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© vinnstock dreamstime.com Analysen | 13 Februar 2017

Elektroindustrie zuletzt wieder mit mehr Aufträgen

Nach mehreren flauen Monaten hat die deutsche Elektroindustrie im Dezember des vergangenen Jahres wieder 2,7 Prozent mehr Bestellungen erhalten als ein Jahr zuvor.
Während die Inlandsaufträge um 4,2 Prozent fielen, stiegen die Auslandsaufträge kräftig um 8,6 Prozent. Kunden aus der Eurozone steigerten ihre Orders um 20,3 Prozent und damit deutlich stärker als Kunden aus Drittländern, die 2,6 Prozent mehr bestellten.

„Im gesamten Jahr 2016 blieben die Auftragseingänge 1,0 Prozent hinter ihrem Vorjahreswert zurück“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann und ergänzte: „Letzterer hatte allerdings auch in hohem Maße von Großaufträgen profitiert.“

Die kumulierten Bestellungen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland lagen im vergangenen Jahr jeweils 1,0 Prozent unter denen im Jahr 2015. Aus dem Euroraum gingen 2016 1,0 Prozent mehr und aus Drittländern 2,2 Prozent weniger Bestellungen ein als im Jahr davor.

Die reale, um Preiseffekte bereinigte Produktion der deutschen Elektroindustrie blieb im Dezember 2016 um 3,5 Prozent unter ihrem entsprechenden Vorjahreslevel. „Somit wuchs der Branchenoutput im gesamten Jahr 2016 um 1,0 Prozent“, so Dr. Gontermann. „Für dieses Jahr geht der ZVEI von einem preisbereinigten Produktionswachstum von 1,5 Prozent aus.“

Nach dem leichten Zuwachs im November haben die Erlöse der heimischen Elektrofirmen im Dezember 2016 um 1,8 Prozent gegenüber Vorjahr auf 16,0 Milliarden Euro nachgegeben. Der Inlandsumsatz ging mit minus 0,5 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro weniger stark zurück als der Auslandsumsatz mit minus 2,9 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro. Während die Geschäfte mit Kunden aus dem Euroraum um 15,8 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro sanken, gab es im Geschäft mit Drittländern ein Plus von 5,3 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro.

Im gesamten vergangenen Jahr konnten die Branchenerlöse um 400 Millionen auf 178,6 Milliarden Euro zulegen. Der Inlandsumsatz belief sich auf 87,0 Milliarden Euro (+0,3 Prozent) und der Auslandsumsatz auf 91,6 Milliarden Euro (+0,1 Prozent). Mit Partnern aus dem Euroraum gab es einen Rückgang der Geschäfte um 2,9 Prozent auf 33,3 Milliarden Euro, mit Drittländern dagegen einen Anstieg um 1,9 Prozent auf 58,3 Milliarden Euro.

Trotz Brexit-Votum, der Wahl Donald Trumps sowie dem gescheiterten Verfassungsreferendum in Italien und der dadurch hervorgerufenen wirtschaftlichen Unsicherheit ist das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie auch im Januar 2017 leicht gestiegen. „Zwar fiel die Beurteilung der aktuellen Lage etwas ungünstiger aus als im Vormonat, dafür zogen die allgemeinen Geschäftserwartungen deutlich an“, sagte Dr. Gontermann.

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2017.09.15 09:25 V8.7.1-1