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Elektronikproduktion | 10 März 2009

"Foxconn-Effekt" verblasst – Einnahmen der Top10 EMS-Dienstleister schrumpfen in 2008

Nachdem Foxconn über Jahre im Alleingang das robuste Wachstum der weltweiten EMS-Industrie angekurbelt hat, erreichte Foxconn (AKA Hon Hai Precision Industry) im Jahr 2008 nur einen marginalen Umsatzanstieg. im Jahr 2008. Dies führte dazu, dass der Top-Tier EMS-Markt einbrach, wie vorläufige iSuppli-Analysen der Marktanteile zeigen.
Die zusammengefassten Einnahmen für die Top10 EMS-Dienstleister für 2008 beliefen sich auf $129,9 Milliarden, ein Rückgang um 2,8% von $133,6 Milliarden in 2007, zeigen vorläufige Schätzungen von iSuppli. Das ist ein großer Rückgang im Vergleich zum Wachstum von 19,2% im Jahr 2007 und einem Wachstum von 20,3% im Jahr 2006. Es markiert auch das erste Jahr – seit 2002 – in dem die zusammengefassten Einnahmen der Top10 EMS-Dienstleister einen Rückgang zu verzeichnen haben (auf jährlicher Basis).

"Die EMS-Branche hat sich über den Wendepunkt hinaus entwickelt und verlangsamt sich nun schon seit einiger Zeit", erklärte Adam Pick, Principal Analyst, EMS & ODM Services, für iSuppli. "Die Daten aus der Industrie zeigen eine Konjunkturabschwächung in den letzten 12 Monaten." Das taiwanesische Unternehmen Foxconn – der weltweit führende EMS-Dienstleister – erzielte 2008 ein Umsatzwachstum von lediglich 1,3% mit einem geschätzten Umsatz von $55,4 Milliarden; gegenüber $54,7 Milliarden im Jahr 2007. Im Vergleich dazu steht Foxconns boomender Anstieg von 39,4% im Jahr 2007 und 43,7% im Jahr 2006.

Die Tabelle zeigt das vorläufige Ranking der Top10 EMS-Dienstleister für 2008.


Foxconns Schwächen
"Das vorläufige EMS-Ranking für 2008 zeigt, dass der "Foxconn-Effekt" seine Zugkraft verloren hat", erklärte Herr Pick. "Foxconns robustes Wachstum war der Hauptfaktor für das mehrjährige zweistellige Wachstum auf dem weltweiten EMS-Markt. Zum Beispiel; streicht man Foxconns Ergebnis aus der Liste der Top10 EMS-Dienstleister für das Jahr 2007, dann würde das gesamte Umsatzwachstum bei 8,3% liegen und nicht bei 19,2%."

Adam Pick macht zwei Faktoren für die Verlangsamung von Foxconns Wachstum verantwortlich: ein starker Rückgang bei der Nachfrage durch die Verbraucher und die Wechselkurse. "Während die Nachfrage für Foxconns Produkte – wie etwa Desktop-PCs und Handys – 2008 zurückging, war das Unternehmen gezwungen Gewinnwarnungen herauszugeben, das Unternehmen neu zu strukturieren und Wachstumsprognosen anzupassen“ erklärte Adam Pick. "Ein weiterer Faktor, welcher den konsolidierten Brutto-Umsatz von Foxconn stark beeinflusste, war der starke Rückgang des Wechselkurses zwischen Taiwan-Dollar und US-Dollar."

Ein EMS Messe im Jahr 2008
Wie vor kurzem angekündigt, hat iSuppli die Umsatzprognose für den Zeitraum 2006-2012 auf eine kumulierte jährliche Wachstumsrate von 1,3% reduziert – von 5,3%. Abgesehen von Foxconns ‚lauem’ Wachstum im Jahr 2008, zeigten auch einige andere Entwicklungen während der letzten 12 Monaten, dass sich die gesenkten Erwartungen von iSuppli realisiert werden. Zum einen hat die momentane No-5 Sanmina-SCI weiterhin vor großen Herausforderungen zu meistern.

Während Sanmina-SCI nach dem Verkauf ihrer PC-Vermögenswerte an Foxconn und Lenovo im Jahr 2008 einen Boost erlebte, war dieser doch nur von kurzer Dauer. Die Einnahmen des Unternehmens stürzten 2008 um 32,5% ab – ein Rückgang von $3,3 Milliarden. "Der Verkauf seiner PC-Vermögenswerte hat für Sanmina-SCI nicht ausgereicht, um den Wachstumsmotor wieder anzukurbeln", erklärte Adam Pick. "Unsere Schätzungen deuten darauf hin, dass Sanmina-SCI über $400 Millionen an Umsatz aus dem Kerngeschäft verloren hat – welches jetzt auf higher-mix, lower-volume ausgerichtet ist."

Im Verlauf des vierten Quartals, sank der Umsatz für Sanmina-SCI um 16,7% (sequentiell) auf $1,4 Milliarden. Angesichts der Nachfrage-Volatilität mit der die OEM-Kunden von Sanmina-SCI zu kämpfen haben, hat das Unternehmen es vorgezogen keine Prognose für das 1Q/2009 abzugeben.

Diversifizierung verzögert sich
Ein weiterer wichtiger Faktor, welcher das Wachstum für die EMS-Industrie im Jahr 2009 beeinflusst, ist das langsame Tempo der Diversifizierungsinitiativen bei einigen der Top10 EMS-Dienstleister.

Die 2880-Ergebnisse von Elcoteq SE und Benchmark Electronics zeigen, dass die Anstrengungen zur Diversifizierung nicht die gewünschten Steigerungen bei den Einnahmen brachten. Die Nr.-6 der EMS-Dienstleister – Elcoteq – musste ein Rückgang von 13% im Jahr 2008 hinnehmen, nachdem Nokia seine Mobiltelefon-Verträge an die Wettbewerber FIH, Jabil Circuit und BYD vergab. Nun nennt Elcoteq den BlackBerry - Produzenten Research In Motion als seinen größten Kunden.

Die No-8 Rang – Benchmark – musste einen Umsatzrückgang um 11,2% im Jahr 2008 verzeichnen, da sowohl Sun Microsystems als auch EMC auf andere Unternehmen umgestiegen sind und/oder Produktlinien beendet haben. iSuppli erwartet sehr schwierigen Zeiten für EMS-Dienstleister in diesem Jahr – angesichts der weltweiten Rezession und Finanzkrise. iSupplis Prognosen sehen einen Umsatzrückgang von 9,9%, da sich die Nachfrage weiter verschlechtert.

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