5Q/5A: Videotons Péter Lakatos beantwortet unsere Fragen
5 Fragen & 5 Antworten: Das heutige Q & A wurde von Péter Lakatos, Co-CEO des ungarischen EMS-Dienstleisters Videoton, beantwortet.
• Wo sehen Sie die europäische EMS-Industrie in 2-3 Jahren?
Wir wagen noch wollen wir nicht in Prophezeiungen übergehen. Wir hatten schon immer die Idee, dass wir kleine Fische in einem weiten Meer sind und unser großer Vorteil ist unsere Anpassungsfähigkeit. Sicherlich sehen wir verschiedene Trends - einige verfolgen sogar entgegengesetzte Richtungen - dessen Auswirkungen und Überlagerung letztlich die Gesamtsituation definieren werden.
Nach unseren Überzeugungen wird es 2010 eine Art Bereinigung geben. Die schwächeren Unternehmen werden zu Tode bluten und die stärkeren an Kraft gewinnen. 2009 waren die Kunden damit beschäftigt sich selbst zu erhalten und Banken beobachteten die Entwicklung nur aus der Ferne. 2010 werden die Karten ganz sicher neu gemischt.
• Welches Industriesegment hat das größte Wachstumspotential für Sie als EMS-Dienstleister?
Es hängt davon ab, ob die Frage auf die Gesamtsituation oder nur auf unsere gegenwärtige Position bezogen ist. (Im Bereich Aeronautics konnten wir auch mit kleinen Aufträgen großes Wachstum erreichen.) Aufgrund der relativen Größe des Marktes sehen wir in allen Marktsegmenten ein Wachstumspotential. Wir werden auch weiterhin der Nachfrage am Markt folgen und nicht unseren eigenen Vorstellungen davon.
• In welchen Bereichen spürt Ihr Unternehmen den größten Wettbewerb?
Als vertikal-integriertes Unternehmen - in verschiedenen Märkten präsent - sehen wir eigentlich überall unsere Wettbewerber. So ändern sich auch unsere Wettbewerber je nach Situation:
- China,
- ein Kunde mit eigener Produktion,
- die globalen Top-Tier EMS-Unternehmen,
- osteuropäische und / oder nordafrikanischen Tochterunternehmen der westeuropäischen (mittelständischen) Unternehmen,
- die westeuropäischen, mittelständischen Unternehmen selbst
• Ist eine Entwicklung zum ODM-Unternehmen der Weg nach vorn?
Dies ist sicherlich auch keine Schwarz/Weiß Frage. Was wir sagen können ist, dass die Kunden mehr erwarten; exakteres Know-how was den Endmarkt und das Produkt betrifft. Sie nehmen Design-Fähigkeiten als potentielle Möglichkeiten an, auch wenn sie diese im Moment noch nicht nutzen.
• Wie würden Sie die Beziehung von EMS-Dienstleister und OEM-Kunde definieren?
Wir würden es als eine komplexe Beziehung zwischen Kunde und Lieferant bezeichnen. Hier spielt der ‚Dienstleistungserbringer’ eine wichtige Rolle. Es ist eine Symbiose auf vielen Ebenen; mit paralleler Kommunikation auf vielen Kanälen, in verschiedenen Formen, etc. Eine Änderung würde erhebliche Investitionen und / oder Kosten für beide Parteien hervorrufen.
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