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Elektronikproduktion | 28 April 2009

Mikron beschliesst Ausdehnung der Kurzarbeit im Machining Technology Bereich

Seit der Einführung von Kurzarbeit im November 2008 stieg der Anteil der betroffenen Mitarbeitenden laufend auf zuletzt 50 %. Seit April und voraussichtlich bis Jahresende leisten rund 70% der Mitarbeitenden Kurzarbeit.
Mikron erzielte im 1. Quartal 2009 einen Bestellungseingang von CHF 30.6 Mio. (-63.9% gegenüber Vorjahr) sowie einen Umsatz von CHF 44.4 Mio. (-35.0 %). Die Geschäfte der beiden Divisionen entwickeln sich derzeit sehr unterschiedlich. Während die Division Assembly Technology sowohl bei den Bestellungen als auch beim Umsatz ein noch befriedigendes Niveau erreichte, stellt sich die Situation für die Division Machining Technology schwieriger dar. Alle Märkte werden mit grösster Intensität bearbeitet. Besonderes Augenmerk liegt auf der Pflege und dem Erhalt der technischen Kompetenzen.

Korrekturmassnahmen für Machining Technology
Der Geschäftsbereich Bearbeitungssysteme leidet stark unter der extrem geringen Nachfrage. Wichtige Kunden der Division Machining Technology haben ihre Produktion zur Jahreswende deutlich zurückgefahren, vor allem die Automobilzulieferindustrie. Nach einem bereits schwachen Vorquartal verzeichnete die Division im 1. Quartal 2009 den tiefsten Bestellungseingang seit Jahren. Um das Bestehen des Hauptstandortes Agno (Schweiz) nicht zu gefährden, wird mit einem Ausbau der Kurzarbeit sowie einer internen Reorganisation auf die zunehmende Unterlast reagiert. Seit der Einführung von Kurzarbeit im November 2008 stieg der Anteil der betroffenen Mitarbeitenden laufend auf zuletzt 50 %. Seit April und voraussichtlich bis Jahresende leisten rund 70% der Mitarbeitenden Kurzarbeit.

Mit der Anpassung der Organisationsstruktur am Standort Agno (Schweiz) wird auch bei reduzierter Kapazität ein einwandfreier Betrieb sicher gestellt. Gleichzeitig sollen damit möglichst viele Fachkräfte dem Unternehmen für die Zukunft erhalten bleiben.

Mit diesen Massnahmen überbrückt die Division Machining Technology die schwierige Zeit bis zu einer Erholung des Marktumfelds. Anschliessend wird die Lage neu beurteilt. Von einer Erholung des wirtschaftlichen Umfelds wird zuerst das Werkzeug und Servicegeschäft profitieren können. Der Bereich Neumaschinen wird sich voraussichtlich erst später erholen, da in den bedienten Industrien teilweise noch Produktionskapazitäten vorhanden sind.

Assembly Technology bisher weniger betroffen
Der Geschäftsbereich Montagesysteme beobachtet seit Ende 2008 in fast allen Marktsegmenten, ausser im wichtigsten Segment Medical/Personal Care, eine nachlassende Investitionstätigkeit. Als Folge des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds werden von den Kunden Entscheidungen für Neuaufträge aufgeschoben.

Erwartungsgemäss lagen im 1. Quartal 2009 sowohl der Bestellungseingang als auch der Umsatz der Division Assembly Technology unter den ausserordentlich hohen Vorjahreswerten. Die Volumen können deshalb als immer noch befriedigend bezeichnet werden. Das Mittel der Kurzarbeit war bisher nicht erforderlich, hingegen wurde die Anzahl temporärer Mitarbeitenden auf ein absolutes Minimum reduziert. Die Sichtweite für zukünftiges Geschäft ist nach wie vor sehr gering, was eine fortlaufende Beurteilung der Lage verlangt.

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