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Elektronikproduktion | 19 Dezember 2007

Wittronic meldet Insolvenz an

Der Fertigungsdienstleister Wittronic mit Sitz in Witten hat Ende November überraschen Insolvenz angemeldet. Nach einem Bereich der Zeitung "Der Westen" sieht sich das Unternehmen durch nicht eingehaltene Kreditzusage einer Bank und überzogene Forderungen des Vermieters in die Insolvenz getrieben.
Dass es nicht zum Besten steht, wussten die 170 Beschäftigten schon seit Mitte des Jahres, als auf Kurzarbeit umgestellt wurde. Trotzdem kam die Nachricht von der Insolvenz nun völlig überraschend.

Im März hatte der Investor Fortuna Group den Elektronikhersteller von dem Münchener Investor Adcuram übernommen, der das Werk im September 2006 nach der Insolvenz von Vogt electronic gekauft hatte. Bis 1999 hatte der Standort zu Siemens gehört.

Angeblich sollen in den vergangenen zwei Jahren 500 000 bis 600 000 Euro Verlust pro Monat angefallen sein. Wo das ganze Geld geblieben sei, will Insolvenzverwalter Klaus Dippel nun ergründen.

Laut Unternehmen kam es im Sommer zu starken Umsatzeinbrüchen, im Herbst seien noch eine neue Vertriebsgesellschaft gegründet und neue vielversprechende Kundenprojekte angebahnt worden. Gleichzeitig hätten die Gesellschafter erhebliche Mittel zur Verfügung gestellt. Doch ausgerechnet in dieser kritischen Sanierungsphase hätten nun die Banken den Geldhahn zugedreht - und einen bereits gewährten Kredit zurückgezogen. Deshalb fehlte laut Wittronic nun das Geld für Material und Auftragsabwicklung.

Außerdem habe der Vermieter unangemessene Forderungen aus der Vergangenheit gestellt. Die Rede ist von 1,9 Mio Euro. Mitte November habe er Wittronic fristlos gekündigt und gedroht, das Werk zu blockieren und die Stromversorgung zu unterbinden.

Laut Betriebsrat und Insolvenzverwalter Klaus Dippel soll es keine Mittel mehr zur Fortführung des Werkes geben und es sei so wenig (Geld) vorhanden, dass die Mitarbeiter nicht einmal mehr mit einer Abschlagszahlung rechnen könnten - und auch ein Sozialplan wohl nicht viel hergeben wird.

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