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Elektronikproduktion | 13 November 2008

BERU Konzernumsatz geht zurück in den Jan-Sep 2008

Der BERU Konzern, Ludwigsburg, erzielte in den ersten neun Monaten 2008 einen Konzernumsatz in Höhe von 324,2 Mio Euro (9 Monate 2007: 331,5 Mio Euro).
Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) betrug 18,8 (34,2) Mio Euro, was einer EBIT-Marge von 5,8 (10,3)% entspricht. Darin enthalten sind einmalige Sondereffekte, die das EBIT in Höhe von rund 9,8 Mio Euro belasten. Bereinigt um diese Sondereffekte ergibt sich ein adjustiertes EBIT von 28,6 Mio Euro mit einer operativen Marge von 8,8%.

Entwicklung in den Geschäftsfeldern
Die Erlöse im Geschäftsfeld Elektronik und Sensorik konnten mit 112,0 Mio Euro stabil auf Vorjahresniveau (112,0 Mio Euro) gehalten werden. Dies ist vor allem auf eine starke Nachfrage nach PTC-Zuheizern zurückzuführen.

In den Geschäftsfeldern Dieselkaltstarttechnologie und Zündungstechnik gingen die Umsätze zurück. In der Dieselkaltstarttechnologie beliefen sich die Umsätze auf 115,5 (121,2) Mio Euro und damit 4,7% weniger als im Vorjahr. In der Zündungstechnik betrug der Rückgang 1,6% von 98,3 Mio Euro auf 96,7 Mio Euro.
Effizienzsteigerungsprogramm wird fortgesetzt

Im Rahmen des im Dezember 2007 gestarteten Effizienzsteigerungsprogramms zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit wurde ein weiterer Bedarf für die Optimierung der internen Prozesse festgestellt. Hiervon sind zusätzlich rund 60 Stellen vor allem im administrativen Bereich in Deutschland betroffen.

Auswirkungen der Finanzmarktkrise
Aufgrund der sich verschärfenden Finanzmarktkrise und der damit verbundenen Absatzkrise in der Automobilbranche hat BERU verschiedene Maßnahmen beschlossen, um den Volumenrückgängen zu begegnen. Dazu gehören eine verlängerte Betriebsruhe über Weihnachten, Abbau der Urlaubs- und Gleitzeitkonten bis Ende des Jahres sowie reduzierte Wochenarbeitszeiten für alle Mitarbeiter ab Januar 2009. Diese Maßnahmen sind vorerst bis Ende März 2009 vorgesehen.

Synergien durch den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
Um nachvertragliche Synergien im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinn-abführungsvertrages mit der BorgWarner Germany GmbH zu heben, hat BERU beschlossen, seine französischen Gesellschaften bis Ende 2008 in die französische Organisationsstruktur von BorgWarner zu integrieren. Die Gesellschaften BERU TdA SAS und Eyquem SNC werden verschmolzen, mit den französischen BorgWarner-Gesellschaften zusammengeführt und formal neu strukturiert. Diese werden dann unter dem Namen „BorgWarner France SAS“ firmieren. Die genannten BERU Gesellschaften werden weiterhin vom BERU Management innerhalb des BorgWarner Engine Segments geführt.

Ausblick
Der BERU Vorstand geht nicht davon aus, dass sich die Absatzkrise in der Automobilbranche kurzfristig verbessern wird. „Die Lage in der Automobilindustrie hat sich dramatisch zugespitzt“ so Dr. Thomas Waldhier, Vorstandsvorsitzender der BERU AG. „Wir werden unsere bisherige Umsatz- und Ergebnisprognose daher nicht erreichen. Auch für das Jahr 2009 rechnen wir mit einer schwachen Nachfrage.“ Des Weiteren werden sich durch die formale Umstrukturierung der französischen Gesellschaften und der Veränderung des Konsolidierungskreises einmalige negative Sondereffekte in Höhe von ca. 40 bis 50 Mio Euro im Ergebnis für das Geschäftsjahr 2008 niederschlagen. BERU geht für das Gesamtjahr 2008 nun von einem Umsatz zwischen 405 und 415 Mio Euro und einem um Sondereffekte bereinigten EBIT zwischen 30 und 35 Mio Euro aus. Waldhier sieht das Unternehmen mit den beschlossenen Maßnahmen aber gut gerüstet, um flexibel auf die weitere Entwicklung reagieren zu können: „Sobald sich die Auftragslage verbessert, können wir die Produktion wieder hochfahren. Außerdem ist BERU operativ gut aufgestellt und hat ein starkes und gesundes finanzielles Fundament.“

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