologna Universität Kalabrien Universität Catania Universität Sheffield
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2019.05.21 21:58 V13.3.9-1