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Allgemein | 14 März 2007

Nokia klagt über Fachkräfte-Mangel in Europa

Nokia sucht dringend wissenschaftliche Mitarbeiter in Europa, qualifiziertes Personal ist aber nur schwer zu finden. Tapani Ryhänen, zuständig für die weltweite Nanotechnik-Forschung bei Nokia, hält den Mangel an Nachwuchswissenschaftler für ein europaweites Problem.
Bereits im letzten Jahr musste Nokia eigene Labore in Cambridge wegen Nachwuchsmangels wieder schließen. Nun arbeitet Nokia in einem neuen Anlauf mit der Universität von Cambridge auf dem Gebiet der Nanotechnologie-Forschung zusammen. Mit der Kooperation wollen die Finnen gegen den wachsenden Fachkräftemangel in Europa vorzugehen.

Nokia arbeitet bereits mit zwei amerikanischen Universitäten zusammen: mit dem Massachusetts Institute of Technology auf dem Gebiet der Informatik und künstlichen Intelligenz und der Universität Stanford bei Internet-Techniken und verwandten Gebieten. Laut Ryhänen will Nokia sein Programm auf eine solide Basis stellen und "strategische Mitarbeiter in Europa" finden - vor allem solche, die bereits auf dem Gebiet der Nanotechnik führend sind. Laut Ryhänen hat Cambridge den Ruf "die besten Forscher aus aller Herren Länder" anzuziehen. Er sagt, dass für Nokia die Existenz eines kompletten "Biotops" von Firmen im Raum Cambridge sehr verlockend gewesen sei, als es darum ging, einen neuen Standort einzurichten.



Auch Intel musste bereits vergleichbare Erfahrungen machen. Im letzten Jahr hat das Unternehmen seine Forschungseinrichtungen unter anderem für optische Systeme und Funknetzwerke in Cambridge ebenfalls wegen einem Mangel an Fachkräften geschlossen. Gordon Graylish, General Manager von Intel in Europa, beschwerte sich, dass es "eine fast zielgerichtete Abwanderung aus den mathematischen und wissenschaftlichen Fächern an den Schulen" gebe, "weil das die härteren Fächer sind". Seiner Meinung nach sollte dieses Problem eine hohe Priorität für die englische Regierung haben.

Auch mehrere deutsche Fachverbände haben bereits vor einem Fachkräftemangel gewarnt.

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