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Elektronikproduktion | 04 März 2009

Deutsche & europäische Investitionen in Solarenergie geben Marktführung

"Wir (die USA) haben die Solartechnik erfunden, aber wir sind in der Produktion hinter Ländern wie Deutschland und Japan zurückgeblieben", erklärte Barack Obama, in seiner Ansprache auf einer gemeinsamen Sitzung des US-Kongress in der letzten Woche.
Tatsächlich sind diese Staaten an den USA vorbeigezogen, wobei Deutschland die Führung in diesem schnell wachsenden Markt der alternativen Energien eingenommen hat — durch langfristiges Engagement für Solarenergie, berichtet iSuppli.

"Europas frühe und begeisterte Adoption der Sonnenenergie zahlt sich aus. Die Region ist führend in der Produktion von Photovoltaik-(PV) Zellen. Die könnte, möglicherweise, zu einer Einsparung von rund €300 Milliarden in Stromkosten führen", erklärte Dr. Henning Wicht, Senior Director & Principal Analyst bei iSuppli (Bereich Photovoltaik). "Die europäischen Unternehmen lieferten 2008 rund 27,4% der weltweiten PV-Zellen (in Bezug auf Wattleistung); knapp gefolgt von China mit 25,8%, Japan mit 16,2% und die USA mit 13,7%."

Die beigefügte Abbildung zeigt die Schätzung von iSuppli in Bezug auf die Produktion von PV-Zellen im Jahr 2008 (nach Regionen), basierend auf der Wattleistung.



"Darüber ist Europa mit Abstand auch der weltweit größte Markt für Solar-Anlagen", fügt Herr Wicht hinzu. "Dies ist nicht durch Zufall geschehen, das europäische Regierungen, Forschungseinrichtungen und die Industrie während der letzten zwei Jahrzehnte sehr eng zusammen gearbeitet haben, um diesen Punkt zu erreichen."

Die zugrunde liegende Triebkraft für diese Bemühungen ist der Wunsch, die europäischen Volkswirtschaften aus der Abhängigkeit von Stromquellen auf Kohlenwasserstoff-Basis zu lösen. Dies schafft zudem neue Arbeitsplätze und eine neue Industrie, welche in der Lage ist auf der internationalen Bühne konkurrenzfähig zu sein. Im Jahr 2008 wurden mehr als 80% der weltweiten Photovoltaik-Kapazität in Europa installiert; wobei Deutschland und Spanien mit 84% in Europa die Spitzenplätze einnehmen.

Die Nachfrage bedienen
Während die Regierung Obama untersucht, wie man den US-Solar-Markt ankurbeln kann, sollte man sich den Hauptgrund der europäischen Führung in diesem Bereich anschauen: Feed-in-Tariffs (Einspeisungstarife). Dies sind Anreize für Unternehmen (und Personen), welche Solarenergie in das Versorgungsnetz einspeisen, Zuschlagspreise zu erhalten, so dass die Gesamtkapitalrentabilität (ROI) für PV-Anlagen attraktiver ist.

Diese Anreize werden sich 2009 etwas verlangsamen, vor allem in Spanien. Aber sie haben erfolgreich ihre Ziel gedient, die Preise nach unten zu drücken – in dem eine starke und wettbewerbsfähige PV-Lieferkette aufgebaut wurde, so Herr Wicht.

Energiewoche
Während der Sustainable Energy Week in diesem Monat in Brüssel, hat die EU-Kommission den europäischen Technologieplan für erneuerbare Energien präsentiert. Solar spielt eine strategische Rolle in diesem Plan dar. Zur Unterstützung ihrer Mitgliedstaaten bei der Erreichung der gesteckten Ziele, fördert die EU-Kommission öffentlich-private Partnerschaften zur schnelleren Bereitstellung von Solarenergie. Große Solar-Kraftwerke, städtische Integration, d.h. Solar-Städte, und transnationale, ländliche Elektrifizierung helfen den Einsatz von Solarenergie zu verstärken.

Schwierigkeiten bei Einsatz
Während schnell sinkenden Preisen Solarenergie in vielen Ländern wirtschaftlich attraktiver machen, kann es beim Einsatz zum Engpass kommen. Zur Erreichung der Ziele müssen ein paar Dinge geändert werden, so Anton Milner, Vorstandsvorsitzender der Q-Cells und Sprecher der European Photovoltaic Industry Association (EPIA).

Diese Änderungen sind:
• Das Grid-Management muss in der Lage sein, die ein großes Angebot an Sonnenenergie während des Tages aufnehmen zu können
• Effiziente Speicherlösungen müssen entwickelt werden
• Die Regierungen müssen Utility-Unternehmen fördern, um sich auf eine vermehrte Produktion von Solarenergie vorzubereiten

Hell erleuchtet
Der weltweit führende Hersteller von PV-Zellen im Jahr 2008 war das deutsche Unternehmen Q-Cells. Das norwegische Unternehmen REC ist ein weiterer großer "Global Player". Das Unternehmen liefert alles, von der Polysilicium-Rohstoffen, über die Herstellung von Zellen und Modulen, bis hin zur System-Installation. Das deutsche Unternehmen SolarWorld und das britische Unternehmen BP Solar sind weitere Beispiele für europäische Hersteller von Zellen und Modulen, welche ihre Erfolge in Europa ausnutzen und in den aufstrebenden US-amerikanischen Markt investieren und die staatlichen Anreize nutzen.

Während sich die PV-Nachfrage auf der ganzen Welt in den kommenden Jahren erhöhen wird, erwartet iSuppli, dass europäische Unternehmen auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen werden.

Bildquelle: Schott Solar

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