Continental: Aufsichtsrat entlässt Conti-Chef Neumann
Karl-Thomas Neumann wurde vom Aufsichtsrat als Conti-Chef abgelöst. Sein Nachfolger wird wie erwartet der Schaeffler-Manager Elmar Degenhart. Aufsichtsrats-Chef Rolf Koerfer legt im Gegenzug den Vorsitz nieder. Damit herrscht zwar wieder ein Burgfrieden, es bleiben aber viele Probleme.
Chef Karl-Thomas Neumann tritt zurück. Wie das Unternehmen am Mittwoch nach einer Aufsichtsratssitzung dem Handelsblatt mitteilte, wird er vom Schaeffler-Manager Elmar Degenhart ersetzt. Neumann hatte das Vertrauen von Conti-Großaktionär Schaeffler verloren, seine Abberufung war daher erwartet worden.
Der mit Großaktionär Schaeffler erzielte Kompromiss sieht zudem vor, dass Aufsichtsratschef Rolf Koerfer mittelfristig ausgewechselt wird. Ein Nachfolger wurde aber noch nicht genannt. Kreisen zufolge soll er von außen kommen und nicht aus dem Kreis der derzeitigen Kontrolleure ausgewählt werden.
Zudem hob der Aufsichtsrat den Chef der Pkw-Reifensparte, Nikolai Setzer, in den Vorstandsrang. Auch der Chef des Interior-Bereichs, Helmut Matschi, und Ralf Cramer, der Chef der Bremsen-Sparte Chassis & Safety, rücken in das Führungsgremium auf. Damit ist nur noch die Position des Finanzvorstands vakant. Dieser soll nun gesucht werden, aber weder von Conti noch von Schaeffler stammen.
Vor knapp zwei Wochen war der Großaktionär Schaeffler im Conti-Aufsichtsrat mit dem Versuch gescheitert, Neumann sofort abzulösen. Altbundeskanzler Gerhard Schröder hatte anschließend prüfen lassen, ob das Verhalten gegen eine vor einem Jahr von Conti und Schaeffler abgeschlossene Investorenvereinbarung verstößt. Schröder ist Garant der Vereinbarung. Die Schaeffler Gruppe besitzt knapp 50 Prozent der Conti-Aktien und hat weitere 40 Prozent bei Banken geparkt. Beide Unternehmen sind zusammen mit rund 21 Mrd. Euro verschuldet.
Auch wenn die Grundzüge des neuen Personal-Tableaus stehen, ist der Machtkampf noch längst nicht entschieden. Ein wichtiges Thema bleibt dabei die von Conti dringend benötigte Kapitalerhöhung. Der Conti-Aufsichtsrat hatte Ende Juli zwar mit den Stimmen der Schaefflers beschlossen, eine Kapitalerhöhung zu prüfen. In Herzogenaurach gibt es aber weiterhin Widerstand gegen den Schritt, der die Beteiligung des Unternehmens an Conti verwässern würde.
Im Zuge des Kompromisses hat Schaeffler nun nach Informationen des Handelsblatts zugesagt, die Kapitalerhöhung nicht zu blockieren. Dies sei auch gegenüber Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) versichert worden, der Garant der Investorenvereinbarung zwischen Schaeffler und Conti ist.
Der mit Großaktionär Schaeffler erzielte Kompromiss sieht zudem vor, dass Aufsichtsratschef Rolf Koerfer mittelfristig ausgewechselt wird. Ein Nachfolger wurde aber noch nicht genannt. Kreisen zufolge soll er von außen kommen und nicht aus dem Kreis der derzeitigen Kontrolleure ausgewählt werden.
Zudem hob der Aufsichtsrat den Chef der Pkw-Reifensparte, Nikolai Setzer, in den Vorstandsrang. Auch der Chef des Interior-Bereichs, Helmut Matschi, und Ralf Cramer, der Chef der Bremsen-Sparte Chassis & Safety, rücken in das Führungsgremium auf. Damit ist nur noch die Position des Finanzvorstands vakant. Dieser soll nun gesucht werden, aber weder von Conti noch von Schaeffler stammen.
Vor knapp zwei Wochen war der Großaktionär Schaeffler im Conti-Aufsichtsrat mit dem Versuch gescheitert, Neumann sofort abzulösen. Altbundeskanzler Gerhard Schröder hatte anschließend prüfen lassen, ob das Verhalten gegen eine vor einem Jahr von Conti und Schaeffler abgeschlossene Investorenvereinbarung verstößt. Schröder ist Garant der Vereinbarung. Die Schaeffler Gruppe besitzt knapp 50 Prozent der Conti-Aktien und hat weitere 40 Prozent bei Banken geparkt. Beide Unternehmen sind zusammen mit rund 21 Mrd. Euro verschuldet.
Auch wenn die Grundzüge des neuen Personal-Tableaus stehen, ist der Machtkampf noch längst nicht entschieden. Ein wichtiges Thema bleibt dabei die von Conti dringend benötigte Kapitalerhöhung. Der Conti-Aufsichtsrat hatte Ende Juli zwar mit den Stimmen der Schaefflers beschlossen, eine Kapitalerhöhung zu prüfen. In Herzogenaurach gibt es aber weiterhin Widerstand gegen den Schritt, der die Beteiligung des Unternehmens an Conti verwässern würde.
Im Zuge des Kompromisses hat Schaeffler nun nach Informationen des Handelsblatts zugesagt, die Kapitalerhöhung nicht zu blockieren. Dies sei auch gegenüber Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) versichert worden, der Garant der Investorenvereinbarung zwischen Schaeffler und Conti ist.
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