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Elektronikproduktion | 04 November 2008

IPTE mit fallendem Umsatzvolumen im 3Q

Die IPTE NV meldet ein Umsatzvolumen von €50,7 Millionen für das dritte Quartal 2008, verglichen mit €58.1 Millionen mit dem gleichen Vorjahreszeitraum. Zudem plant das Unternehmen die beiden Geschäftsbereiche Fabrikautomatisierung und Auftragsfertigung neu zu strukturieren.
Der operative Gewinn aus den Aktivitäten des dritten Quartals 2008 beträgt €193.000, verglichen mit €3,29 Millionen im gleichen Quartal 2007. Der Nettogewinn beträgt €203.000 für den Zeitraum gegenüber €2,642 Millionen im dritten Quartal des letzten Jahres.

Der Auftragseingang zum Ende des dritten Quartals ging auf €88,8 Millionen zurück. Zum Ende des zweiten Quartals 2008 betrug der Auftragseingang €93,2 Millionen. Der Umsatz des Geschäftsbereichs Fabrikautomatisierung fiel von €16 Millionen in 2007 auf €15,2 Millionen (inklusive des Umsatzes der Platzgummer GmbH in Höhe von €3,1 Mio.). Der Auftragseingang verringerte sich von €30,5 Millionen zum Ende des zweiten Quartals auf €28 Millionen zum Ende des dritten Quartals.

Beim Geschäftsbereich Auftragsfertigung verringerte sich der Umsatz von €42,2 Millionen in 2007 auf €35,7 Millionen in 2008. Der Auftragseingang ging auf €60,8 Millionen zurück, verglichen mit €62,2 Millionen zum Ende des zweiten Quartals 2008. Das Ergebnis des dritten Quartals wurde von €796.000 aus Dollar-basierten Verträgen positiv beeinflusst.

Reorganisation der Fabrikautomatisierung
Das Ergebnis des Automatisierungs-Geschäfts in 2008 ist enttäuschend. Dies ist bedingt von einem ungenügenden Auftragseingang, unangemessener struktureller Kosten für einige Produkte und die zu geringe Profitabilität einiger Projekte. In Anbetracht der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise muss die aktuelle Organisation angepasst werden, um wettbewerbsfähig zu sein.

Aus diesem Grund wurde die Reorganisation des Geschäftsbereichs Fabrikautomatisierung beschlossen. Ziel ist es, die Kostenstruktur um mehr als 10% zu reduzieren. Eine Reihe von Aktivitäten wird zusammengelegt, um die Kernkompetenzen zu stärken. Die Strategie der lokalen Präsenz für die Kunden auf den drei Kontinenten (Europa, Amerika, Asien) und den wichtigsten europäischen Märkten wird beibehalten. Ein detaillierter Plan wird in den kommenden Wochen entwickelt.

Reorganisation der Auftragsfertigung
Der Geschäftsbereich Auftragsfertigung hat Anfang Oktober 2008 bereits die Schließung der Fabrik in der Slowakei angekündigt. Die Schließung ist das Ergebnis der Zentralisierung der so genannten Back-Offices in Osteuropa. Im Mai 2008 eröffnete die Connect Systems Gruppe eine neue Fabrik in Oradea, Rumänien, mit einer Gesamtkapazität von 16.000 m² (8.000 m² Leiterplattenbestückung und -Montage und 8.000 m² Kabelfertigung).

Der Unterhalt von zwei Back-Offices für die Kabelproduktion mit gleichen Produktionsinhalten führt zu weniger Effizienz, steigenden Kosten (Lagerkontrolle) und doppeltem Managementaufwand. Zudem kann der Standort bezüglich seiner Struktur und des Gebäudes in absehbarer Zeit nicht vergrößert werden. Die Verlagerung der Kabelproduktion von Connect Systems Slovakia nach Rumänien ermöglicht es, die Effizienz zu steigern, Logistik und Kommunikation zu vereinfachen und auf diese Weise die günstige Kostenstruktur beizubehalten. Die Kosten der Fabrikschließung werden €500.000 betragen. Dies wird im vierten Quartal 2008 gebucht. Die Schließung wird von 2009 an eine jährliche Kosteneinsparung von €850.000 bewirken.

Wichtige Entwicklungen im dritten Quartal:
Das Unternehmen TAF3 aus Estland wurde Ende Juli 2008 übernommen. TAF3 ist ein Unternehmen für Automation und Test, das 30 hoch qualifizierte Ingenieure aus den Bereichen Mechanik, Elektronik und Software, die über langjährige Erfahrungen in der Telekommunikations- und Automotive-Industrie verfügen, beschäftigt. IPTE hat für diese Übernahme €964.000 bezahlt.

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