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Elektronikproduktion | 13 März 2009

Hartes Jahr für Elektronik-Industrie, aber Optimismus bleibt

Die europäische und globale Elektronik-Industrie, welche seit 2008 mit einem langsameren Wirtschaftswachstum und hohen Energie- und Rohstoffpreisen zu kämpfen hat, beendete das letzte Jahr mit noch mehr Unsicherheit, erklärte der Marktforscher Reed Electronics Research.
Das Ausmaß der Marktverschlechterung in den letzten Monaten des Jahres 2008 hat einen deutlichen Einfluss auf die Aussichten für 2008/2009, wobei Unternehmen in der Branche die Prognosen für Einnahmen und Gewinne senken müssen.

Mit deutlich begrenzten Aussichten, ist die Möglichkeit einer Erholung in der zweiten Hälfte des Jahres 2009 zunehmend unsicherer. Das Vertrauen von Verbrauchern und Unternehmen bleibt nach wie vor schwach und die Eskalation der globalen Finanzkrise legt Beschränkungen auf die dringend benötigten Kredite – Kredite zur Finanzierung von Expansion und Wachstum. Während der globale Charakter des Wirtschaftsabschwunges sich weiter verstärkt, schwächt sich Nachfrage in den wichtigsten Export-Märkten weiter ab und setzt damit die Einnahmen und Margen weiter unter Druck, so der Bericht weiter.



Als Ergebnis daraus – und auf der Grundlage von Reed Electronics Research jährlicher Umfrage – prognostiziert der Marktforscher für 2009 einen Rückgang von 12% auf €154 Milliarden in der Elektronikproduktion in Westeuropa; nach €175 Milliarden im Jahre 2008 und €273 Milliarden während des Telekom/Internet-Boom vor 9 Jahren.

Zwischen 2000 und Ende 2009 wir die Elektronik-Produktion in West-Europa wird ein Rückgang von 44% hinnehmen müssen – alle Ländern in der Region werden von erheblichen Rückgängen betroffen sein. Frankreich, Spanien und das Vereinigte Königreich – mit einem starken Telecom und IT Fokus – werden voraussichtlich Produktionsrückgänge von jeweils 51%, 48% und 63% sehen (in jeweiliger Landeswährung). Deutschland konnte bis jetzt dem Abschwung widerstehen – da das Land eine beherrschende Stellung im Bereich Automobil und Industrie einnimmt, obwohl die Prognosen einen zweistellige Rückgänge für 2009 aufzeigen.

Trotz der aktuellen Aussichten, ist die langfristige Zukunft für die Elektronik-Industrie in Westeuropa durchaus positiv zu sehen. Wenn die Region aus dem derzeitigen Abschwung herausfindet, werden nur einige wenige Produktionsstätten verblieben sein, wo bei die Unternehmen sich auf Produkte mit höheren Margen konzentrieren werden – in den Bereichen wie Medizin, Industrie, Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Energie, High-End-Kommunikation und Datenverarbeitung. Der Bereich Automotive – wenn er sich von diesem nahezu beispiellosen Rückgang der Kfz-Produktion erholt hat - wird wieder ein wichtiger Sektor werden, da Fahrzeughersteller auf Elektronik zurückgreifen um die ständig wachsende Nachfrage nach sichereren und umweltfreundlicheren Fahrzeugen zu befriedigen.

OEMs in diesen Bereichen wird auch weiterhin versuchen, ihre Kosten zu senken – sei es durch Outsourcing der Produktion oder der Verlagerung an kostengünstigere Standorte. Trotzdem wird die Elektronik-Produktion in Westeuropa zwischen 2011 und 2012 wieder stabilisieren und neue in der gesamten Lieferkette neue Möglichkeiten bieten, endet der Bericht.

Bildquelle: Asteel

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