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Elektronikproduktion | 09 August 2007

Siemens Österreich will Forschung und Entwicklung ausbauen

Rund 3.000 Mitarbeiter sind bei Siemens Österreich in der Forschung und Entwicklung tätig. Die Generaldirektorin Brigitte Ederer will dieses Potenzial künftig stärker nutzen und für mehr Forschungsthemen Headquarter-Kompetenzen nach Österreich holen.
Siemens Österreich ist bisher bereits in den Bereichen Biometrie oder Mautsysteme erfolgreich. Laut Ederer könnten noch Bereiche wie Energie oder Medizintechnik hinzukommen.

Um das Ziel, mehr F&E Headquarter-Kompetenzen nach Österreich zu holen, im konzern-internen Wettbewerb zu erreichen, ist ein Schulterschluss mit der österreichischen Bundesregierung notwendig. Wie notwendig, zeigt eine vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung beauftragte Studie. Sie besagt, dass 65 Prozent der gesamten österreichischen unternehmerischen Forschung und Entwicklung vom Ausland bestimmt wird. Das zeigt, wie verletzlich unser System ist, so Ederer. Zwei Komponenten seien entscheidend, um sich im Konzern in Sachen F&E zu behaupten: zum einen sollten ausreichend hochqualifizierte Arbeitskräfte vorhanden sein und zum anderen müsse es ein ökonomisches Argument geben. „Das gut ausgebaute österreichische Fördersystem zur Standortsicherung und das klare Bekenntnis der Bundesregierung zum Unternehmen kommen uns da sicherlich entgegen“, sagt Ederer.

Wie wichtig Innovationen für Siemens Österreich sind, zeigt sich nicht nur an der Zahl der F&E-Mitarbeiter, sondern auch an der internen Innovationsfinanzierung. Das Modell der internen Innovationsfinanzierung ist per se schon eine Innovation: Weil es unumstrittener Grundsatz bei allen Mitarbeiter von Siemens Österreich ist, dass Innovationen das zentrale Element der künftigen Standortsicherung darstellen, verzichten die Mitarbeiter auf Teile ihrer Prämien, erklärt Friedrich Hagl, Vorsitzender des Zentralbetriebsrates der Siemens AG Österreich. Das Unternehmen zahlt in den Innovationstopf zusätzlich doppelt so viele Mittel wie die Mitarbeiter ein. Ein Drittel des Topfes wird von den Mitarbeiter finanziert, zwei Drittel vom Unternehmen. Insgesamt stehen jährlich damit rund vier bis fünf Millionen Euro für Innovationsprojekte zur Verfügung. "Der Aufbau des Biometriezentrums oder des Mautsystems wäre ohne diese Mittel und ohne die damit verbundene Weitsicht der Mitarbeiter bei Siemens Österreich nicht möglich gewesen, sagt Ederer. Besonders erfreulich ist, dass seit Bestehen des Innovationstopfes 1.150 Arbeitsplätze gesichert oder geschaffen werden konnten. Diese Zahl gibt dem Modell eindeutig Recht, freut sich Friedrich Hagl.

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