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Elektronikproduktion | 17 Dezember 2010

ZVEI: 2011 legt Elektroindustrie 7% zu

Die Elektroindustrie wird sich 2011 weiter erholen, wenn auch nicht mehr so rasant wie 2010. "Die Elektro-Produktion im nächsten Jahr dürfte um 7% zulegen“, prognostizierte der Vorsitzende der Geschäftsführung des ZVEI, Dr. Klaus Mittelbach.
"Der Branchenumsatz sollte sich in etwa gleicher Größenordnung erholen und damit 2011 auf die Marke von EUR 175 Mrd. zusteuern.“ Ende des vergangenen Jahres stand zu befürchten, es könnte bis zu 7 Jahre dauern, bis der krisenbedingte Einbruch wieder ausgeglichen ist. Es dürfte jedoch wesentlich schneller gehen. 2012 könnte der Branchenumsatz bereits eine neue Höchstmarke erreichen.

Im gesamten Jahr 2010 ist die Produktion Schätzungen des ZVEI zufolge um 12% gestiegen. Der Umsatz dürfte mehr als EUR 162 Mrd. erreichen – nach EUR 145 Mrd. im Jahr 2009 und EUR 182 Mrd. 2008. Damit wird die ZVEI-Prognose, die zuletzt im August nach oben angepasst wurde, noch etwas übertroffen.

"Dies darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die Verluste von 2009 noch nicht vollständig aufgeholt sind", so Dr. Mittelbach. Bei Produktion, Umsatz und Auftragseingängen befindet sich die Elektroindustrie immer noch zwischen 13 - 15% unterhalb des Niveaus des Vor-Krisen-Jahres 2008. Bei den Exporten konnten dagegen bereits wieder 98% des 2008er-Levels erreicht werden.

Der Aufschwung wirkt sich auch auf die Beschäftigung aus: In der Krise war die Zahl der Mitarbeiter um 17'000 auf 810'000 gesunken. Zwischenzeitlich sind es bereits wieder 815'000.

"Strukturell ist die Elektroindustrie sehr gut aufgestellt", betonte Dr. Mittelbach. Die modernen und innovativen Technologien der Branche seien unentbehrlich, wolle man zu mehr Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz, Elektromobilität, intelligenten Netzen und Häusern, einer effizienten Gesundheitswirtschaft oder einer moderneren Infrastruktur kommen.

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