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Elektronikproduktion | 18 März 2009

Die Preise für viele ‚Allerwelts-Chips’ sind am absoluten Tiefpunkt angekommen

Die Preise für elektronische ‚Massewaren-Komponenten’ fallen in einem moderaterem Tempo als viele erwartet haben, wenn man sich die abstürzende weltweite Nachfrage anschaut. Allerdings sollten Chip-Hersteller nicht zu viel Hoffung in diese Entwicklung legen, da das moderate Tempo der Erosion nur die Tatsache widerspiegelt, dass die Preise in vielen Segmenten bereits am absoluten Tiefpunkt angekommen sind, berichtet iSuppli.
Im Zeitraum zwischen Februar 2009 und Januar 2010 werden die weltweiten Preise – für eben diese Komponenten – in einem relativ moderaten Tempo von 1,1% pro Monat sinken, sagt eine Prognose des iSuppli Component Price Tracker (CPT) Index voraus. Diese Rückgangsrate liegt innerhalb der normalen Rückgangskurve (nach Moores Gesetz).

Während dem letzten großen Abschwung in der Elektronikbranche (von Juni 2002 bis Mai 2003) fielen die durchschnittlichen Preise monatlich um 2,5%. Der iSuppli CPT Index zeichnet Preistrends für mehrere Kategorien von Komponenten auf – hier speziell die analog-monolithic, Kondensatoren, Konnektoren, Crystals, Filter, Logic, Magnetics, Memory, Oszillatoren, Leiterplatten, Gleichrichter, Widerstände, Dioden, Transistoren und LEDs.

"Während der weltweit schwachen Nachfrage gibt es kaum Möglichkeiten für Zulieferer ihre Marktanteile auszubauen oder schrittweise neue Geschäfte zu gewinnen“, erklärte Eric Pratt, Vice President, Pricing & Competitive Analysis bei iSuppli. „Aus diesem Grund gibt für die Zulieferer keinen wirklichen Anreiz die Preispolitik zu ändern. Dies gilt insbesondere, wenn viele Massengüter seit geraumer Zeit mit einem konstanten Preisrückgang zu kämpfen haben. Die Preise sind in vielen Fällen schon am untersten Ende angekommen.“

Die beigefügte Abbildung zeigt iSuppli's CPT Index – die Trendlinie zeigt die durchschnittliche Preisgestaltung im Laufe der Monate. Die Tendenz deutet darauf hin, dass der Preisrückgang mildern wird. Bis zum Februar zeigt der CPT Index 17 aufeinander folgende Monate mit einem Preisrückgang (beginnend mit Oktober 2007).







Dokumentation der Preiserosion
Die aktuelle Phase des moderaten Preisrückgangs wurde von einem Zeitraum eingeleitet, indem die Preise rapide abstürzten – während des 1Q und 2Q des Jahres 2007. Von Februar 2007 bis zum Juni 2007 zeigt der CPT-Index einen durchschnittlichen Rückgang von 1,4%. Im August 2007 wurde ein Anstieg von 0,32% und im September 2007 ein Anstieg von 0,75% verzeichnet.

"Steigende Energiekosten schnitten in das Wirtschaftswachstum und in die Nachfrage nach Elektronik. Danach beherrschten negative Wirtschaftsnachrichten den Alltag. Trotz steigender Rohstoffpreise und Energiekosten gingen die Preise für Komponenten weiter zurück."

Aufschwung bringt keine Erholung
Die Prognose des CPT-Index zeigt, dass die Preisgestaltung – selbst bei einer sich erholenden Nachfrage nach elektronischen Komponenten – wahrscheinlich keine neue Kraft gewinnen wird. Ironischerweise kann es sogar zu einem weiteren Preisverfall kommen. "Wenn sich der Umsatz erholt, könnten Zulieferer die Preise aktiv senken", erklärte Eric Pratt. "Nach dem Abschwung wird such jedes kleinste bisschen Nachfrage in einen Springball verwandeln. In der Sekunde, in der durch eine Preissenkung etwas gewonnen werden kann, werden Zulieferer auch die entsprechenden Maßnahmen ergreifen."

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